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Di, 28. Mai 2013, 13:19

Gesellschaft::Bildung

Französisches Oberhaus empfiehlt Schulen freie Software

Frankreichs Senat möchte seine Grundschulen und weiterführenden Schulen dazu bewegen, mehr offene und freie Software für all die Angebote zu verwenden, die öffentlich zugänglich sind oder für eLearning-Zwecke genutzt werden.

Im Chambre Haute, dem Oberhaus, sind die Parlamentsabgeordneten dabei, eine Richtlinie zu verabschieden, die den Schulen empfiehlt, für ihre öffentlichen Serviceangebote in erster Linie freie Software und offene Dokumentformate einzusetzen. Die Abgeordneten befürworten die freie Software jedoch noch nicht für das gesamte Schulsystem. Trotzdem werden die Schritte positiv kommentiert, beispielsweise von L'April, einer Gruppe französischer Verfechter freier Software: »Das ist wahrscheinlich das erste Mal, dass freie Software Teil eines Gesetzes in Frankreich sein könnte.« L'April begrüßt die Initiative des Senats. Es sei wichtig, das Software im Bildungsbereich frei ist, um allen Menschen den gleichen Zugang zu garantieren, jetzt und in Zukunft.

Wie Joinup, das Newsportal der Europäischen Kommission unter Berufung auf französische Quellen berichtet, wird der Senat die Richtlinie an die Nationalversammlung übergeben. Diese wird voraussichtlich am 3. Juni über sie abstimmen.

Die Handelsgruppe Conseil National du Logiciel Libre (CNLL), der über dreihundert Firmen der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche angehören, zeigte sich auf ihrer Webseite besonders erfreut. Sie weist darauf hin, dass mit der Empfehlung ein Versprechen eingehalten würde, das Präsident Francois Hollande während seiner Kampagne im Präsidentschaftswahlkampf gegeben hatte: »Ich hoffe dass die Qualität freier Software und die Nutzung offener standardisierter Formate an den Schulen und Universitäten gelehrt werden und sie in Wettbewerben und Prüfungen bevorzugt eingesetzt wird, sowohl im Büro und für wissenschaftliche Aufgaben als auch für technische Zwecke und Dokumentationen.«

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