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Mi, 3. April 2013, 12:42

Software::Kommunikation

Alles Gute - 15 Jahre Mozilla

Vor 15 Jahren gab Netscape den Quellcode des Netscape Communicator frei und legte damit den Grundstein für eine revolutionäre Entwicklung zu einem »besseren Web«.

developer.mozilla.org

Der 31. März 1998, bei Mozilla intern als 3/31 bezeichnet, markiert den Anfang der Arbeit an Mozilla und den daraus entstandenen Anwendungen. Mozilla selbst existierte als Organisation schon ein paar Tage länger. Die Gründung erfolgte einen Monat nach der Ankündigung von Netscape am 22. Januar 1998, den Quellcode des damals noch in Entwicklung befindlichen Communicator 5.0 freizugeben.

Netscape war zu diesem Zeitpunkt auf dem absteigenden Ast. Microsoft lieferte den Internet Explorer kostenlos und tief in Windows integriert mit, so dass der Einsatz eines alternativen, nicht kostenlosen Browsers immer weniger Interessenten fand.

Das Mozilla-Projekt kam anfangs nur langsam voran. Der von Netscape übernommene Code wurde so gründlich überarbeitet, dass vom Originalcode kaum noch etwas übrig blieb. Daher dauerte es bis Juni 2002, bis Mozilla 1.0 endlich erschien. Der Rest ist Geschichte: Mozilla selbst wurde nach Version 1.7 eingestellt, aber durch das Seamonkey-Projekt fortgeführt. Mehrere Browser entstanden auf der Basis der Rendering-Engine »Gecko«. Am erfolgreichsten wurde letztlich Firefox.

Als Mozilla startete, gab es bereits wegweisende Open-Source-Projekte, darunter GNU, Linux und BSD, Apache, frühe Versionen von Gnome und KDE und vieles mehr. Neu war bei Mozilla die Lizenz, die Mozilla Public License (MPL), die weitreichende Rechte auch bei der Vermischung mit proprietärem Code einräumt. Da sie nicht kompatibel zur GPL ist, steht der größte Teil des Mozilla-Codes unter der Dreifachlizenz MPL, GPL und LGPL. Als »Maskottchen« diente der orangerote Tyrannosaurus Rex, auch als Eidechse bezeichnet.

Mozilla konnte das Monopol von Microsoft brechen und das Web für hunderte von Millionen von Benutzern zu einem besseren Platz machen, so Mitchell Baker, Präsidentin von Mozilla, zum 15. Jubiläum. Es folgte mehr als eine Dekade der Kreativität und Innovation. Benutzer finden nun ein offenes Web vor, das sie so nutzen können, wie sie selbst wollen. Darüber hinaus hat Mozilla zahlreiche technologische Fortschritte erzielt und offene Standards maßgeblich mit definiert.

Die nächsten 15 Jahre werden ähnlich große Gelegenheiten und Bedrohungen bringen wie die ersten 15, meint Baker. Das Internet wird immer mehr zu einem zentralen Teil unseres Lebens, da Daten immer wichtiger und Geräte immer leistungsfähiger werden. Mozilla will eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, die Kontrolle bei den Benutzern zu belassen und das Web offen zu halten. Mit Firefox OS dehnt Mozilla diese Bemühungen auf komplette Mobilgeräte aus. Auch das Webmaker-Program, das Werkzeuge zur Webentwicklung bereitstellt, spielt eine wichtige Rolle. Außerdem will Mozilla sich verstärkt auf lokale Gemeinschaften konzentrieren, die wachsen und sich organisieren sollen. Kurz: Die Welt braucht Mozilla.

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