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Fr, 5. April 2013, 10:19

Software::Virtualisierung

OpenStack »Grizzly« veröffentlicht

Die OpenStack-Gemeinschaft hat mit »Grizzly« eine neue Version der freien Verwaltungssoftware für private und hybride Clouds veröffentlicht. An Grizzly beteiligten sich über 517 Entwickler, etliche davon in Firmen angestellt, die OpenStack auch einsetzen. Viele der mehr als 200 Neuerungen sind Nutzerwünsche, die auf dem OpenStack Summit im Oktober des letzen Jahres geäußert wurden.

OpenStack

Die Entwickler steuerten 7.620 Patches zu OpenStack Grizzly bei. OpenStack Compute (»Nova«) erlaubt es jetzt, Cluster mittels »Zellen« einfacher zu verwalten. Die NoDB-Host-Architektur verringert die Abhängigkeit von einer zentralen Datenbank und die Virtualisierungsverwaltung für verschiedene Hypervisoren, etwa KVM, Xen, ESX und Hyper-V wurde verbessert. Hier gibt es zahlreiche neue Funktionalitäten, mit denen beispielsweise Server bereitgestellt (Bare Metal Provisioning) und Netzwerkgeräte hinzugefügt oder entfernt werden können.

Die Komponente Object Storage (»Swift«) erlaubt nun Quotas, um das Wachstum der Swift-Umgebungen automatisch zu kontrollieren. Bulk-Operationen unterstützen Administratoren dabei, große Cluster in Betrieb zu nehmen und zu verwalten. Cross-origin resource sharing (CORS) ermöglicht es Anwendern, sich über den Webbrowser direkt mit einer Speicherumgebung zu verbinden.

Mit dem in der letzten Version hinzugekommenen Block Storage-Modul (»Cinder«) lassen sich nun auch heterogene Speicherumgebungen zentral verwalten. Endanwender können Speicher abhängig von der Auslastung allokieren und entscheiden, ob ihnen Performanz, Effizienz oder Kosteneffizienz am wichtigsten sind. Die Entwickler erweiterten Cinder um Treiber für verschiedene Speicher-Backends, unter anderem Ceph/RBD, Coraid, EMC, Hewlett-Packard, Huawei, IBM, NetApp, Red Hat/Gluster, SolidFire und Zadara.

OpenStack Networking (»Quantum«) kommt mit einer verbesserten Netzwerkautomatisierung. Neben den bisher unterstützten Netzwerktechnologien (Open vSwitch, Cisco UCS/Nexus, Linux Bridge, Nicira, Ryu OpenFlow und NEC OpenFlow) werden in Grizzly auch Big Switch, Hyper-V, PlumGrid, Brocade und Midonet unterstützt. Hier gibt es zudem ein neues Load-balancing-as-a-service (LBaaS)-Framework und eine neue API.

OpenStack Identity (»Keystone«) nutzt ein neues Token-Format, das auf standardisierten PKI-Funktionalitäten (Public Key Infrastructure) basiert. Die Verwaltung mandantenfähiger Umgebungen ist nun besser organisiert und unterstützt Gruppen, Identitätswechsel und rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC).

Im OpenStack Image Service (»Glance«) verbesserten die Entwickler die gemeinsame Nutzung von Abbildern durch Endanwender. Abbilder lassen sich mit grundlegenden Eigenschaften versehen, mit deren Hilfe sie leichter auffindbar sind. Das Dashboard (»Horizon«) wurde benutzerfreundlicher und in zusätzliche Sprachen übersetzt. Es bietet Zugriff auf neue Funktionalitäten wie Netzwerk und LBaaS und ist abwärtskompatibel zur Folsom-Version, so dass Anwender selbst hinzugefügte Funktionen übernehmen können, wenn sie ihre OpenStack-Installation aktualisieren.

OpenStack wird in Python implementiert und steht unter der Apache2-Lizenz. Die OpenStack-Gemeinschaft hat bereits für viele Distributionen Pakete und Installationsanleitungen geschnürt, die von der Projektseite heruntergeladen werden können. Der nächste OpenStack Summit findet vom 15. bis 18. April in Portland statt.

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