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Do, 25. April 2013, 16:06

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu 13.04 freigegeben

Die Ubuntu-Gemeinschaft hat die Linux-Distribution Ubuntu 13.04 »Raring Ringtail« wie geplant mit zahlreichen Neuerungen veröffentlicht.

Firefox in Ubuntu 13.04

Canonical

Firefox in Ubuntu 13.04

Die neue Version von Ubuntu entstand in einem veränderten Veröffentlichungsprozess, der weniger Testversionen und stattdessen ein stärkeres Augenmerk auf die Qualität der täglichen Images brachte. Dies soll sich auf die Qualität spürbar ausgewirkt haben.

Ubuntu soll in dieser Version einen deutlichen schnelleren Unity-Desktop (Version 7) aufweisen. Auch auf Mobilsystemen, die das Ziel der kommenden Mobilversionen von Ubuntu sind, soll die Bedienung flüssig und schnell sein. Auch optisch wurde Unity weiter verbessert. Der Display-Server Mir, der von Canonical als Alternative zu Wayland und Weston entwickelt wurde, steht zum Testen als Option zur Verfügung. Ferner gibt es als Vorschau ein SDK, um native Anwendungen für Ubuntu-Geräte zu entwickeln.

Unter den vielen aktualisierten Anwendungen findet man unter anderem LibreOffice 4.0. Der Dienst Gwibber für soziale Vernetzung wurde durch die Eigenentwicklung »Friends« ersetzt. Der Software-Updater erhielt eine vereinfachte Detailansicht.

Ubuntu enthält in dieser Version einen Kernel auf Basis von Linux 3.8.8, Upstart 1.8 und Python 3.3. Das Ziel, alles auf der Desktop-CD auf Python 3 umzustellen, konnte nicht vollständig erreicht werden. Somit ist Python 2 weiter enthalten, und die ältere Version soll auf absehbare Zeit zumindest in den Archiven der Distribution verfügbar sein.

Fotostrecke: 12 Bilder

Tomahawk
Krita
Homerun
Die neue Schriftart Oxygen Sans
Bildschirmverwaltung
Das Init-System Upstart kann jetzt auch die Benutzer-Sitzungen unter X11 verwalten. Da es sich um eine Technologievorschau handelt, ist diese neue Funktion, die offensichtlich von Systemd kopiert wurde, noch deaktiviert. Alle Ubuntu-Varianten enthalten jetzt Unterstützung für UEFI Secure Boot. GCC erhielt einige Verbesserungen, ist aber bei Version 4.7.2 wie in Ubuntu 12.10 geblieben. OpenJDK wurde auf Version 7u15 aktualisiert.

Ubuntu Server enthält die Aktualisierung von OpenStack auf »Grizzly« mit Hochverfügbarkeit. Dank einer Kooperation mit VMware können OpenStack-Clouds mit VMware-Technologien wie VMware vSphere und Nicira NVP verbunden werden. Verbesserungen gab es auch bei Juju, das nun auch die Web-Frameworks Node.js, Django und Ruby on Rails sowie die Datenbanken MongoDB, MySQL, PostgreSQL und Cassandra verwalten kann, und den Dateisystemen SWIFT und Ceph.

Kubuntu bietet KDE SC 4.10.1, die Paketverwaltung Muon in Version 2, den Webbrowser Rekonq 2.2.1, Homerun als Vollbild-Alternative zum Programm-Menü Kickoff und die neue Schriftart Oxygen Sans auf. Das Zeichenprogramm Krita soll durch die neue Bibliothek Vc doppelt so schnell sein wie zuvor.

Das Installationsprogramm erhielt ein neues Design, das professioneller aussehen soll. Zum Zugriff auf Musikplayer und Smartphones wird das Protokoll MTP unterstützt. Der neue Audioplayer Tomahawk, der nicht standardmäßig installiert wird, wurde in die Repositorien aufgenommen.

Xubuntu wartet mit einer neuen Version von 0.6.1 von Catfish, Parole 0.5.0, einigen Korrekturen und verbessertem Greybird-Theme auf. Ansonsten bringt die neue Version keine Neuerungen auf dem Desktop. Das Installations-Image ist jetzt zu groß für eine CD, passt aber auf einen USB-Stick mit 1 GB.

Edubuntu nutzt die neue Version lediglich für einige Software-Updates und empfiehlt den Anwendern, bei Version 12.04 LTS zu bleiben.

Lubuntu bringt den Anwendern außer einem neuen Aussehen nur ein Update des Dateimanagers pcmanfm, der das Suchprogramm catfish unnötig macht. Ubuntu Studio beruht auf der Desktopumgebung Xfce 4.10. Es gibt ein neues Theme und ein neues Menü. Die Audio-Server Pulseaudio und Jack wurden aktualisiert. Die Metapakete wurden neu organisiert. Neue Audio-Software wie Supercollider, Faust und lmms, neue Video-Software wie kdenlive und recordmydesktop sowie neue Grafiksoftware wie Krita und create-resources runden das Paket ab.

Die neue Variante Ubuntu Gnome setzt auf Gnome 3.6 anstelle des aktuellen Gnome 3.8. Gnome 3.8 kann aus Paketarchiven nachinstalliert werden. Zu den seit Ubuntu Gnome Remix 12.10 ersetzten Paketen gehören Firefox (statt Epiphany), Ubuntu Software Center und Update Manager (statt gnome-packagekit) und LibreOffice (statt Abiword und Gnumeric).

UbuntuKylin, die neue chinesische Variante von Ubuntu, ist eine gemeinschaftliche Entwicklung des China Software and Integrated Chip Promotions Centre (CSIP), Canonical und der National University of Defense Technology (NUDT) besitzt eine ins Chinesische übersetzte Benutzeroberfläche mit speziellen Anpassungen. So fragt die Desktopsuche nach Musik speziell lokale Musikseiten ab, der Kalender umfasst neben dem gregorianischen auch den traditionellen chinesischen Kalender und Wetterinformationen sind lokal angepasst. Darüber hinaus ist in China gebräuchliche Software vorinstalliert oder wird im Software-Center angeboten. So wird zwar LibreOffice vorinstalliert ausgeliefert, die in China beliebte Office-Suite WPS soll aber nachinstallierbar sein. Als Eingabemethode hat man sich für Fcitx entschieden, da es in China seit 2002 weit verbreitet ist.

Ubuntu 13.04 kann von der Download-Seite und von einer Reihe von Spiegelservern heruntergeladen werden. Die neue Version wird nur noch neun Monate unterstützt und wird daher nur Anwendern empfohlen, die immer die neueste Software haben müssen.

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