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Mi, 10. April 2013, 16:59

Software::Entwicklung

LiveCode Community Edition als Open Source verfügbar

Nach dem Abschluss seiner Kickstarter-Kampagne hat RunRev, Entwickler der HyperCard-ähnlichen Entwicklungsumgebung LiveCode, die Anwendung unter die GPL gestellt.

LiveCode 6.0 Community Edition

Mirko Lindner

LiveCode 6.0 Community Edition

LiveCode bietet eine grafische IDE, die eine anfängerfreundliche Erstellung von Anwendungen, Spielen und Systemen erlauben soll. Die Anwendung integriert dazu eine Drag&Drop-Oberfläche und verknüpft die so erstellten Elemente mittels einer an eine menschliche Syntax angelehnten Sprache. Die Konzepte dazu greifen das 1987 von Apple veröffentlichte HyperCard und die Skriptsprache HyperTalk auf, die unter anderem bei der Erstellung des Spieleklassikers Myst bereits verwendet wurden. So erstellte Anwendungen lassen sich unter verschiedenen Betriebssystemen, darunter Linux, Windows, aber auch iOS und Android ausführen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Anfang des Jahres durchgeführten Kickstarter-Kampagne, die fast 500.000 Pfund erbrachte, hat das Unternehmen nun die Version 6.0 der IDE veröffentlicht. Zeitgleich kündigte RunRev auch die Verfügbarkeit der Community Edition unter den Bedingungen der GNU General Public License Version 3 (GNU GPLv3) an. Entsprechende Dateien finden sich ab sofort auf den Servern von GitHub. Zusätzlich bietet das Unternehmen die Anwendung auch als bereits kompilierte Pakete für verschiedene Betriebssysteme zum Bezug an. Die bei der Registrierung angelegten Daten werden beim Start von Livecode abgefragt. Ohne einen gültigen Account lässt sich die Version nicht starten.

Alle mit der Community Edition des Systems generierten Anwendungen und Apps müssen ebenfalls der GPL unterliegen und im Quellcode zugänglich gemacht werden. Anwender, die ihre Entwicklungen lieber geschlossen entwickeln wollen, können eine für einen Zeitraum von 12 Monaten gültige Lizenz zum Preis von 500 US-Dollar erwerben. Diese ermöglicht es, Programme zu erstellen und hat keinen Einfluss auf die Lauffähigkeit der generierten Anwendungen. Läuft die Lizenz ab, lässt sich mit der kommerziellen Version kein neuer Code generieren.

Die Freigabe der Quellen markiert zugleich auch den Start einer weitgehenden Modernisierung der Anwendung. Wie RunRev vor einiger Zeit bekannt gab, will das Unternehmen in der zweiten Phase, die bis etwa Herbst andauern soll, den Quelltext massiv überarbeiten und modularisieren. Grund hierfür stellt unter anderem der Wunsch dar, die Gemeinschaft mehr in die Entwicklung des Werkzeugs einzubinden.

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