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Fr, 24. Mai 2013, 13:35

Software::Distributionen

Kanotix »Dragonfire« LinuxTag 2013 veröffentlicht

Auf dem derzeit in Berlin stattfindenden LinuxTag hat das Kanotix-Team die endgültige Version von Kanotix »Dragonfire« veröffentlicht, nachdem zur diesjährigen CeBIT bereits eine Vorabversion erschienen war.

Kanotix

Kanotix ist eine Debian nahestehende Distribution, die 2003 aus der Not geboren wurde, dass die Live-Distribution Knoppix damals nur recht schwierig dauerhaft auf Festplatten zu installieren war. In den ersten drei Jahren auf Debian-Unstable basierend, schwenkte Entwickler Jörg Schirottke danach auf Debian-Testing und -Stable und von ihm gepatchte Ubuntu-Kernel um.

Die jetzt erschienene Version mit dem Codenamen »Dragonfire« basiert auf dem kürzlich erschienenen Debian »Wheezy« und wird in drei Varianten, jeweils in 32- und 64-Bit-Architektur ausgeliefert. Es stehen Images mit KDE SC 4.8.4 und erstmals auch mit LXDE zur Verfügung. Zudem gibt es eine Spezial-Variante mit KDE und vorinstalliertem Steam-Client für Spieler. Hierzu kommt libc6 2.17 aus dem Unstable-Zweig von Debian zum Einsatz.

Das LXDE-Abbild, das als Datei-Manager PCManFM 1.1.0 einsetzt, startet standardmäßig mit Compiz, kann jedoch mit dem Bootparameter nocompiz in der Kernelzeile in Grub auf Openbox umgestellt werden.

Alle Abbilder basieren auf einem gepatchten Ubuntu-Kernel 3.9.2. Der Kernel enthält einen Kanotix-Patch für den von AMD kürzlich als Open Source freigegebenen Universal Video Decoder (UVD), der auf VDPAU basiert und es ermöglicht, dass Radeon-Karten der Serien HD 4000 bis HD 7000 Hardware-beschleunigtes Video-Decoding beherrschen und so die CPU entlasten.

Die KDE-Images werden unter anderem mit LibreOffice 4.0.3.3, Wine 1.5.29, Iceweasel 21.0 und Icedove 10.0.2 ausgeliefert. Die LXDE-Variante bringt anstelle von Icedove den Mail-Client Sylpheed 3.2 mit. Allen Varianten gemeinsam ist GRUB2 als Bootmanager.

Kanotix »Dragonfire« liegt als Live-DVD vor - lediglich die LXDE-Variante in 32-Bit passt mit 694 Megabyte noch auf eine handelsübliche CD - und kann mittels AcritoxInstaller 0.2.33 installiert werden. Bereits für die Live-Variante stehen neben den vorinstallierten freien Treibern auch die proprietären Grafikkartentreiber von Nvidia und AMD zur Verfügung.

Alle Abbilder von Kanotix »Dragonfire« liegen auf der Projekt-Webseite zum Herunterladen bereit.

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