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Di, 7. Mai 2013, 14:20

Gesellschaft::Politik/Recht

Google bereitet freie Patentlizenz für VP8 vor

Google will das Format WebM und den Video-Codec VP8 weiterhin frei halten und bereitet daher eine kostenlose Lizenz vor, deren Entwurf jetzt eingesehen werden kann.

Google hatte den Video-Codec VP8 im Mai 2010 unter eine freie Lizenz gestellt und das WebM-Projekt gestartet. Den Codec hatte Google durch die Übernahme der Firma On2 erhalten. Damals galt VP8, trotz der offensichtlichen Ähnlichkeiten zu H.264, als frei von Patentansprüchen.

Doch MPEG LA, ein Unternehmen, das Patente zu Multimedia für eine Reihe von Mitgliedsfirmen verwaltet und an andere Unternehmen lizenziert, hatte schon vor längerer Zeit einen Patentpool zu Technologien aufgebaut, die das VP8-Verfahren betreffen. Daraufhin sah sich Google vor kurzem genötigt, die Patente von elf Migliedern von MPEG-LA zu lizenzieren.

Diese Lizenzen, die Google wahrscheinlich teuer zu stehen kamen, darf das Unternehmen jetzt an die Nutzer von VP8 weitergeben. Das will Google in Form einer kostenlosen Lizenz tun, um die weitere Verwendung von VP8 zu fördern.

Der Entwurf dieser Lizenz liegt jetzt vor. Es handelt sich um eine Kreuzlizenzierung, da sie nur dann kostenlos erteilt wird, wenn der Lizenznehmer alle seine Patente, die VP8 betreffen, den anderen Lizenzinhabern ebenfalls kostenlos und dauerhaft zur Verfügung stellt. Für Nutzer, die über keine Patente verfügen, hat diese Klausel keine Auswirkungen. Allen Lizenznehmern sichert Google zu, dass die Lizenz bis zum Auslaufen des letzten Patentes kostenlos für alle Entwicklungen gilt, die direkt dem Kodieren, Dekodieren, Umformen oder Abspielen von VP8 dienen, sei es in Hardware oder Software. Entwicklungen, die nicht direkt diese Punkte betreffen, werden allerdings nicht abgedeckt.

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