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Di, 2. April 2013, 13:41

Software::Systemverwaltung

ZFS für Linux alltagstauglich

Das Dateisystem Zettabyte File System (ZFS) wurde jetzt für Linux als »ZFS on Linux« in Version 0.61 veröffentlicht und von den Entwicklern als alltagstauglich bezeichnet.

ZFS on Linux

Die ZFS-Portierung »ZFS on Linux« ist laut deren Chefentwickler Brian Behlendorf dem experimentellen Stadium entwachsen und ist vom PC bis hin zum Supercomputer einsetzbar. Die Portierung basiert auf dem ZFS-Quellcode des hauptsächlich unter Solaris, FreeBSD und NetBSD eingesetzten Dateisystems. Der Einsatz als Kernelmodul unter Linux wird bisher durch Lizenzprobleme verhindert. Die für ZFS verwendete Common Development & Distribution License (CDDL) kann nicht zusammen mit der GPLv2 verwendet werden. »ZFS on Linux« umgeht dieses Problem, indem die Entwickler das der GPLv2 unterliegende Solaris Porting Layer (SPL) entworfen haben, um damit am Linux-Kernel anzudocken. Auf der Projektseite wird in der FAQ auf die Lizenzproblematik näher eingegangen.

»ZFS on Linux« unterstützt 64 Bit große Zeiger, wobei im Design bereits Zeiger mit 128 Bit vorbereitet sind. Im Vergleich dazu sind in ext4 lediglich 48 Bit lange Zeiger implementiert. Bevor btrfs entwickelt wurde, hatte ZFS eine deutlich erweiterte Liste an Funktionen gegenüber anderen Dateisystemen. Dazu zählen unter anderem Prüfsummen zur Vermeidung von Datenübertragungsfehlern, eingebaute Raid- und LVM-Funktionalität. Außerdem beherrscht »ZFS on Linux«, wie brtfs auch, Copy-On-Write, was unter anderem Versionierung sowie Schnappschüsse des Dateisystems erlaubt.

»ZFS on Linux« bietet vorkompilierte Pakete für einige Linux-Distributionen auf seiner Webseite an. Darunter sind unter anderem Debian, Fedora, RHEL, Gentoo und Arch. Der Quellcode für »ZFS on Linux« sowie SPL ist dort ebenfalls zu finden. Die Entwickler legen den Anwendern nahe, nur 64-Bit-Pakete zu verwenden, da die volle Funktionalität unter 32 Bit nicht gewährleistet werden könne.

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