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Mo, 22. April 2013, 12:18

Hardware

Ouya überzeugt nicht bei Performance-Tests

Darf man den neuesten Benchmarks der per Kickstarter realisierten Spielkonsole Quya Glauben schenken, so kann das Gerät im direkten Vergleich zu anderen Android-Geräten nicht überzeugen. Andererseits bewegt sich die Spielkonsole im Rahmen des für die Hardware Möglichen.

Die Android-Spielkonsole Ouya

ouya.tv

Die Android-Spielkonsole Ouya

Wie die Produzenten der Android-Spielkonsole Quya bereits bei der Ankündigung ihrer Kickstarter-Kampage bekannt gaben, sollte das Gerät beweisen, dass traditionelle Spielkonsolen noch nicht tot sind. Die Initiatoren des Projektes sind mit Konsolen groß geworden, die man an den großen Fernsehbildschirm anschloss. Mit den heutigen HD-Fernsehern und Audio-Surround-Systemen sind Spiele nach ihrer Ansicht noch viel effektiver. Allerdings haben Konsolen ein Problem, da die meisten Entwickler zu Mobilgeräten abwandern, um Spiele für diese verbreiteten Plattformen zu entwickeln.

Anfang März war es so weit und die Auslieferung der Geräte begann. Ouya basiert auf dem Nvidia Tegra 3-Chipsatz und weist 1 GB RAM auf. Das Gerät verfügt über eine 802.11n-, 802.11g-, 802.11b-Wi-Fi-Unterstützung, 8 GB internen Speicher, Bluetooth und eine Auflösung von 1080p. Die Anbindung der Kontroller erfolgt kabellos. Die Verwendung von Android führt dazu, dass ein kostenloses Entwicklerkit bereitsteht. Es soll einfach und ohne Verlust der Gewährleistung möglich sein, sich Root-Rechte auf der Konsole zu verschaffen. Durch die für Android verfügbaren Apps ergeben sich zudem auch weitergehende Möglichkeiten jenseits des Einsatzes als Spielkonsole.

Designstudie der Spielkonsole Ouya

Ouya

Designstudie der Spielkonsole Ouya

Doch gerade als Spielkonsole kann Ouya nicht wirklich punkten. Wie den neuesten Benchmarks auf der Seite von Futuremark entnommen werden kann, scheint gerade die Grafik-Geschwindigkeit die Anwender nicht zu überzeugen. Gerade einmal 14 Bilder/Sekunde erreicht der Standardtest, den das Unternehmen für Mobile-Geräte entworfen hat. Zum Vergleich: Das beste Gerät im Feld, das Multimediatelefon Xiaomi MI-2s, erreicht bei demselben Test fast 49 Bilder in der Sekunde. Kaum verwunderlich, dass viele Anwender von der Geschwindigkeit enttäuscht sind.

Betrachtet man allerdings die Resultate genauer, so darf bezweifelt werden, ob Ouya wirklich so massiv enttäuscht, wie beispielsweise Phoronix schreibt. Im direkten Vergleich mit Geräten, die die gleiche CPU nutzen, bewegt sich die Spielkonsole im oberen Feld, sowohl was die Geschwindigkeit der CPU als auch der GPU betrifft. So kommt beispielsweise der ebenfalls auf Tegra3 aufbauende Pad Asus Transformer Pad Infinity 700 auf 15 Bilder/Sekunde im Standardtest.

Ouya liegt, betrachtet man die Resultate, innerhalb der Spezifikation und bietet das, was die Hersteller versprochen haben. Hier etwas anderes zu erwarten, wäre übertrieben. Denn auch eine offene Architektur kann sich nicht über die Möglichkeiten eines Chipsatzes hinwegbewegen. Ob es allerdings für eine Spielkonsole reicht, ist eine andere Sache und muss sich erst noch zeigen.

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