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Di, 4. Juni 2013, 15:48

Software::Distributionen

Arch Linux mahnt Anwender zur Vorsicht beim nächsten Upgrade

Nach Solaris, Fedora, OpenSuse, und Mageia ordnet jetzt auch Arch Linux den Verzeichnisbaum neu.

archlinux.org

Die Entwickler von Arch Linux haben, wie bereits andere Distributionen zuvor, den Inhalt der Verzeichnisse /bin, /sbin und /lib in entsprechende Verzeichnisse unterhalb von /usr verschoben und Symlinks für die alte Struktur gesetzt. So wird beispielsweise /bin auf /usr/bin verwiesen.

Der Schritt, den Arch hier vollzieht, soll die Trennung von /bin und /usr/bin, /sbin und /usr/sbin, /lib und /usr/lib sowie /lib64 und /usr/lib64 aufheben.

Hierdurch wird nicht nur Platz gespart und mehr Ordnung geschaffen, es erhöht sich auch die Kompatibilität zu anderen unixoiden Betriebssystemen, wie beispielsweise dem im kommerziellen Umfeld weit verbreiteten Oracle Solaris, das obigen Prozess bereits mit Solaris 11 vollzogen hat. Auch das Portieren von Paketen nach Linux wird einfacher. So wissen beispielsweise die GNU autotools nichts von der Aufsplittung im Linux-Dateibaum.

Da Arch Linux nach dem Rolling-Release-Modell arbeitet, müssen die Anwender den Schritt zu dem vereinten Verzeichnisbaum per Update erledigen. Da das eine heikle Aktion sein kann, haben die Arch-Entwickler dazu eine Anleitung verfasst. Sorge bereiten den Entwicklern dabei besonders Pakete aus inoffiziellen Quellen, wie beispielsweise dem AUR-Repositorium, das Pakete von Anwendern beherbergt.

Die Aufsplittung des Dateibaums, die jetzt sukzessive von vielen Distributionen rückgängig gemacht wird, geht auf das Jahr 1970 und die Entwicklung von Unix durch Dennis Ritchie und Ken Thompson zurück und war bedingt durch den begrenzten Speicherplatz der verwendeten PDP-11-Workstation von DEC, die die beiden ab einem gewissen Umfang des Quellcodes dazu zwang, das Root-Dateisystem auf drei Disk-Packs mit jeweils einem Megabyte aufzuteilen.

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