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Mi, 22. Mai 2013, 12:24

Software::Kommunikation

Skype 4.2 für Linux veröffentlicht

Knapp ein halbes Jahr nach der Freigabe der letzten stabilen Version der proprietären Kommunikationsapplikation Skype hat Microsoft eine aktualisierte Version des Programmes veröffentlicht. Wer allerdings eine funktionsgleiche Anwendung wie für Windows und Mac OS X erwartet, darf enttäuscht sein.

Skype.com

Skype 4.2 für Linux korrigiert nach Angaben der Entwickler viele Probleme der Version 4.1 und fügt der Anwendung zahlreiche neue Funktionen hinzu. Bei näherer Betrachtung erweisen sich diese allerdings als recht überschaubar. So hat Microsoft beispielsweise diverse Bereiche der GUI aufpoliert und die Handhabung von Multimonitorsystemen beim Sharing verbessert. Ferner steht der Status eines Abos nun auch in der Hauptansicht. Neu sind auch das überarbeitete Applikations-Icon und ein Button für Sprachmeldungen direkt vom Optionsdialog. Zu den Korrekturen in Skype 4.2 zählen dagegen unter anderem die Behebung eines Absturzes bei der Suche nach Kontakten, Bereinigungen des Loginvorgangs und diverse grafische Anpassungen.

Die Anwendung kann ab sofort von der Seite des Herstellers heruntergeladen werden. Zu beachten ist allerdings, dass Skype nach wie vor proprietäre Software mit erheblichen Bedenken bezüglich Sicherheit und Privatsphäre ist. So müssen beispielsweise die Anwender bei der Bestätigung der AGBs Microsoft ein Mitlese-Recht einräumen. Laut Heise Security macht das Unternehmen von der Zustimmung auch Gebrauch. Der Ticker berichtete unter anderem darüber, dass Links in privaten Chats kurze Zeit später von einem Server aus Redmond aus angesteuert werden. Microsoft selbst erklärte das »automatisierte Scannen« von Links mit einem Mechanismus, um Spam- und Phishing-Seiten herausfiltern.

Doch auch andere Bereiche von Skype geben Sicherheitsforschern Anlass zur Sorge. So wird das Protokoll für die Kommunikation vom Hersteller unter Verschluss gehalten, was stets zu heftiger Kritik von Sicherheitsforschern und Befürwortern freier Software Anlass gab. Vermutungen, dass die Verschlüsselung Hintertüren für Unternehmen oder Geheimdienste enthalte, konnten dementsprechend nie widerlegt oder bestätigt werden. Im Januar haben Bürgerrechtler in einem offenen Brief die Sicherheit von Skype wiederholt infrage gestellt.

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