Login


 
Newsletter
Werbung

Thema: Phipps: Linux-Desktop bereits der Normalfall

29 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
0
Von Anonymous am Mo, 6. Mai 2013 um 18:48 #

Phipps kam auf diesen Gedanken, nachdem er seit einem halben Jahr mit Chromebooks und Chromeboxes gearbeitet hatte.

In welcher Einöde hat der denn vorher gelebt, dass ihm das erst jetzt auffällt?

Die Geräte böten alle Funktionen, die man im Büro benötige, würden, im Gegensatz zu Windows, nie zu einem Sicherheits-Alptraum,

Bei Chromebooks liefert man seine Daten bei Google und der NSA ab, Android-Systeme bleiben jahrelang ungepatcht.

Der "Sicherheits-Alptraum" wird kommen; bei Windows hat es ja auch eine Weile gedauert, bis sich die Malware-Branche drauf eingeschossen hat.

  • 0
    Von 12345 am Mo, 6. Mai 2013 um 19:03 #

    Nicht nur das. Vor allem die Abhängigkeitsfalle finde ich mehr als witzig. Egal welches OS man verwendet, man wird nie so Abhängig sein, wenn alles erstmal im Web läuft, über die Google Server.

    Daher Herr Phipps, danke für die Märchenstunde.

    1
    Von lilili am Mo, 6. Mai 2013 um 19:07 #

    ob die Malware-Branche Android oder Windows oder OS X plattmacht ist egal. Hauptsache sie haben keinen Bock auf vernünftige Distries wie Debian, BSD und Co ;o)))

    0
    Von Bilbo am Di, 7. Mai 2013 um 14:02 #

    Genau das schreibe ich hier bereits monate- und jahrelang in diesem Forum. Und es hat nie lange gedauert, bis die Beiträge so downgevotet wurden, dass man sie nicht mehr sehen konnte. Ich interpretiere solches Verhalten als "Augen zu und durch". Hauptsache es ist irgendwie Linux.

    Zu der mangelhaften Updatepolitik von Android kommt: Android ist vielleicht frei. Die Treiber sind es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Und spätestens da ist das System dann eben nicht mehr frei und Daten können abgefangen und verwendet werden, wie es dem Hersteller passt. Die Zwangsintegration von Facebook auf 99% der Android-Geräte ist schon sehr fragwürdig. Aber irgendwie stört es dann doch wieder keinen.

    Aber immer schön über Apple schimpfen ...

    • 0
      Von Schugy am Do, 9. Mai 2013 um 19:46 #

      Also mir genügt irgendwie Linux auch nicht mehr. Daher habe ich auch den WGR614L OpenSource Router von Netgear gegen einen TP-Link WR1043ND getauscht. Statt closed source Broadcom binary blob + wland arbeiten ar9170 und hostapd.
      Bei meinem Netbook hat damals AMD den Catalyst Support für den x1250 eingestellt. Also nutze ich den freien Radeon Treiber mit guter 2D-Leistung und xrandr-Unterützung.
      Seither habe ich auch keinen neuen PC mehr gekauft. Ein Smartphone brauche ich dank Pandora-Handheld nicht, aber dessen Grafiktreiber ist auch nicht frei.

      Allgemein ist für mich fehlender OpenSource-Support der Hauptgrund, mir keinen neuen x86 zu kaufen. Und wenn doch mein PC ausfällt, dann gibt es nur integrierte Minimal-Grafik.
      Bei Smartphhones ist es die generelle Ablehnung des Gewisches, der fehlenden Tastatur, des Barren-Formfaktors und eben auch Android mit Carrier-iq.
      Die Ouya habe ich aus Jux mal vorgeordert, mal sehen wie weit man ohne Kreditkarte und Google-Konto kommt. Sonst ist die auch veräußerbar.

0
Von akf am Mo, 6. Mai 2013 um 20:04 #

Wer dazu mal eine ganz entgegengesetzte Meinung lesen will, dem empfehle ich diesen Artikel von Richard Stallman.

Mal ehrlich: was nutzt es, wenn zwar Linux verwendet wird, aber die Software insgesamt weniger frei ist?

  • 0
    Von lucas am Mo, 6. Mai 2013 um 20:28 #

    Nun Salammi Taktik ist eben besser als nichts. Immer etwas mehr Open Source bis am Ende alles Frei ist. Klappt doch schon ganz gut, z.B. mit Android, klar nicht komplett Open Source (so Google Apps und Treiber) aber immernoch besser als eine komplete Closed Source Dominanz auf dem Smartphone-Markt wie wir sie auf dem Desktop haben.

    • 1
      Von Ikke am Mo, 6. Mai 2013 um 20:56 #

      Ja... man kann sich das auch schönreden.

      Als Desktop bezeichne ich das, was Anwender zuhause und die meisten Büros auch in der Firma stehen haben.
      Eine Kiste mit Anwendungen drauf mit denen gearbeitet wird.
      Terminalserver von mir aus auch gerne eingeschlossen.

      Wenn ich das schon immer lese: "Hat alles, was man im Büro so braucht".
      Da kenne ich aber hunderte Firmen, die eben das auf einem Linux-Desktop nicht finden.

      ERP-Software (keine Frickelalternativen), Elster (in allen Facetten funktionierend), Steuersoftware etc. etc.
      Im Büro wird nicht nur eine Textverarbeitung und Tabellenkalkulation benötigt !

      • 0
        Von Lord am Mo, 6. Mai 2013 um 21:20 #

        ERP-Software (keine Frickelalternativen), Elster (in allen Facetten funktionierend), Steuersoftware etc. etc.
        Im Büro wird nicht nur eine Textverarbeitung und Tabellenkalkulation benötigt !

        Also ich nutze auch täglich mein SAP am Linuxdesktop. Wieviele Leute benötigen denn im Büro Elster, arbeitest du in der Steuerkanzlei:-)

        Bei uns gibts ganze Teams, die nur mit Linux arbeiten. VR, Simulation, Konstruktion ...

        Da gibts auch immer viele Praktikanten,Diplomanden etc. die hier herkommen und noch nie mit Linux gearbeitet haben, manche finden Linux nach ein paar Wochen cool manche halt nicht so.

        0
        Von macs am Di, 7. Mai 2013 um 10:24 #

        Könnte man bitte mal das Wort "frickeln" und sämtliche Ausprägungen aus den Sprachschätzen der IT-Bevölkerung streichen? Das nervt dermaßen...

        • 1
          Von mac am Di, 7. Mai 2013 um 12:18 #

          Frickeln gehört zu OpenSource dazu, anders kann man die Entwicklung nicht bezeichnen, halbgare Lösungen bzw. experimentielle Feature die beworben werden.

          • 0
            Von macs am Di, 7. Mai 2013 um 12:39 #

            So ein Blödsinn.

            1. Niemand zwingt dich solche Software zu benutzen
            2. Ist es doch gerade der Grundgedanken an OSS, dass viele Verbesserungen einfügen können

            Es ist einfach nur nervig, wenn Software, die OSS ist und noch nicht 100% funktioniert (und vielleicht auch so deklariert wird!) immer gleich als Frikelei abgestempelt wird. Dann müsste der Kernel ja auch gefrickelt sein, wenn mal was abstürzt.

            0
            Von spiderbit am Di, 7. Mai 2013 um 12:44 #

            hmm kann ich nicht bestätigen, viel mehr seh ich das gegenteil als richtig an.

            Windows wird ja regelmäsig die Alpha 1 als Vollversion als "Gold" oder sowas verkauft, sieht man immer bei den Firmen die ein bisschen was auf sich halten, die dann frühestens nach der SP1 eher SP2 version umsteigen, weil die qualität davor viel zu unterirdisch ist.

            Bluscreens hatte ich unter linux auch noch nie. Generell sind die 2 größten Ursachen unter Linux wenn etwas abstürtzen kann, 2 Closedsource Programme, zum einen geschlossene Grafikkartentreiber zum anderen Adobe Flash. Wenn jemand von instabilitäten unter Linux redet frag ich nach den 2 Programmen und in 99.999% aller Fällen wurde eines dieser 2 Tools installiert, und wenn diese entfernt werden wird das System plötzlich magisch stabil.

            Dann können wir weiter machen mit pc spielen, die so gut wie immer erstmal einen rießen Patch bekommen weil die version die auf der CD ausgeliefert wurde entweder schon fast nicht lauffähig ist, irgendwelche fießen bugs haben die irgendwo rießen Probleme verursachen oder zumindest eine große Zahl von Teilpatches gut tun.

            Dann gibts noch den Begriff Bananensoftware, da Opensource selten "ausgeliefert" wird, sondern eher sich geholt wird ist auch hier klar auf was sich das bezieht, der Begriff Bananensoftware kommt daher das Closedsource software um die es da geht, in der Regel wenn sie verkauft wurde, eben nicht reif ist, also Minderwertig in der Qualität.

            Es mag auch einzelne FOSS geben deren qualität schlecht ist, aber dann liegt das oft daran das man nicht sich vorher informiert hat, was die Nummer die die entwickler der Version geben bedeutet. Oder weil man vielleicht die Falsche Distribution benutzt für seine Wünsche.

            Es mag wohl sein das Opensource nicht immer autoamtisch besser ist wie Closed source software, aber oft. Das gegenteil ist an den Haaren herbei gezogen, kannst ja mal gerne ein paar beispiele nennen dann nenn ich doppelt so viele gegenbeispiele.

            • 0
              Von zettberlin am Di, 7. Mai 2013 um 13:17 #

              > Es mag auch einzelne FOSS geben deren qualität schlecht ist, aber dann liegt das oft daran das man nicht sich vorher informiert hat

              Das ist im Grunde richtig aber es gibt auch Bereiche, in denen die Entwicklung in der freien Szene erst sehr spät begonnen hat und die außerdem lange gebraucht hat, bis sie von den Distributoren und teilweise auch den Kernentwicklern überhaup als relevant wahrgenommen wurde.

              Im Bereich Musikproduktion sind erst seit 2-3 Jahren stabile Programme die Regel, vorher gab es da regelmäßig richtig fiese Abstürze und auch heute läuft der Laden nocht nicht ganz rund.
              Bei Videoproduktion/Schnitt ist die Entwicklung zu stabiler Software noch frischer: da gibt es erst seit 1-2 Jahren wirklich brauchbare, gut ausgestattete Anwendungen.

              Und wenn man so eine Funktion benötigt, hat man nicht viel Auswahl, man kann sich also informieren, wie gut oder schlecht ein Programm läuft aber das bedeutet noch nicht, dass man ohne weiteres eine stabile Variante findet.

              • 0
                Von macs am Di, 7. Mai 2013 um 13:18 #

                Im Bereich Musikproduktion sind erst seit 2-3 Jahren stabile Programme die Regel, vorher gab es da regelmäßig richtig fiese Abstürze und auch heute läuft der Laden nocht nicht ganz rund.

                Deshalb würde ich sowas aber auch nicht direkt als "Gefrickel" bezeichnen, ich finde das einfach nur unverschämt (hast du nicht getan, ich weiß).

                • 0
                  Von zettberlin am Di, 7. Mai 2013 um 14:37 #

                  Es ist auch noch ein Unterschied, ob jemand, der Quellcodes lesen und verstehen kann, eine Software als "Gefrickel" bezeichnet, weil er/sie eben tatsächliche Schwächen im Code erknnt oder ob ein Konsument nur ein bisschen seine Wut darüber auslassen will, dass eine kostenlose Software nicht 1:1 so funktioniert, wie er/sie es von 1000E-Bezahlsoftware gewohnt ist.

      0
      Von milou am Di, 7. Mai 2013 um 12:04 #

      Leider nein.

      Wenn 10% mehr Anwendungen welche man in den 90ern benutzt hat heute Frei sind, wirkt das auf en ersten Blick wie ein mehr an Freiheit.

      Wenn ein Benutzer heute 10 Mal mehr, "Dienste" benutzt, als in den 90ern, dann kommt man nur noch auf 1% Freie Anwendungen.
      Firmen welche Freiheit als gefahr sehen, haben das "Problem" erkannt, und dürften heute bsser in der Lage sein eine weitere migration zu freien "Diensten" zu erscwheren.

    0
    Von 1234 am Di, 7. Mai 2013 um 07:51 #

    Danke für den Artikel, RMS sollte wirklich öfters aus seinem Loch hervorkriechen und die Welt genauer anschauen...

    Bei solchen Sätzen muss man sich schon fragen wie viel Realitätsbezug der Typ noch hat...
    >But what about collaborating with other individuals? It may be hard to do this at present without using a server. If you use one, don't trust a server run by a company.

    War aber trotzdem interessant...

    • 0
      Von qwer am Di, 7. Mai 2013 um 08:18 #

      Was ist an der Empfehlung, einem fremden Server nicht vertrauen zu sollen, realitätsfern?

      • 0
        Von 1234 am Di, 7. Mai 2013 um 09:47 #

        Das der durchschnittsbenutzer der kaum seinen Virenscanner aktuell halten kann einen Server betreiben sollte anstatt seine E-Mail bei Google, Microsoft oder wo auch immer zu lesen...

        sehr vernünftig.

        • 0
          Von zettberlin am Di, 7. Mai 2013 um 10:19 #

          Dann solltest Du Stallmans Artikel noch mal genauer lesen.
          Er sagt ausdrücklich, dass bloße Kommunikation (wie eben EMail, chat etc) nicht das ist, was er mit "personal computing" meint.

          Ein Mailserver leitet nur Daten weiter, die Du und Deine Mailpartner an ihrem eigenen Rechner schreiben. Allenfalls übernimmt er noch eine Zwischenspeicherfunktion mit Suche, Spamschutz etc.

          Der Unterschied ist, ob ich Bilder, die ich mit anderen teilen will, auf einen Firmenserver hochlade oder ob ich meine ganze Bildersammlung einer Firma anvertraue. Oder noch extremer: ob ich jedes einzelne Bild, das mit meiner Kamera geschossen wird, automatisch "transparent" auf einen Firmenserver hochlade.

          Das Gleiche gilt für Officedokumente, Notizen etc.

          Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 07. Mai 2013 um 10:20.
    0
    Von Baldrian am Di, 7. Mai 2013 um 10:09 #


    Und es ist auch nicht nur die Software - Dank TPM werden einem bei Chromebooks auch noch zusätzlich auf Hardwerebene die Hände gebunden und zusätzliche Abhängigkeiten geschaffen.
    Sorry, wenn das "der Linux Desktop" der sein soll, dann kann ich nur hoffen, das er niemals "den Durchbruch" haben wird.

    • 0
      Von spiderbit am Di, 7. Mai 2013 um 12:51 #

      Naja das ist doch aktuell das Problem, das was Canonical grad macht selbst wenn sie auch noch fett drm einbauen würden, würde auch Linux heißen, auch Android ist nunmal ein Linux.

      Die frage ist daher ob sich GNU Linux aufm Desktop durch setzt, wobei auch da noch ein drm verseuchtes Ubuntu denkbar wäre. also müsste es ein echt freies GNU/Linux durchsetzen aufm Desktop um mehr zu erhalten.

      Wenn man immer nur nach Linux schreit gibts eben auch nur Linux. So ähnlich halt wie wenn jemand nach mehr BSD verbreitung aufm Desktop schreit und Apple bekommt.

0
Von honk jones am Mo, 6. Mai 2013 um 21:22 #

Ist ja lachhaft was der verzapft.

0
Von dirk am Di, 7. Mai 2013 um 11:25 #

Phipps kam auf diesen Gedanken, nachdem er seit einem halben Jahr mit Chromebooks und Chromeboxes gearbeitet hatte.
Erinnert mich ein bisschen an viele Tutorials auf Youtube. Da erklären Leute, die keine Ahnung von der Materie haben, Leuten, die noch weniger wissen, Dinge, die sie selbst gerade erst gelernt haben. „Tutorials sind Anleitungen von und für Anfänger“ kommt ja nicht von Ungefähr …

Die Geräte böten alle Funktionen, die man im Büro benötige, würden, im Gegensatz zu Windows, nie zu einem Sicherheits-Alptraum, und führen im Gegensatz zu Apple-Produkten nicht in die Abhängigkeitsfalle.
Na ja, wenn man ignoriert, dass in Büros übliche AD-Anmeldung und -Einbindung nicht funktionieren, sämtliche Daten unverschlüsselt auf US-Servern liegen, und man sich in hundertprozentige Abhängigkeit von Google begibt, stimmt das sicher.

0
Von NonKon im Off am Di, 7. Mai 2013 um 22:26 #

... jetzt habe sie es gemerkt! Hoffentlich dauert es mindestens nochmal so lange bis der Mob Debian entdeckt. :cry:

0
Von Kumpel am Mi, 8. Mai 2013 um 11:07 #

Passender und korrekt wäre die Aussage, dass fast alle heutzutage Linux indirekt nutzen. Das ist aber ein alter Hut. Unter dem Linux-Desktop verstehe ich dass, was bei mir zuhause auf dem PC und Notebook auf dem Monitor zu sehen ist. Und genau das sehe ich bei Freunden, Bekannten, Kollegen und auf Arbeit nicht. Dort ist definitiv noch Windows angesagt. Aber der klassische Windows "Desktop" stirbt im privaten Bereich immer mehr aus und wird durch den "Home-Screen" ersetzt. Selbst Intel entwickelt jetzt schon CPUs für Tablets.

Der Linux-Desktop wird nur von sehr wenigen Menschen genutzt, zu denen ich auch zähle - und das ist auch gut so, denn mit ihm hat man seine Ruhe! :)

Pro-Linux
Frohe Weihnachten Fest!
Neue Nachrichten
Werbung