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Mi, 29. Mai 2013, 10:10

Software::Entwicklung

Live-Image mit Wayland zum Ausprobieren verfügbar

Ein bisher nur unter dem Pseudonym »nerdopolis« bekannter Entwickler hat ein Live-Image, basierend auf Kubuntu 13.04 veröffentlicht, das als Display-Server Wayland und den zugehörigen Referenz-Compositor Weston einsetzt.

wayland.freedesktop.org

Die Linux-Distribution, deren ISO-Image eine Größe von 1,8 Gigabyte hat, trägt den Namen »RebeccaBlackOS«, was der Entwickler mit seinem Faible für die US-amerikanische Sängerin Rebecca Black begründet. Sein Projekt, Wayland zum Ausprobieren anzubieten, ist wahrscheinlich das Brauchbarste und Aktuellste seiner Art, auch wenn es auf Wayland/Weston 1.0.5 setzt und nicht auf die aktuelle, vor rund einem Monat erschienene Version 1.1.

Das Image von »RebeccaBlackOS« bietet einen Überblick sowohl über Anwendungen wie ein Terminal oder den Qt Demo-Browser aus Qt5, die nativ unter Wayland arbeiten, als auch Applikationen, die mit Hilfe von X-Wayland laufen. Die Programme, die im KDE-Menü nach Bibliotheken sortiert geordnet sind, basieren unter anderem auf GTK+, EFL, Qt und einigen KDE-Bibliotheken, die alle mit Wayland-Unterstützung kompiliert wurden. Der Entwickler schränkt ein, dass viele Programme, die diese Toolkits verwenden, trotzdem noch nicht lauffähig sind. Immerhin verschafft das Projekt einen guten Überblick über den Stand der Technik unter den verschiedenen Toolkits.

Das Image von »RebeccaBlackOS« kann entweder mittels Unetbootin auf einen USB-Stick gelegt oder in Virtualbox gestartet werden. Für Virtualbox muss beim Start einer der angebotenen Framebuffer in entsprechender Auflösung ausgewählt werden. Der Entwickler hat in der jetzigen Version den Anmelde-Manager Light-DM gegen einen selbst erstellten Login-Manager für Wayland ausgetauscht, so dass X11 auch beim Hochfahren außen vor bleibt. Beim Anmelden kann der Anwender aus drei Optionen wählen: Wayland, Xorg-gestütztes Wayland oder KDE, wobei KDE automatisch startet, wenn Wayland versagt. Während Canonical für Ubuntu einen Sonderweg geht, indem man für Ubuntu 14.04 und Unity 8 den Display-Server Mir entwickelt, unterstützen alle weiteren Desktop-Umgebungen Wayland. Gnome beabsichtigt, 2014 mit der Integration fertig zu sein, bei KDE sind die Arbeiten dazu seit 2011 im Gang - derzeit wird gerade Kwin als Compositor für Wayland vorbereitet. Auch bei EFL wird an der Wayland-Unterstützung gearbeitet.

Das 32-Bit-Image steht auf SourceForge zum Download bereit.

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