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Mi, 17. April 2013, 12:52

Gesellschaft::Politik/Recht

Foxconn schließt Patentabkommen mit Microsoft

Microsoft hat ein weiteres Patentabkommen abschließen können: Nach diversen Herstellern bittet das Unternehmen nun auch den weltgrößten Auftragsfertiger Foxconn zur Kasse und fordert Lizenzgebühren wegen der Nutzung von Android ein.

Microsoft-Schriftzug in Redmond

Derrick Coetzee

Microsoft-Schriftzug in Redmond

Wie das US-amerikanische Unternehmen Microsoft und der taiwanesische Hersteller Foxconn bekannt gaben, zahlt der Hersteller künftig Patentlizenzen für jedes Android-Gerät. Foxconn ist einer der größten Hersteller von Elektronik- und Computerteilen weltweit. Als Auftragshersteller produziert das Unternehmen unter anderem für zahlreiche Unternehmen, darunter auch Microsoft. Dementsprechend war es offenbar Microsoft wichtig, sich außergerichtlich mit dem Produzenten zu einigen und ein Patentabkommen zu schließen.

Android, in den USA bereits Marktführer unter den Smartphone-Betriebssystemen, ist zwar kostenlos. Doch Microsoft behauptete bereits recht früh, dass Hersteller, die Android einsetzen, für mehrere in den USA angemeldete Patente Lizenzen zu zahlen hätten. Schon 2010 hatte deshalb HTC aus diesem Grund ein Abkommen mit Microsoft geschlossen; mehrere andere Firmen folgten und schlossen ebenfalls Abkommen oder wurden verklagt. Wie es in solchen Lizenzverhandlungen zugeht, beschrieb beispielsweise der US-Buchhändler Barnes & Noble ausführlich.

Wie auch in der Vergangenheit üblich, hüllen sich beide Hersteller über die Modalitäten des Patentabkommens in Schweigen. Details oder Informationen zu den beanstandeten Patenten gaben die beteiligten Unternehmen nicht bekannt. Sie ließen lediglich verkünden, dass Microsoft Lizenzgebühren von Foxconn erhalte. Darüber hinaus sei bekannt, dass die Abmachung direkt produzierte Android-Geräte wie beispielsweise Smartphones, Tablets und Fernseher betreffe. Um welche Patente oder Technologien es sich allerdings konkret handelt, gab Microsoft nicht bekannt.

Die Einnahmen aus dem Android-Bereich dürften auch zweieinhalb Jahre nach der Einführung einer eigenen mobilen Plattform für Microsoft gelegen kommen. Das eigene Betriebssystem erreicht weiterhin lediglich niedrige einstellige Marktanteile, wohingegen die Anzahl der Patentabkommen steigt. Mittlerweile spricht Microsoft von über 1100 Verträgen, die Unternehmen im Rahmen des 2003 eingeführten IP-Programms geschlossen hätten. Auch Unternehmen wie Samsung, LG und HTC überweisen den Redmondern Lizenzgebühren.

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