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Do, 11. April 2013, 12:03

Gesellschaft::Wirtschaft

EU-Kommission begrüßt die Verabschiedung der EU-Vorschriften für offene Daten

Die »Richtlinie über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors« von 2003, die 2011 nochmals etwas weiter gefasst wurde, ist von den Mitgliedsländern verabschiedet worden.

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Das bedeutet, sobald die Richtlinie vollständig in einzelstaatliches Recht umgesetzt ist, werden alle allgemein zugänglichen Daten des öffentlichen Sektors, sofern sie nicht personenbezogen sind, zur Weiterverwendung freigegeben. Entwickler, Unternehmer, Verwaltungen, Journalisten und Bürger werden Daten des öffentlichen Sektors meist umsonst oder zu sehr niedrigen Kosten erhalten und weiterverwenden können. Hierin sollen neben den Daten von Verwaltungen und Regierungsstellen beispielsweise auch Materialien nationaler Museen, Bibliotheken und Archive aufgenommen werden. Davon erhofft sich die Europäische Kommission einen Wirtschaftsschub von 40 Milliarden Euro pro Jahr.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte dazu im Dezember 2011: »Wir senden heute ein deutliches Signal an alle öffentlichen Verwaltungen. Ihre Daten sind viel mehr wert, wenn Sie sie weggeben. Geben Sie Ihre Daten jetzt frei. Nutzen Sie diesen Rahmen, um zu den intelligenten Vorreitern aufzuschließen, die bereits von den Vorteilen offener Daten profitieren. Für diese Informationen haben die Steuerzahler ohnehin schon bezahlt. Nun sollten wir sie wenigstens all jenen zurückgeben, die sie auf neue Art verwenden wollen, um den Menschen zu helfen und um Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen.« Deshalb begrüßte jetzt Frau Kroes die Verabschiedung der neuen Vorschriften mit den Worten: »Die Zugänglichkeit öffentlicher Daten bietet auch neue Geschäftsmöglichkeiten, schafft Arbeitsplätze und führt zur Herausbildung von Gemeinschaften. Ich begrüße die Zustimmung des Rates zu diesem Kulturwandel.«

Die vorgeschlagenen neuen Vorschriften müssen noch vom Europäischen Parlament förmlich angenommen werden. Die EU-Kommission erhofft sich von der Verabschiedung, dass daraus jetzt daraus ein konkreter Rechtsanspruch auf die Weiterverwendung öffentlicher Daten geschaffen werden kann und die Förderung der Verfügbarkeit von Daten in offenen und maschinenlesbaren Formaten vorangebracht werden kann.

Vorreiter bei Open-Data in Europa sind Großbritannien und Frankreich, weltweit als führend gilt das data.gov-Modell der USA. Einen Opendata-Benchmark hat letztes Jahr das französische Startup qunb erstellt, das sich der Visualisierung von Daten annimmt.

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Kommentare (Insgesamt: 9 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: An der Wirklichkeit vorbei. (LiMux, Do, 11. April 2013)
Re: An der Wirklichkeit vorbei. (ramses, Do, 11. April 2013)
Re[4]: Vermessungsdaten (Nervkuh, Do, 11. April 2013)
Re[3]: Vermessungsdaten (GLassnig, Do, 11. April 2013)
Re[2]: Vermessungsdaten (Nervkuh, Do, 11. April 2013)
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