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Thema: FSFE: Wie man sich von Skype befreit

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Von naja am Mi, 3. April 2013 um 11:36 #

Wenn "jeder" heute Skype benutzt, kann man nicht einfach so eine andere nicht kompatible Software benutzen. Wenn man nicht kommunizieren kann, ist das freilich auch nicht toll.

Momentan suche ich für meine Familie eine Kommunikationsmöglichkeit wie Skype. Viele, aber längst nicht jeder macht davon gebrauch, also bin ich noch etwas unentschlossen. Aber welche wirklichen Alternativen gibt es hier?

Man kann mit Skype:

- Chatten
- Videotelefonie von vielen verschiedenen Geräten wie Smartphones, Tabletts, PC usw.
- ebenso auch Anrufe auf das Festnetz, von einem Skype-Konto aus.

Da viele von meinen Freunden und Familie es nutzen, wird es vermutlich das auch werden. Vielleicht nicht FSFE-schön, aber einfach. Und ausgespäht werden wir doch von Open Source wohl doch am meistem. Google, Facebook usw. sie alle nutzen Open Source und spähen die User damit aus.

MfG

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    Von glasen am Mi, 3. April 2013 um 11:45 #

    Du den ersten Punkten muss ich dir recht geben. Was nützt das tollste Kommunikationsprotokoll, wenn es sonst keiner einsetzt.

    Und ausgespäht werden wir doch von Open Source wohl doch am meistem. Google, Facebook usw. sie alle nutzen Open Source und spähen die User damit aus.
    Bei dem Satz kann ich aber nur den Kopf schütteln. Du bildest hier einen Zusammenhang, der so nicht existiert. Du kannst dir z.B. einen eigenen Jabber bzw. XMPP-Server aussetzen, der komplett ohne Facebook und Google auskommt. Es ist halt nur bequemer, wenn man die Server von Facebook und Google benutzt, da man dadurch mehr Leute erreicht.

    • 0
      Von xmpp am Mi, 3. April 2013 um 13:44 #

      Das ist natürlich eine Meinung - aber nicht die einzige. Andere - z.B. auch Google, United Internet (gmx, 1&1, web.de) und Facebook schätzen das Protokoll wegen seiner Offenheit und Erweiterbarkeit.

      Nur der Netzwerkeffekt (d.g. Henne Ei) hält es noch von der Verbreitung ab.

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        Von nico am Mi, 3. April 2013 um 20:57 #

        Und das verstecken der Protokolle. Welcher der Anbieter wirbt offen damit, ein freies Protokoll zu verwenden. Es gibt dann sogar in sich geschlossene Clients, die nur mit bestimmten Servern redet und gibt es als sonst was tolles eigenes aus. Das so, als wenn die Telekom innovative Telefone verkaufen würde, mit denen man nur Telekomkunden anrufen kann.

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        Von tedus am Do, 4. April 2013 um 10:37 #

        genau das ist der Punkt:
        Mit google, gmx, web und co haben zumindest in meinem Bekanntenkreis schon fast alle ein xmpp Konto ohne davon zu wissen.

        Einziger Nachteil ist Videokonferenz und Co per Standard wie bei Skype - aber da gibt es auch Möglichkeiten

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    Von zui am Mi, 3. April 2013 um 11:49 #

    Ich kann mich noch an einem Kommentar eines Programmieres in einem Technikpodcast erinnern, wortgemäß: "XMPP ist als Protokoll der letzte Rotz, selten gibts so undurchsichtige, nicht zuende spez. oft falsch verstandene Implementierungen."
    Ich frage mich wie XMPP samt Clients eine Alternative sein kann. Mal von Usability und Verbreitungsproblemen abgesehen, schaffen die wenigsten brauchbar durch Firewalls zu kommen.

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    Von FelixK am Mi, 3. April 2013 um 12:07 #

    Das schöne an XMPP ist jedoch die Möglichkeit, sich mit beliebigen anderen Servern zu verbinden bzw. Accounts zu verknüpfen. Die meisten von euch haben bereits einen oder mehrere XMPP Accounts (Facebook-Chat, Google Talk) und können darüber einfach direkt die Freunde erreichen - AUCH mit einem eigenen Server oder direkt über Facebook.

    Man sollte sich natürlich darüber im Klaren sein, dass wenn man den Facebook-Server verwendet dann auch Facebook Zugriff auf die Nachrichten hat, man kann jedoch z.B. einen eigenen Server (oder einen z.B. vom Chaos Computer Club, welche im Bereich Datenschutz besser als Facebook und Co sind) zusammen mit ein paar Freunden nutzen und untereinander unüberwacht und privat chatten und mit entfernten Bekannten dann den Facebook-Chat integrieren.

    Mit Firewalls oder anderem hatte ich nie Probleme beim Verbinden auf Jabber-Server, auch nicht mit SSL verschlüsselt.
    BTW gibt es auch eine gute Android App (Xabber), welche m.E. wesentlich besser läuft als die Skype-App.

    • 0
      Von Workoft am Mo, 8. April 2013 um 19:48 #

      Facebook nutzt kein XMPP. Man kann mit deren Servern über das XMPP-Protokoll kommunizieren, jedoch wird intern kein XMPP-Server verwendet und Kommunikation mit anderen XMPP-Servern ist auch nicht möglich. Facebook spart sich lediglich, ein eigenes Protokoll und einen eigenen Client schreiben zu müssen, die wahren Vorteile von XMPP bleiben aber außen vor.

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    Von nico am Mi, 3. April 2013 um 20:51 #

    Warum sind eigentlich wir jene, die in den Sauren Apfel beissen sollen? Wer kommunizieren will kommt schon, der findet einen weg.

    Früher gab es schon IRC und email. Aber weil andere ICQ hatten ist man eben denen zu ICQ gefolgt. Dann kam die MSN-wellte, plötzlich hatten alle MSN und man ist denen gefolgt. Dann kam Skype, und später FB und g+, Whatsapp.

    Aber warum soll ich mir ständig propritäre Software installieren, mich Diensten mit krausigen AGBs unterwerfen. Es gibt freie Protokolle und eine Vielzahl an Tools für diese. Warum sollen nicht mal die anderen Installieren, was wir nutzen. Du willst mit mir dann nutz einfach Jabber, SIP. Oder nutze so was altes wie SMS, email, Telefon. Das Zeugs soll es angeblich auch noch geben.

    Mir geht es auch nicht ums ausspähen, aber um abhängigkeit. Wenn morgen MS sagt Skype gibt es nur noch für Win8, holst du es dir auch? Freie Protokolle lassen sich auch flexibel nutzen. Versuch mal Skype in eine Telefonanlage zu integrieren.

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      Von naja am Do, 4. April 2013 um 08:22 #

      Warum sind eigentlich wir jene, die in den Sauren Apfel beissen sollen? Wer kommunizieren will kommt schon, der findet einen weg.

      Zwecks kommunizieren ist das sicher richtig. Zwecks "Sauren Apfels", teile ich diese Meinung jedoch nicht. Wenn ein Werkzeug gut ist, warum sollten die Menschen es nicht benutzen. Skype hat sich nicht durchgesetzt weil es schlecht ist, sondern weil es Dinge kann was viele User sehr schätzen. Darum benutzen sie es auch. Und wenn man selbst keine "Trends" setzt, kann man eben nachziehen. Die große Mehrzahl in meiner Familie- und Freundeskreis nutzt Skype. Skype läuft auf vielen Geräten und die Leute nutzen es. Warum sollte ich es dann anders machen? So ruft mich doch kaum jemand an. Woher es kommt und was das ist, interessiert schlicht niemanden, auch wenn du es ihnen erklärst.

      Früher gab es schon IRC und email. Aber weil andere ICQ hatten ist man eben denen zu ICQ gefolgt. Dann kam die MSN-wellte, plötzlich hatten alle MSN und man ist denen gefolgt. Dann kam Skype, und später FB und g+, Whatsapp.

      Ja das gibt es immer noch. Aus meiner Erfahrung, geht deren Nutzung entweder stark zurück oder ganz speziel genutzt. Email zb. wird für Dokumente aller Art genutzt und mehr nicht. Bis auf mich nutzt niemand IRC, Facebook ist nur der jüngeren Generation bekannt und da habe ich keinen Account, Google+ habe ich zwangsläufig wegen eines Email-Accounts. Whatsapp geht ebenfalls stark zurück. Mit weitem Abstand läuft hier Skype. Mangels an vernünftigen Alternativen, bleibt schon fast nichts anderes übrig, als sich für Skype stark zu machen, bei denen die es noch nicht haben.

      Aber warum soll ich mir ständig propritäre Software installieren, mich Diensten mit krausigen AGBs unterwerfen. Es gibt freie Protokolle und eine Vielzahl an Tools für diese. Warum sollen nicht mal die anderen Installieren, was wir nutzen. Du willst mit mir dann nutz einfach Jabber, SIP. Oder nutze so was altes wie SMS, email, Telefon. Das Zeugs soll es angeblich auch noch geben.

      Würde ich zb. auch gerne machen. Wenn das alles nicht soweit entwickelt wäre, würde es wahrscheinlich auch funktionieren. Aber jetzt? Alternativen sind schlecht, Skype ist am weitesten verbreitet. Wie will man etwas begründen, man soll gefälligst etwas anderes nutzen, wenn derjenige nur Verschlechterungen sieht. Telefoniert wird ja auch, aber es ist doch auch sehr nett, wenn die Mutter ihre Tochter nach Monaten auch mal sieht und sei es nur über ein Tablett.

      Mir geht es auch nicht ums ausspähen, aber um abhängigkeit. Wenn morgen MS sagt Skype gibt es nur noch für Win8, holst du es dir auch? Freie Protokolle lassen sich auch flexibel nutzen. Versuch mal Skype in eine Telefonanlage zu integrieren.

      Wir sind doch ständig von irgendwem und irgendetwas abhängig, das ist normal. Wenn, ich hasse wenns!^^, MS plötzlich beschließt, Skype nur auf Windows 8 laufen zu lassen, werden Ambitionen auf etwas anderes zu wechseln um so größer :) Da habe ich keine Angst. Wenn deswegen plötzlich alle auf Windows 8 wechseln, dann bleibt ja nichts mehr anderes zu sagen wie, Glückwunsch Microsoft.

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      Von zettberlin am Do, 4. April 2013 um 09:29 #

      >Warum sind eigentlich wir jene, die in den Sauren Apfel beissen sollen?

      Weil die anderen so vermarktet werden, dass sie meist das erste sind, das Durchschnittsnutzer von einer Technologie kennen lernen.

      Schon Anfang der 1980er gab es auf UNIX ein gut funktionierendes Dateiformat für PCM-Sound, trotzdem hat sich Microsoft WAV so gründlich durchgesetzt, dass es für die meisten das einzige verlustfreie Soundformat darstellt.

      Technisch gut zu sein, reicht eben nicht. Softwaresysteme sind im ahmmmm... Kapitalismus... eben auch Produkte. Und wie weit sich ein Produkt verbreitet, hat mit seiner Qualität nur insofern zu tun, als es nicht zu deutlich schlechter als die Mitbewerber sein sollte. Und die meisten freien Systeme sind gar keine Mitbewerber, weil sie eben nicht vermarktet werden.

      Du und ich und noch ein paar andere hier kennen XMPP und weil wir es kennen, haben wir die Freiheit, uns ganz rational dazu zu entscheiden.
      Aber die meisten Menschen, mit denen wir reden wollen, kennen es nicht. Wir halten es für irrational, dass sie sich für Skype entscheiden, obwohl wir ihnen gesagt haben, dass es auch XMPP gibt.

      Und weißt Du was? Es ist tatsächlich irrational. Wir haben völlig Recht aber das bedeutet nicht, dass wir Recht bekommen.
      Das könnte sich ändern, wenn zum Beispiel Google anfängt, eine Alternative zu Skype auf XMPP-Basis genauso zu vermarkten, wie es das mit Chrome tut.

      Dann stecken ein paar tausend Millionen Marktmacht hinter XMPP, heute nur rationale Überlegung und die FSF....

      Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 04. Apr 2013 um 09:31.
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Von M am Mi, 3. April 2013 um 11:59 #

Ich würde mich auch gerne von Skype befreien, jedoch will ich nicht auf Videochat verzichten. Weiß jemand, wie das mit freien Programmen und Protokollen funktioniert bzw. hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht? Jitsi sieht jedenfalls interessant aus.

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    Von kamomeuneingeloggt am Mi, 3. April 2013 um 12:20 #

    Empathy und Pidgin können auch Video.

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    Von ChristophLSA am Mi, 3. April 2013 um 12:24 #

    Für XMPP gibt es das Jingle Protokoll/Erweiterung. Der von dir angesprochene Client Jitsi unterstützt das übrigens auch. Muss man nur mal schauen wie gut das bei den einzelnen Clients funktioniert und mal die Kompatibilität untereinander testen.

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      Von M am Mi, 3. April 2013 um 15:32 #

      Danke! Skype ist für mich das letzte proprietäre Programm, das noch ersetzt werden muss.

      Übrigens eine tolle Aktion der FSFE. :up:

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        Von JimYY am Mi, 3. April 2013 um 21:45 #

        Was ist an der Aktion denn so toll?
        Es gibt keinen Leitfaden oder Anleitungen für Alternativen, es wird nur gesagt, dass Skype nicht mehr verwendet werden soll.
        Mich wundert es, dass sowas überhaupt noch als Nachricht bei PL erscheint.

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          Von yahya am Do, 4. April 2013 um 17:48 #

          Genau das habe ich mir beim Lesen der Pressemeldung auch gedacht. Es war nichts neues und nichts wirklich weiterführendes dabei, v.a. nichts, was mir angesichts des Umstands weiterhilft, dass alle meine Kontakte weiterhin Skype nutzen werden. Die meisten Menschen die ich kenne, sind technisch eher unbedarft, und zwar so sehr, dass schon das einfache Installieren eines Programms unter Windows ihre Kenntnisse überfordert. Das gleiche Problem wie seit 15 Jahren mit PGP. Die Software ist vorhanden, jeder könnte sie nutzen, doch kaum jemand tut es, daher bleibt sie nutzlos. Ich habe seit 1999 vielleicht zehn GPG-verschlüsselte Mails verschickt, und meistens musste ich den Text anschließend noch einmal unverschlüsselt hinterhersenden, weil der Empfänger letztendlich doch nicht damit klar kam. Ähnlich mit SIP. Ich habe seit gefühlt mindestens 10 Jahren einen Ekiga-Account. Genutzt um mit einem anderen Menschen zu sprechen habe ich ihn noch nie.

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    Von Jitsi am Mi, 3. April 2013 um 13:52 #

    Ich benutze jitsi jetzt mittlerweile > 3 Jahre. Mittlerweile hat das fast alles andere (linphone, Ekiga etc.) ablösen können. Nur für Webkonferenzen benutze ich gern Openmeetings - weil da die Gegenseite nichts installieren muß - aber Flash braucht.

    Jitsi läuft mittlerweile auch auf schwachbrüstigeren Maschinen und bald auch auf Android. Funktionsumfang ist Chat (mehrere Protokolle), Video/Audio - auch 3wege, Dateiübertragung - also alles was auch Skype kann. - aber und das ist der feine Unterschied: verschlüsselt. Audio/Video mit ZRTP, Chat mit OTR.

    Das Programm, was es seit etwa 3 Wochen in Version 2.0 gibt, ist zur Zeit ein Geheimtipp und verdient ganz bestimmt mehr Verbreitung.

    @pro-linux- wie wäre es mal mit einbem Special? Vielleicht aus gegebenen Anlaß

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Von quarkfrosch am Mi, 3. April 2013 um 12:28 #

Gibt es eine freie Lösung, die eine Echokontrolle über zwei Audio-Devices hinweg implementiert (z.B. Mikrofon von Usb-Kamera und Wiedergabe über Onboard-Sound-Chip)?

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    Von ChristophLSA am Mi, 3. April 2013 um 14:23 #

    Kannst du bitte mal genauer spezifizieren, was du mit Echokontrolle meinst? Verstehe dein Problem nicht.

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      Von quarkfrosch am So, 7. April 2013 um 20:06 #

      Ich meine eine Technik zur Unterdrückung der Rückübertragung des Empfangssignal an den Gesprächspartner durch akustische Rückkopplung (Lautsprecher -> Mikrofon).

      http://en.wikipedia.org/wiki/Echo_cancellation

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Von chris109 am Mi, 3. April 2013 um 13:39 #

Ich befasse mich jetzt schon sehr lange mit den verschiedenen Technologien und muss leider sagen, dass Skype nicht zu ersetzen ist.

XMPP/Jabber ist toll, wenn man nur Textnachrichten versenden möchte und mit Google Talk und Empathy oder Pidgin geht auch Voice and Video. - Dann hörts aber fast schon auf.

Die Anforderungen sind:
- Chat
- Voice and Video
- Dateien versenden
- Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern
- Breite Plattformunterstützung (Linux, Windows, MacOS X, Android, iOS, Bada, Windows Phone, Symbian)
- Hohe Zuverlässigkeit
- Kostenlos

Leider scheitern fast alle Lösungen schon bei den ersten 3 Punkten spätestens dann, wenn es auf allen Plattformen funktionieren soll.

Meine Lieblinge sind gerade: Google Talk, Skype und ChatOn

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    Von pianok am Mi, 3. April 2013 um 14:02 #

    https://jitsi.org/

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    Von johannes am Mi, 3. April 2013 um 14:33 #

    Leider geht es mir genauso, es kommt aber noch ein wichtiger Punkt hinzu, in Gegenden mit schlechter Internetverbindung kann man eher über Skype Video-chatten als über Pidgin telefonieren... und dann auch evtl. hinter einem Router...

    Leider gibt es momentan auch für mich keine Alternative zu Skype auch wenn ich wirklich gerne weg würde...

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      Von beccon am Mi, 3. April 2013 um 20:39 #

      Naja - Pidgin hat bei mir noch nie richtig VoIP Erfolg, was aber nichts heißen muß. Auch Empathy hat mich nicht so richtig überzeugt - im LAN schon, aber deren NICE Implementierung hatte immer irgend eine Macke - oder mein Router, oder beides.

      Mit Jitsi bin ich fündig geworden. Dort kann man auch im Unterschied zu Empathy und Pidgin die Codecs einstellen. Ein schmalbandiger Codec (Speex 8000, ilBC) sollte auch ein Gespräch mit einer langen DSL Leitung oder gar ISDN ermöglichen.

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    Von krake am Mi, 3. April 2013 um 14:51 #

    XMPP/Jabber ist toll, wenn man nur Textnachrichten versenden möchte

    Ich denke, da das gezielt an die MSN Benutzer gerichtet ist, dass es hier exakt um diesen Anwendungsfall geht.

    Und da ist XMPP auch sehr weit verbreitet, ich kenne praktisch niemanden, der nicht via Google, Facebook oder GMX etc einen entsprechenden Account hat.

    Aus meiner Sicht ist der wesentliche Vorteil von Jabber die Tatsache, dass die Anbieter wie bei E-Mail frei wählbar sind.

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Von rabuzarus am Mi, 3. April 2013 um 16:55 #

Apropos Sichherheit. Es wäre schön, wenn sich die FSFE endlich mal für die Unterstützung/Integration von OTR in telepathy stark machen würde. Solange bleib ich doch lieber bei Kopete für Chat (XMMP) und telefoniere weiterhin notgedrungen über Skype :-/

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Von darcs am Mi, 3. April 2013 um 23:59 #

> Die Fähigkeit, frei zu kommunizieren, sei lebenswichtig

Soso liebe FSFE, das ist ja eine sehr wagemutige Behauptung wenn man deinen Begriff von 'frei' zugrunde legt. Das hieße ja eigentlich, wir wären alle tot.

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    Von Sinnfreies_Geblubber am Do, 4. April 2013 um 03:12 #

    Troll bitte woanders, ja?!

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    Von blablabla am Do, 4. April 2013 um 11:59 #

    Naja den rebellischen chinesen mit nackenschuss kannst ja nicht mehr fragen oder? Und ja frei und vorallem geheim zu kommunizieren IST Lebenswichtig, Deutschland hatte das Problem ja mindestens zweimal...einmal Hitler, dann DDR.

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      Von darcs am Do, 4. April 2013 um 20:06 #

      Weder "Hitler" noch die DDR konnten solange bestehen wegen fehlender Kommunikation. Was für ein hanebüchener Unsinn. Mit geheimer und freier Kommunikation hätten sich dann die abermillionen von aufrechten deutschen Antifaschisten im NS untereinander organisieren sollen oder was? Pech das es sie nicht gab, Kommunikation hin oder her.

      Außerdem setzt du freie und geheime Kommunikation gleich, als ob das irgendwas miteinander zu tun hätte. Konventionelle Telefonzellen waren nicht voller 'freier' (im Sinne der FSFE) Soft- und Hardware sondern wurden vom Staat hingestellt. Sie eigneten sich trotzdem wunderbar zur geheimen und anonymen Kommunikation.

      Ebenso muss geheim nicht gleich frei sein. Wenn ich heute geheim und frei kommunizieren möchte, dann baue ich mir irgendein Protokoll, welches durch seine Unfreiheit (weil es eben nur mir und meinen engsten Vertrauten bekannt ist) gerade die Deep-Paket-Inspection unterlaufen kann. Es bringt mir nämlich nichts, wenn ich vollverschlüsselt über freies XMPP kommunziere und die überwachende Entität das sehen kann. Im Zweifelsfall kommt es nicht darauf an, was ich kommuniziert habe sondern, dass ich es getan habe und mit wem zu welcher Zeit.

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Von nano am Do, 4. April 2013 um 11:31 #

Aber so ists leider nicht.

Klar wärs toll wenn wir offene Protokolle benutzen würden. Und auch ist XMPP weit verbreitet, aber das nur weil es Gtalk, Appletalk, Facebookchat etc gibt. Aber diese Lösungen sind abgeschottet. Was bringts mir schon wenn der Facebookchat XMPP verwendet, aber man in Facebook eingesperrt ist?

Ich kenne auch niemanden der es schaffen würde sich einen eigenen XMPP Server aufzusetzen. Und selbst wenn wir das tun würden, was bringen uns dann etliche XMPP Server? Nichts... Man würde sich erst mit irgendeinem unbekannten Server verbinden wo möglicherweise alles abgehört wird. Man kennt die Menschen ja nicht...

Bei Skype ist das einfach. Die Leute geben Ihre Accountdaten an und verwenden es.

Bei XMPP ist das schwer. Man muss sich ein passendes Programm suchen, man muss sich passende Server suchen oder selbst einen machen, man muss es kompliziert einrichten und am Ende hat man einen Messenger wo sonst keiner drin ist, weil kaum einer offenes XMPP verwendet.

XMPP leidet genau unter den gleichen Dingen wie es Linux schon tut. An der Freiheit. Durch die Freiheit alles damit machen zu können ist alles viel zu lose und zu undurchsichtig für den normalen 0815 User.

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Von ichk am Do, 4. April 2013 um 16:03 #

Warum reden hier so Viele davon, dass viele Leute einen einen xmpp-Account besäßen und erwähnen teils sogar zuerst den Facebookchat. Facebook schottet sein Netz für xmpp nach außen ab. Ich kann also meinen Server nicht mehr frei wählen sondern muss um einen Facebookchat-kontakt zu erreichen ebenfalls den einen Facebookaccount nutzen (falls jemand etwas anderes weiß bitte antworten). Google Talk, GMX und diverse andere können auch über Providergrenzen hinweg miteinander kommunizieren.
XMPP ist bei Facebook nicht zuverlässig häufig werden Nachrichten nicht an den XMPP-Clienten weitergeleitet. Der Facebookchat eignet sich gut um einfachen Anwender XMPP zu vergällen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 04. Apr 2013 um 16:05.
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Von ziergras am Di, 11. Juni 2013 um 06:05 #

Hallo,

alles gut und schön wenn Microsoft mithört, aber Euer Bericht ist nicht gerade informativ. Ich will mal sagen geradezu zurückhaltend. Da stellt sich mir die Frage, warum sind Sie so zurückhaltend, wenn es doch um freie Kommunikation geht, die angeblich so lebenswichtig ist?

Sie schreiben zwar das man sich vor solchen Angriffen schützen kann, aber wie genau das funktioniert wird hier nicht erklärt. z.B. eine Schritt für Schritt Anleitung um den Skype-Dienst nutzen zu können ohne das ich belauscht werde.

Wie nutze ich die offenen Standards basierende Kommunikationsmethode XMPP?
Wenn ich diese Kommunikationsmethode nutze, was ist mit meinem Chatpartner, muss dieser auch die gleiche Kommunikationsmethode nutzen?
Welche Einstellung muss ich im Skype vornehmen?
Hat das Nachteile auf die Video-Qualität?
Gibt es config-Dateien die ich evtl. bearbeiten muss?
Was ist mit Mac und Ipad, kann ich da überhaupt Einstellung vornehmen? ...oder gibt es andere Programme für das jeweilige Betriebssystem? Kann ich mit diesen evtl. vorhanden Programmen auch Videonachrichten übertragen?

Um andere Menschen von Euer freien Kommunikation zu begeistern fehlt es meiner Meinung nach noch viel mehr an Aufklärung. Da ist es mit einem drei-Zeilen-Text wohl eher nicht getan.

Aber trösten Sie sich, denn auch der Verlag Heise hat nicht viel mehr zu bieten.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorsicht-beim-Skypen-Microsoft-liest-mit-1857620.html

Wie genau kann ich feststellen, das mich jemand belauscht wird hier ebenfalls nicht erklärt. Die Information, wie und wo ich die Logfiles von den Heise schreibt zu finden sind, fehlt.
Und die Information, wie man sich davor schützen kann, fehlt bei Heise ebenfalls. Ich frage mich auch hier, WARUM?

mfg

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