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Mi, 17. April 2013, 13:48

Pro-Linux

Erstes SailfishOS-Smartphone per Crowdfunding ab Mai vorbestellbar

Nachdem das junge finnische Unternehmen Jolla auf dem Mobile World Congress im Februar sein SailfishOS SDK vorgestellt hatte, soll nun ein erstes Gerät mit dem MeeGo-Nachfolger ab Mai per Vorkasse bestellbar sein.

Sailfish OS

Jolla

Sailfish OS

Der dritte Platz im mobilen Olymp hinter Android und iOS ist immer noch frei. Microsoft mit seinem Windows Phone, das bereits seit fünf Jahren am Markt ist, ist kein vielversprechender Kandidat. Neben Jolla mit SailfishOS betritt im Juni mit Firefox OS ein weiterer Kandidat die Arena.

Setzt Firefox OS zum Erreichen von Marktanteilen auf Billiggeräte, die in Zusammenarbeit mit renommierten Herstellern und Providern in Schwellenländern und aufstrebenden Märkten platziert werden sollen, glaubt man bei Jolla eher an das mittlere Marktsegment und skandinavisches Design.

Das von früheren Entwicklern aus Nokias MeeGo-Team gegründete Unternehmen Jolla versucht nun, nach dem Crowdfunding-Prinzip sein erstes eigenes Smartphone zu finanzieren. Ein Prototyp des Geräts soll Anfang Mai vorgestellt werden. Ab Mitte Mai sollen Interessierte das Gerät per Vorkasse bestellen können und so die Fertigung finanzieren. Belohnt werden die »Early Adopters«, indem sie über Teile des Designs, insbesondere Bedienelemente der Benutzeroberfläche, mitentscheiden können. Bei der Entwicklung von SailfishOS wurde besonderer Wert auf Gestensteuerung und Multitasking-Fähigkeit gelegt. Das Design soll insgesamt »modern skandinavisch« ausfallen, wie Jolla-Vorstand Antii Saarnio jetzt der finnischen Nachrichten-Webseite Digitoday mitteilte. Weiterhin sagt er dort, man wolle »Jolla zu einer Bewegung machen«.

Wann die vorbestellten Geräte verfügbar sein werden, sagte Saarnio nicht, jedoch soll vor Beginn der Kampagne ein Zeitplan vorliegen. Das Smartphone soll auf jeden Fall noch in diesem Jahr erscheinen, wobei der Anfang in Finnland gemacht wird, wo es bereits eine große Fangemeinde geben soll sowie einen Vertrag mit einem lokalen Mobilfunk-Anbieter. Danach sollen weitere Länder in Europa folgen.

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