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Do, 4. April 2013, 09:59

Software::Desktop

Blink: Google entwickelt neue Browser-Engine für Chromium

Google hat angekündigt, für seinen Webbrowser Chrome die Webkit-Engine zu modifizieren und auf eigene Faust unter dem Namen Blink weiterzuentwickeln.

Mit Webkit-Engine: Google Chrome

Mirko Lindner

Mit Webkit-Engine: Google Chrome

Der Webbrowser Chromium und der darauf aufbauende Chrome von Google sind zweifelsohne erfolgreiche Projekte, die mit Firefox um die Gunst der Benutzer konkurrieren. Chromium verwendete bisher die Rendering-Engine Webkit, die auch in einigen anderen Browsern zum Einsatz kommt. Webkit entstand, als Apple das freie KHTML-Projekt forkte und als Basis für den eigenen Browser Safari verwendete. Webkit kommt heute in Konqueror, Rekonq, Epipany und anderen freien Browsern zum Einsatz. Darüber hinaus hat Opera angekündigt, in Zukunft ebenfalls auf Webkit anstelle der eigenen Entwicklung zu setzen.

Einerseits wird Webkit sehr aktiv entwickelt und hält mit den Neuerungen des Webs Schritt. Andererseits haben die Chromium-Entwickler jetzt festgestellt, dass die Prozess-Architektur von Chromium sich mittlerweile so stark von anderen Browsern unterscheidet, dass es immer schwieriger wird, Webkit in Chromium zu nutzen. Dies bremse die Entwicklung sowohl von Chromium als auch von Webkit. Aus diesem Grund hat Google jetzt einen Fork von Webkit unter dem Namen »Blink« gestartet. Die Entwickler machten sich diese Entscheidung nach eigenen Aussagen nicht leicht, da dies »signifikante Implikationen« für das Web haben könne. Andererseits könne es die Innovation fördern und das offene Web-Ökosystem stärken.

Blink soll zunächst einmal keine Auswirkungen auf Web-Entwickler haben. Erstes Ziel der Entwickler ist es, die interne Architektur zu verbessern. Durch die Spezialisierung auf Chromium können sieben unterschiedliche Bausysteme entfallen und weitere Vereinfachungen vorgenommen werden. Voraussichtlich können über 7000 Dateien aus dem Quellcode gelöscht werden, womit 4,5 Mio. Codezeilen weniger zu pflegen sind. Dies sollte auch die Stabilität und Korrektheit des Codes verbessern.

Die Google-Entwickler versprechen, eng mit anderen Browser-Herstellern zusammenzuarbeiten, um das Web weiterzuentwickeln und die Kompatibilität zu erhalten. Strikte selbstgesetzte Richtlinien für neue Funktionen sollen dafür sorgen, dass Standards, Interoperabilität, Konformitätstests und Transparenz ein hoher Stellenwert eingeräumt wird.

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Kommentare (Insgesamt: 6 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Schade (Seufz, Do, 4. April 2013)
Re: Schade (foodoo, Do, 4. April 2013)
Re: Schade (O mit Ohren, Do, 4. April 2013)
Was das konkret heißt: (TrollderWoche, Do, 4. April 2013)
Schade (R2D2, Do, 4. April 2013)
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