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Mi, 15. Mai 2013, 11:12

Software::Mobilgeräte

Mozilla sieht Firefox OS auch auf Geräten der Oberklasse

Am Rande einer Mobilfunk-Konferenz in Peking gab der Senior-Vizepräsident von Mozillas Mobilsparte, Li Gong, einen Ausblick auf die Pläne mit Firefox OS.

Mozilla

Li Gong sagte, die Tatsache, das Firefox OS im unteren Marktsegment versuche, eine gute Ausgangslage für das neue Betriebssystem zu schaffen, heiße nicht, dass man nicht danach strebe, das System auch auf hochwertigen Smartphones zu platzieren. Derzeit sei man mit Sony im Gespräch, um Firefox OS auf einem der bekanntermaßen qualitativ hervorragenden Geräte der Firma zu veröffentlichen. Sony hatte bereits im Februar 2013 ein experimentelles ROM auf der Basis von Firefox OS für sein Smartphone Sony Xperia E für Entwickler vorgestellt.

Li Gong ließ auch keinen Zweifel offen, dass Mozilla mit dem neuen OS den dritten Platz im Mobilfunkmarkt hinter Android und iOS anstrebe. Dazu muss Mozilla allerdings mindestens drei Prozent Marktanteil erobern. Das ist die derzeitige Marge von BlackBerry, dicht gefolgt von Microsofts Windows Phone mit 2,9 Prozent. Mozilla ist laut Li Gong dazu gut aufgestellt, da man sich der Unterstützung von 18 Mobilfunkanbietern sowie der Hersteller Geeksphone, Sony, Alcatel, Huawei, LG und ZTE versichert habe.

Zudem sei die Offenheit des Systems ein weiterer großer Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Googles Android sei zwar auch Open Source, allerdings sei der Entwicklungsprozess bei weitem nicht so transparent wie bei Firefox OS. So könnten Hersteller von Smartphones oder Tablets die jeweils neueste Android-Version erst an ihre Marke anpassen, wenn sie offiziell erschienen sei. Darüber hinaus habe man bei Mozilla den Preisvorteil, indem man gleichwertige Geräte günstiger als der Mitbewerb anbieten könne. Ein weiterer Vorteil sei HTML5 als Basis des Systems, was das Schreiben von Apps wesentlich vereinfache.

Marktanalysten sehen die Chancen des neuen Betriebssystems allerdings nicht ganz so rosig. Nach Einschätzung der Experten kommt Firefox OS zu spät. Man habe sich zwar eine relativ breite Unterstützung in Industriekreisen sichern können, die Kundschaft sei allerdings mittlerweile mehrheitlich auf eines der beiden großen Konkurrenz-Systeme festgelegt.

Erste Smartphones mit Firefox OS brachte das spanische Start-up Geeksphone vor rund drei Wochen auf den Markt. Eines dieser Geräte können Entwickler von Apps jetzt von Mozilla kostenlos erhalten, wenn sie einen Vorschlag für eine App einreichen, der dort überzeugen kann. Im Juni 2013 sollen weitere Geräte von Alcatel, Huawei, LG und ZTE hauptsächlich in Schwellenländern den Markt weiter vorbereiten.

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