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Mo, 6. Mai 2013, 14:14

Software::Desktop

Cinnamon 1.8 führt Desklets ein

Die Cinnamon-Gemeinschaft hat ihren alternativen Desktop Cinnamon in der Version 1.8 veröffentlicht. Cinnamon ist ein Fork der Gnome-Shell, der von Linux Mint-Gründer Lefebvre initiiert wurde. In die aktuelle Version flossen zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen ein – unter anderem auch eine Desklet-Implementierung.

Der Dateimanager »Nemo« wurde massiv überarbeitet

linuxmint.com

Der Dateimanager »Nemo« wurde massiv überarbeitet

Cinnamon wurde Ende 2011 von Linux-Mint-Gründer Clement Lefebvre initiiert, nachdem das Linux-Mint-Team nicht mit der Gnome Shell einverstanden war und eine Rückkehr zu der alten Funktionalität wünschte. Das Projekt stellt eine Abspaltung der Gnome-Shell dar, die das alte Verhalten von Gnome 2 weitgehend wieder herstellen soll. Insbesondere gibt es in Cinnamon wieder das Panel und herkömmliche Menüs. Zudem flossen Teile der Mint-Eigenentwicklungen wie das mintMenu, eigener Starter oder Konfigurationscenter ein. Im Gegensatz zu anderen Lösungen basiert Cinnamon komplett auf Gnome 3 und ist damit technologisch auf dem neuesten Stand. Es verwendet den Window-Manager Mutter und ist nicht auf Linux Mint beschränkt, sondern auch für andere Distributionen erhältlich.

Mit der Freigabe der Version 1.8 hat das Team die Umgebung weiter ausgebaut und um neue Elemente ergänzt. So führten die Entwickler beispielsweise in Cinnamon, ähnlich KDEs Plasmoids, eine neue Desklets-Funktionalität ein. Anwender sind so in der Lage, wie schon beim Panel, dem Desktop neue Funktionen hinzuzufügen. Erledigt wird das mit der »Spices«-Erweiterung, die nun in der Lage ist, neben Desklets auch Applets, Themen und Erweiterungen direkt zu installieren.

Fotostrecke: 5 Bilder

Der Dateimanager »Nemo« wurde massiv überarbeitet
Der neue Screensaver erlaubt unter anderem das Hinterlassen einer Abwesenheitsnachricht
Cinnamon Settings wurde um zahlreiche Einträge erweitert
Die neue Desklets-Funktion in Cinnamon 1.8
Installation von Spices direkt vom Desktop aus
Das Kontrollzentrum der Umgebung enthält jetzt alle relevanten Konfigurations-Optionen, so dass nicht mehr das Gnome Control Center für eine Anpassung gestartet werden muss. Der Screensaver, der ebenfalls eine Neuerung der aktuellen Version darstellt, ist in der Lage, Nachrichten zum Grund der Abwesenheit anzuzeigen. Zudem wurde der Dateimanager Nemo überarbeitet und kommt mit einer angepassten Oberfläche. Die Seitenleiste kann ausgeblendet und die Anzeige angepasst werden. Unter jedem Gerät wird, sofern vorhanden, der noch verfügbare Speicher angezeigt. Ferner lassen sich nun leichter weitere Aktionen im Kontextmenü der Anwendung anzeigen.

Mit Cinnamon 1.8 verabschieden sich die Entwickler auch von der Gnome-Session für den Fallback-Modus. Grund hierfür stellen diverse Limitierungen der Lösung dar. Beginnend mit der neuen Version startet die Cinnamon-Session nun direkt die Umgebung. Zudem überprüft Muffin direkt die Render-Einstellungen. Muss auf Software-Rendering umgeschaltet werden, erhält der Anwender einen Hinweis.

Cinnamon kann ab sofort im Quellcode von der Seite des Projektes heruntergeladen werden. Zudem existieren Binärpakete für zahlreiche Distributionen. Die neue Version der Umgebung dürfte in der kommenden Version von Mint als Desktop zum Einsatz kommen.

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