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Thema: Ubuntu Phone OS macht Fortschritte

36 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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mehr OSS
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Von LH am Mo, 10. Juni 2013 um 12:33 #

"Dann bietet der Markt mit den beiden unangefochtenen Platzhirschen iOS und Android, dem Mittelfeld mit Windows Phone und BlackBerry und den Neulingen Firefox OS, Sailfish OS und Ubuntu Phone OS immerhin drei Open-Source-Mobilfunksysteme zur Auswahl"

Eher vier OSS Betriebssysteme:
1. Android
2. Firefox OS
3. Sailfish OS
4. Ubuntu Phone OS

CSS:
1. iOS
2. BlackBerry OS
3. Windows Phone

Zwar enthält Android, so wie es auf den Geräten ausgeliefert wird, durchaus auch CSS Komponenten, doch dies sind Zusätze, die eigentlich nicht Teil von Android selbst sind.
Es ist möglich ein vollständiges Telefon nur mit Android OSS Komponenten zu betreiben.

  • 1
    Von KDE Fan am Mo, 10. Juni 2013 um 13:32 #

    Zu Android und OSS;
    Zitat:

    Überdies besteht Kritik an einem Entwicklungsmodell, das wenig Offenheit für außenstehende Entwickler zeigt. In einer von der EU finanzierten Studie vom Juli 2011 wurden verschiedene Freie-Software-Projekte mit einem Open Governance Index bewertet, Android fiel dabei mit großem Abstand auf den letzten Platz, während Projekte wie MeeGo, Linux oder Eclipse aufgrund ihres offeneren Entwicklungsprozesses punkteten. Android wurde als „the least open mobile open source project“ („das am wenigsten offene Open-Source-Projekt für Mobiltelefone“) bezeichnet.[61][62] Auch wurde die erste Version von Android erst hinter verschlossenen Türen entwickelt und dann freigegeben. Der Quellcode von Android 3.0 für Tablets wurde zunächst ebenfalls nicht veröffentlicht und war erst nach Freigabe von Android 4.0 verfügbar.
    Quelle:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Android_%28Betriebssystem%29#Offenheit

    Und für 2-4 wird es kaum Apps geben.

    • 1
      Von Stormking am Mo, 10. Juni 2013 um 14:13 #

      Hauptbedingung, um als "Open Source" zu gelten, ist nunmal die Veröffentlichung des Quellcodes. Nicht die Offenheit des Entwicklungsprozesses für externe Entwickler, nicht das Maß an Demokratie bei Richtungsentscheidungen. Wem das nicht paßt, der kann's ja forken.

      1
      Von LH am Mo, 10. Juni 2013 um 14:22 #

      Wie Stormking bereits korrekt anmerkt, ist Android auch OSS, wenn der Entwicklungsprozess selbst hinter verschlossenen Türen statt findet.

      Ob es nun für die drei kleinen Apps gibt muss sich zeigen, möglich ist es. Android hatte am Anfang auch niemand auf dem Schirm.

      1
      Von kosovafan am Mo, 10. Juni 2013 um 18:29 #

      > Und für 2-4 wird es kaum Apps geben.

      Das ist ein Argument für ein Operation System oder Browser. Ist schon traurig wo wir an gekommen sind. Also ich nutze weder Android noch IOS und bin mit meinen Mobilen Endgerät glücklich. Ich habe den angebotenen Shop noch nie genutzt und kann trotzdem surfen, mailen, telefonieren, sms schreiben, Musik hören, TV schauen und noch vieles mehr, auch ohne Apps. Die App Stores sind nur den User erfunden wurden, der sich jeden Mist installiert und dann über die Spionge, den Datenschutz und die Trägheit des Systems meckert. Weniger ist meistens mehr, das sagt man schon seit Jahren. KISS Principal is the way to go.

      mfg

      0
      Von Klatu am Di, 11. Juni 2013 um 05:39 #

      Und? Soll mich jetzt beeindrucken das irgendwer bei Wikipedia seine Meinung geschrieben hat?

2
Von Klaus Meier am Mo, 10. Juni 2013 um 12:56 #

Seit dem sie sich von der Community verabschiedet haben und nur noch auf proprietäre Eigenentwicklungen setzen, hat sich dieser Verein für mich erledigt. Auch wenn der Krempel von denen Open Source ist, er ist so gestrickt, dass niemand ihn ohne extreme Verrenkungen nutzen kann. Genauso wie sie externe Patches zu ihrem Klump nicht annehmen.

Sie wollen werden wie Apple und Microsoft und die OSS Altlast so schnell wie möglich los werden.

1
Von linuchs am Mo, 10. Juni 2013 um 12:59 #

Was Google sich mit Hangouts ("xmpp ade") und Google+ Zwangsanbindung geleistet hat brachte das Faß zum Überlaufen. Kann es kaum erwarten mein Android in die Tonne zu kicken.

Bin jedenfalls sehr gespannt auf die kommenden Handy OS, allen voran Ubuntu Touch.

1
Von Bilbo am Mo, 10. Juni 2013 um 13:36 #

Und dann werden die entsprechenden Endgeräte billigst bei Foxconn gefertigt (wie das Firefox Phone).

Aber über Apple schimpfen ...

  • 2
    Von LH am Mo, 10. Juni 2013 um 14:27 #

    Wer etwas billig herstellt UND billig verkauft, der wird am Ende kaum dafür kritisiert. Schließlich ist die Marge dort zu gering, um wirklich bessere Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Die Kritik ist in diesem Fall vor allem die Erhöhung des Drucks auf den Markt, was wiederum Konkurrenten zu ähnlichen Arbeitsmethoden zwingt.

    Anders aber bei Apple. Dort werden die Mitarbeiter unter ähnlich schlechten Bedingungen ausgenutzt, obwohl das Geld dort vorhanden wäre. Das ist eine ganz andere Art der Ausbeutung, den diese ist nicht direkt Marktwirtschaftlich begründet, sie basiert rein auf eigener Gier.
    Es wäre Problemlos möglich, den Verdienst der Mitarbeiter bei Foxconn und co. zu erhöhen, ohne das ein iPhone auch nur einen Cent teurer wird. Apple würde auch dann noch leicht die größte Marge aller Mobitelefonhersteller machen.
    Die realistischen Schätzungen sprechen von 10 EUR pro iPhone Endmontage bei Foxconn. Die Gewinnmarge eines iPhones wird mit 30-40% angegeben. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, wie schwer es Apple fällt, ordentliche Preise zu zahlen...

    • 0
      Von chrm am Mo, 10. Juni 2013 um 14:36 #

      Die 30-40% entstehen aber nicht zwischen Foxconn und Apple, sondern zwischen Apple und Endverbraucher.

      Für Foxconn ist einer Erhöhung der Gehälter um 10% mit einem fast 10%-igen Gewinneinbruch verbunden.
      Das wird kein Aktionär hinnehmen, schon gar nicht ein westlicher...

      Hast Du Aktien? ;)

      • 0
        Von LH am Mo, 10. Juni 2013 um 14:43 #

        "Die 30-40% entstehen aber nicht zwischen Foxconn und Apple, sondern zwischen Apple und Endverbraucher."

        Die Gewinnmarge entsteht zwischen "nichts existiert" und "fertiges iPhone beim User".
        Dazwischen sitzt auch Foxconn (und andere Unternehmen, auch da können Probleme existieren). Und Foxconn bezahlt seine Mitarbeiter, allerdings definiert hier Apple durchaus einiges mit, als so wichtiger Kunde haben sie Einfluss. Großen Einfluss sogar.

        Und nein, eine Erhöhrung der Gehält bedeutet nicht automatisch ein Gewinneinbruch, den Foxconn könnte dies an Apple durchreichen. Wenn Apple dies zulassen würde, was sie nicht tun.
        Und das ist das Problem.

        Natürlich würde Apples Gewinn damit schrumpfen, nur das ist ja der Punkt: Apple macht einen enormen Gewinn, wie kaum ein andere Unternehmen jemals zuvor, und doch haben sie keine paar Krumen für die Leute übrig, die das alles u.a. erst möglich machen.

        Würde Apple am Hungertuch nagen, dann würde niemand etwas sagen. Doch dem ist nicht so.

        • 0
          Von chrm am Mo, 10. Juni 2013 um 15:32 #

          Nur so am Rande, wenn Du einen Auftragsfertiger in China beauftragst, verdienen an dem Endprodukt:

          Fabrikarbeiter, Fabrikbesitzer, Broker in China, Importeur im Westen, Vertriebskanal im Westen, Auftraggeber im Westen, Vertriebskette hin zum Händler, Händler, welcher das Endprodukt an den Endverbraucher verkauft.

          Du kannst damit rechnen, dass mit jedem Schritt die Gewinnmarge um 15% steigt und erhältst eine fast exponentielle Funktion.

          Erhöhst Du also den Preis am Anfang der Kette um 1$ macht es Das Produkt am Ende 200$ teurer. So einfach ist das.

          Jede westliche AG muss ihre 20% Rendite abwerfen, sonst gibt es sie bald nicht mehr - da uninteressant für Anleger.

          Finde Dich damit ab, es gibt kein Feindbild, das System ist so, wie es ist.

          Ich habe mich damit abgefunden, weil ich gesehen habe, wie die Ostblockländer mit einfacher Arbeit in der gesamten Bevölkerungsbreite reich wurden - nun verdienen die meisten Leute ihr Geld mit Servicetätigkeiten. Und China wird es genauso ergehen. Aber langsam, nicht von heute auf morgen.

          • 0
            Von Adam Riese am Di, 11. Juni 2013 um 03:55 #

            Nö,
            allein schon bei dem Transport machst du da Fehler.
            Ein Container auf einem Schiff kostet einen gewissen Betrag der unabhängig vom Inhalt ist, ganz so wie bei der Post für den Privatmann. Bei Versicherungen für den Transport mag das anders sein.
            Und auch sonst: nicht jeder Teil einer Produktions und Lieferkette wird Prozentual bezogen auf den Wert des Produktes bezahlt. Ist für die Firmen nicht anders als bei den Mitarbeitern. Ob der SoC 5 oder 50 € kostet, solange er in gleicher Weise verbaut werden kann orientieren sich die Kosten am Aufwand und nicht am Wert.
            So manches Produkt benötigt viele teure Arbeitsschritte, wird aber in großen Stückzahlen hergestellt und andere Produkte sind vergleichsweise einfach/billig herzustellen aber werden fast nicht benötigt.
            So simpel wie Du es darstellst (Dir vorstellst) ist die Kostenstruktur eines Produktes nicht.

            • 0
              Von chrm am Di, 11. Juni 2013 um 07:40 #

              Mein lieber, die Transportkosten für den Container, welcher 5.000 iPhones beinhaltet kannst Du gerne mit 0.01% da mit hinein kalkulieren.

              Es ist völlig Banane, ob Du ein iPhone oder einen Gartenzwerg in China herstellst. Die Kette der Beteiligten bereichert sich an dem Produkt immer proportional.

              Beispiel Turnschuh:
              Herstellungskosten: 2,00 $
              Importeur kauft vom Fabrikanten für 2,80$
              Grosshändler kauft vom Importeur für 4,50 $
              Schuhgeschäft kauft vom Großhändler für 8,50 $ und verkauft an den Endkunden für 29,99 $

              Die Herstellungskosten und der Herstellungsaufwand interessieren keinen, sie bestimmen nur den Herstellerpreis. Der Rest ergibt sich einfach.

              Konkret zu Deinem Beispiel: ob ein SoC 5$, oder 50$ kostet, ist schon dem Importeur egal, die Fabrik bietet einen Preis für das Endprodukt an, und muss entsprechend kalkulieren um zu überleben.

              • 0
                Von Adam Riese am Di, 11. Juni 2013 um 12:37 #

                "Es ist völlig Banane, ob Du ein iPhone oder einen Gartenzwerg in China herstellst. Die Kette der Beteiligten bereichert sich an dem Produkt immer proportional."

                Genau das habe ich ja verneint. Die Beteiligten werden eben nicht alle Proportional zum Wert des Produktes bezahlt, sondern für ihre Leistung. Damit kann bei dem einen Produkt der Transport einen großen Anteil am Endkundenpreis ausmachen (z.B. Gartenzwerg) oder eben wenig (iPhone). Dass diejenigen die am oder mit dem Produkt arbeiten dafür auch Bezahlt werden wollen halte ich nicht für verwerflich und somit mit auch nicht für "Bereicherung". Infrage stellen kann man nur ob das jeweils einzelne Element der Produktionskette eine dem Entgeld entsprechende Wertsteigerung herbei führt. Darüber hinaus kann man meiner Meinung nach nur die Empfänger von diversen Lizenszahlungen und den Staat mit seinen Steuern/Zoll, also jene die absolut nichts zur Wertsteigerung beitragen Bereicherung vorwerfen.
                Es ist nicht ohne Ironie, dass ausgerechnet aus dem politisch linken Lager (also jene, die sich angeblich für Verbraucher und Arbeiter einsetzen) immer neue Steuern gefordert werden.
                Ausserdem, um dein Beispiel mit dem Turnschuh zu nehmen:
                Die Bereicherung fällt in dem Fall im Schuhgeschäft an und nicht beim armen Arbeiter in China, der den Schuh herstellt. Aber, oh Wunder, deutsche Verkäufer bekommen ein wesentlich höheres Gehalt und Sozialleistungen als der Chinese. Also wenn du dich über Bereicherung beschwehren willst, dann versuch dass doch mal mit ver.di zu diskutieren.

                Unabhängig davon, dass Manager oftmals nicht entsprechend ihrer Leistung bezahlt werden bleibt es dabei:
                Nicht alle an Produktion und Handel beteiligten Personen werden Prozentual bezogen auf den Wert des Produktes Bezahlt!

                • 0
                  Von tomkater68 am Di, 11. Juni 2013 um 13:46 #

                  Darüber hinaus kann man meiner Meinung nach nur [...] den Staat mit seinen Steuern/Zoll, also jene die absolut nichts zur Wertsteigerung beitragen Bereicherung vorwerfen.

                  Der Staat trägt nichts zur 'Wertsteigerung' bei? Wer bezahlt denn die Bildung, also Kindergärten, Schulen und Hochschulen? Wer bezahlt die Straßen, über die die Waren transportiert werden, die Polizei, die für die öffentliche Ordnung sorgt?

                  Es ist nicht ohne Ironie, dass ausgerechnet aus dem politisch linken Lager (also jene, die sich angeblich für Verbraucher und Arbeiter einsetzen) immer neue Steuern gefordert werden.

                  Die staatlichen 'Leistungen' kosten nun einmal Geld. Als Verbraucher und Arbeiter zahle ich daher auch gerne Steuern und für eine verbessertte öffentliche Grundversorgung bin ich durchaus auch bereit, mehr Steuern zu bezahlen. Die wirtschaftliche Elite dieses Landes hingegen scheint das anders zu sehen. Die nehmen zwar gerne öffentliche Leistungen in Anspruch, verschieben ihr Vermögen aber ins Ausland, um bloß keine Steuern zahlen zu müssen. Das das linke Lager denen ans Geld möchte, isrt durchaus auch im Sinne der Verbraucher und Arbeiter.

                  • 0
                    Von Adam Riese am Di, 11. Juni 2013 um 15:10 #

                    Nein, der Staat trägt nichts zur Wertsteigerung des Produktes bei, dass in China produziert und hier zum Endverbraucher geliefert wird.
                    Wenn man es ganz drastisch ausdrücken möchte, dann verhindert die Polizei mit ihren Verkehrskontrollen (nicht Ahndung von überhöhter Geschwindigkeit) auch nur eine pünkliche Auslieferung. Die Straßen bezahlt nicht der Staat, sondern der Steuerzahler. Der Staat nimmt nur das Geld und gibt es woanders wieder aus. Die Steuergelder zu verwenden, damit Hooligans sich ein Fußballspiel ansehen und sich nicht einfach gegenseitig die Köpfe einschlagen (anstatt auf die Art das Problem selber zu lösen) kann ich auch nicht als gesamtgesellschaftlich sinnvolle Investition ansehen. Da braucht man sich über die Millionen die bei einem gescheiterten Drohnenprojekt verlohren gingen ganrnicht anfangen.

                    Es ist gar keine Frage, dass staatliche Leistungen auch Geld kosten, und natürlich jeder der diese Vorzüge nutzt dafür auch zahlen soll, anstatt den Fiskus zu bescheissen.

                    Aber nochmal:
                    Bezüglich des Preises eines Produktes, dass in den USA entwickelt wird, in China gebaut wird und dann nach Deutschland geliefert wird - dabei ist der Zoll mit absolut keiner Wertsteigerung verbunden! Die öffentliche Ordung und Lebensqualität der Bürger jedoch steigt (sinkt, je nach Betrachtungswinkel) durch den Gebrauch des Produktes.
                    Es ist ja auch nicht so, dass der Staat nicht auch an anderer Stelle (Mehrwertsteuer) nochmal verdienen würde.

                    Knackpunkt ist, dass der Staat regelmässig Abgaben auf die Leistung anderer erhebt um dann in einer Weise damit zu "wirtschaften" wie es sich kein Unternehmen leisten kann. Und genau diese Abgaben werden rein Prozentual bezogen auf den Wert des Produktes erhoben. Im Gegensatz zur Entlohnung der an der Produktions- und Lieferkette beteiligten Personen. Wodurch die Forderungen politisch linker Regierungen nach gerechteren gesellschaftlichen Strukturen ja auch derart selbstgerecht sind.

                    • 0
                      Von tomkater68 am Di, 11. Juni 2013 um 16:12 #

                      Nein, der Staat trägt nichts zur Wertsteigerung des Produktes bei, dass in China produziert und hier zum Endverbraucher geliefert wird.

                      Der Endverbraucher bezieht die Produkte aber nicht direkt vom chinesischen Hersteller, sondern vom Einzelhändler, der wiederum kauft beim Großhändler usw. deren Mitarbeiter in der Regel deutsche Schulen, Berufsschulen und Universitäten besucht haben. Ohne diese staatliche Bildungsleistung würde kein Handy von China seinen Weg hierher finden.

                      Die Straßen bezahlt nicht der Staat, sondern der Steuerzahler.

                      Wir meinen doch dasselbe.

                      Die Steuergelder zu verwenden, damit Hooligans sich ein Fußballspiel ansehen und sich nicht einfach gegenseitig die Köpfe einschlagen (anstatt auf die Art das Problem selber zu lösen) kann ich auch nicht als gesamtgesellschaftlich sinnvolle Investition ansehen.

                      Wenn die Polizei bei einem Fußballspiel verhindert, dass sich Hooligans die Köpfe einschlagen, setzt sie das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit durch, das auch für Vollpfosten gilt. Dürfte die Polizei aussuchen, wem sie dieses Recht zugesteht und wem nicht, hätten wir keinen Rechtsstaat mehr. Insofern handelt es sich durchaus um eine gesamtgesellschaftlich sinnvolle Investition.

                      Im Gegensatz zur Entlohnung der an der Produktions- und Lieferkette beteiligten Personen.

                      Nun ist diese Entlohnung aber ziemlich ungleichmäßig verteilt. Während die "kleinen" Arbeiter mit Löhnen unterhalb der Armutsgrenze abgespeist werden, bekommen die Manager Millionengehälter. Diese Irrsinnsgehälter höher besteuern zu wollen, um "nach unten" umverteilen zu können, halte ich ebensowenig für selbstgerecht wie die Forderung, Erbschaften und Spekulationsgewinne (alles leistungslose Einkünfte) höher zu besteuern.

    0
    Von chrm am Mo, 10. Juni 2013 um 14:31 #

    Foxconn ist einer der gefragtesten Arbeitgebern in China - Selbstmorde gibts auch in westeuropäischen Großkonzernen.

    Wenn Du eine chinesische Durchschnittsfabrik von innen gesehen hast, wunderst Du Dich nicht, dass junge Chinesen sehr gerne bei Foxconn arbeiten.

    Die ganze Kritik an Foxconn ist scheinheilig. Sie zahlen in der Region gute Gehälter und die Arbeitsbedingungen sind für dortige Verhältnisse auch top.

    Die Kritiker wären wohl erst zufrieden, wenn Foxconn eine 35h Woche, Gewerkschaften (genauso korrupte wie bei uns?) und Weihnachtsgeld anbieten würde.
    Dann würden unsere Handies aber nicht 300, sondern 1300 EUR kosten. Bist Du bereit das zu bezahlen?

    Und ich kann Dir sagen, dass wahrscheinlich 70% aller Gegenstände, welche Dich umbgeben Made in China sind - und unter Bedienungen hergestellt wurden, gegen die Foxconn ein Paradies sein muss.

    Und gegenüber Bangladesch ist Foxconn sowieso ein Luxusproblem.

    • 0
      Von LH am Mo, 10. Juni 2013 um 14:48 #

      "Foxconn ist einer der gefragtesten Arbeitgebern in China - Selbstmorde gibts auch in westeuropäischen Großkonzernen."

      Das ist, soweit mir bekannt ist, durchaus korrekt. Die Selbstmorde werden oft als Argument vorgeschoben, dabei erfolgen sie meist aus anderen Gründen, bzw. würden auch sonst vorkommen.
      Selbstmorde sind meistens sehr komplexe Fälle, die man nicht an einzelnen Umständen festmachen kann.

      Aber...
      "Wenn Du eine chinesische Durchschnittsfabrik von innen gesehen hast, wunderst Du Dich nicht, dass junge Chinesen sehr gerne bei Foxconn arbeiten."

      Das rechtfertigt nichts. Nur weil es woanders schlimmer ist, macht das die Situation dort nicht allgemein besser.

      "Sie zahlen in der Region gute Gehälter"

      Dennoch sind sie sehr niedrig. Nur weil allgemein schlecht bezahlt wird, macht das die Bezahlung doch weder angemessen noch ausreichend.

      "Die Kritiker wären wohl erst zufrieden, wenn Foxconn eine 35h Woche, Gewerkschaften (...) und Weihnachtsgeld anbieten würde."

      Klingt gut. Bitte aber auch ordentliche Gehälter.

      "Dann würden unsere Handies aber nicht 300, sondern 1300 EUR kosten. Bist Du bereit das zu bezahlen?"

      Das ist Unsinn. Die Endmontage macht nur einen Bruchteil der Kosten aus. Wir reden von 10 EUR pro iPhone (etwa). Mach 30 daraus, schon leben die Leute deutlich besser, trotzdem würden die Preise nicht explodieren. Vor allem nicht bei Apple, wo diese Mehrkosten sogar leicht in der Marge liegen würden (natürlich mit Verlust bei Apple... ;) ).
      Die wirklich teuren Komponenten in Mobiltelefonen, wie SOC, Displays und Akkus, kommen alle aus HighTec Fabriken, in denen bessere Arbeitsbedingungen herrschen.

      "unter Bedienungen hergestellt wurden, gegen die Foxconn ein Paradies sein muss."

      Das ist sicher korrekt.

      "Und gegenüber Bangladesch ist Foxconn sowieso ein Luxusproblem."

      Genau, gemessen am schlimmsten geht es doch allen dort gut...
      Oder man versucht einfach mal, es für alle besser zu machen.

      • 0
        Von chrm am Mo, 10. Juni 2013 um 15:15 #

        Manchmal wundert es mich wirklich, wie wenig Ahnung die Leute von Marktgesetzen haben. Und wenn es kompliziert wird, wird einfach vereinfacht:

        Zitat: "Die Gewinnmarge entsteht zwischen "nichts existiert" und "fertiges iPhone beim User".

        Ja, so einfach kann man sich die Welt machen, so einfach ist es aber nicht.

        Also nochmal: Foxconn ist erfolgreich, weil es ausreichend gute Qualität zu ausreichend guten Preisen liefern kann. Foxconn ist keine Apple-Abteilung, sondern ein eigenständiger Konzern. Sie kalkulieren ihre Geschäftszahlen selbst. Sie haben hunderte Auftraggeber/Kunden.

        Diese Forderung, "wir geben der Näherin/dem Foxconn-Schrauber 1$ mehr, er ist Happy und unsere Jeans/iPhone kaum teuer" funktioniert deshalb nicht, weil die einzelnen Teile der Wertschöpfungskette strikt voneinander getrennt sind.

        Punkt zwei: natürlich musst Du die Arbeitsbedingung in einer chinesischen Fabrik mit einer anderen chinesischen Fabrik vergleichen, nicht mit einer tausende Kilometer weit weg. Alles andere ist weltfremdes Wunschdenken. Oder willst Du den Foxconn-Chinesen erklären, dass er nun unzufrieden sein soll, obwohl er den neuen Job 1000 Mal besser findet, als seinen alten?

        • 1
          Von tomkater68 am Di, 11. Juni 2013 um 11:06 #

          Manchmal wundert es mich wirklich, wie wenig Ahnung die Leute von Marktgesetzen haben. Und wenn es kompliziert wird, wird einfach vereinfacht:

          Mich wundert immer wieder, wieviele Leute die angeblichen 'Marktgesetze' für unabänderliche Naturgesetze halten. Die Auswüchse dieser 'Marktgesetze' sind ja nicht nur im fernen Asien sondern auch bei uns zu beobachten. Da werden Betriebsteile geschlossen, weil die abgeworfenen Gewinne nicht hochgenug sind, Massenentlassungen führen zu Kurssteigerungen an der Börse, Menschen werden zu Löhnen beschäftigt, die zum Leben nicht reichen und wenn ein paar von Ihnen für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen streiken, dann kommen garantiert genügend Asoziale, die ihnen als Streikbrecher in den Rücken fallen. Solidarität ist zum Fremdwort geworden. Jeder denkt nur an sich selbst und keiner merkt, dass es dieser Egoismus ist, der es der Oberschicht erst ermöglicht, sich auf Kosten des 'kleinen Mannes' die Taschen vollzustopfen.

          Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 11. Jun 2013 um 11:07.
          • 0
            Von Hmmm am Di, 11. Juni 2013 um 16:42 #

            Nö,
            mangelnde Bildung ist es, die einfache Lohnarbeitssklaven erschafft an Stelle von qualifizierten wehrhaften Fachkräften.
            Die Unterdrückung der Massen auf Grund "gebildeter" oder besser informierter (Stasi) Herrscher ermöglichte schon im Sozialismus und Kommunismus eine nennenswerte Schere zwischen Oben und Unten. Ausgerechnet bei denen war der Zwang zu ihrem Verhalten aber mit dem Zwang zum angeblich sozialen Verhalten begründet worden.
            Wären alle damaligen Arbeiter über die realen Lebensumstände in Ost und West, wie auch über die Funktionsweise von Propaganda informiert gewesen, dann hätten diese Systeme sich nicht so lange gehalten.
            Ein Schelm wer Böses dabei denkt, wenn man betrachtet dass die "sozialen Randgruppen" jene sind die das Gros der "Arbeitssklaven" stellen gleichzeitig jene sind, die seit jahrzehnten den grössten Teil der linken Wähler stellen. Zumindest in Westdeutschland.
            Ganz besonders paradox wird es aber, wenn man betrachtet, dass der Osten mit seinen Rechten die ausländischen Führungskräfte abschreckt, die vom deutschen Arbeitsrecht keine Ahnung haben und willfährig die Forderungen der Geschäftsleitungen durchsetzen würden. Dass es (scheinbar) genau deswegen dort es nicht zu Inverstitionen kommt.

            Ich halte fest:
            Es ist nicht der Egoismus der den Einzelnen vom finanziellen Erfolg abhält, sondern mangelndes Wissen und Intrigantentum das wehrhaften Personen den mangelden Erfolg beschehrt.

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Von Unwichtig am Mo, 10. Juni 2013 um 14:04 #

Sieht jedenfalls recht fluessig aus :)

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Von Tester am Di, 11. Juni 2013 um 16:13 #

Es ist absolut überflüssig eine Betaversion von Ubuntu zu hypen. Ob das jetzt PC, Phone oder Tablet ist
Als erstes muss ich sagen:"Toll gemacht" und vor allem ich wäre unfähig überhaupt eine solche Software zu schreiben.
Aber es ruckelt, von flüssig keine Spur. Auf dem alten i Phone habe ich den SIM-Pin deaktiviert und kann mit Nexus 4 (Ubuntu) telefonieren.
Manche Apps wie GMail frieren ab und zu ein und der Google Calender funktioniert nicht. Das hineinziehen der Ubuntu Menuleiste links, tut sich vielmals schwer.
SMS kann ich schreiben. Das Wetter zeigt es Ortsspezifisch an. Die Uhr lässt nicht einstellen und. Surfen funktioniert. Also Apps wie Ubuntu One sollten dann schon sein. Aber was noch wichtiger ist, dass sich Calendar, Contact etc. syncronisieren lassen. Das Nexus 4 ist im Gegensatz zu meinem iPhone 4 ein breite Flunder. Aber in punkto Nutzerfreundlichkeit ist das iPhone dem Ubuntu überlegen. Trotz der ellenlangen Systemeinstellung. Aber es ist gut und wird sicher noch besser.
Ich bin von OpenSource überzeugt und werde Ubuntu Phone den Vorzug geben.
Viren, beim iPhone weniger, aber es wird dem Benutzer vorgegben, was er zu sehen kriegt. Und wenn wir wegen Menschenwürdigen Arbeitsbedingungen diskutieren wollen, dann dürften wir überhaupt gar kein Computer oder Phone kaufen, auch kein Nexus 4

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Von Tester am Di, 11. Juni 2013 um 16:15 #

Es ist absolut überflüssig eine Betaversion von Ubuntu zu hypen. Ob das jetzt PC, Phone oder Tablet ist
Als erstes muss ich sagen:"Toll gemacht" und vor allem ich wäre unfähig überhaupt eine solche Software zu schreiben.
Aber es ruckelt, von flüssig keine Spur. Auf dem alten i Phone habe ich den SIM-Pin deaktiviert und kann mit Nexus 4 (Ubuntu) telefonieren.
Manche Apps wie GMail frieren ab und zu ein und der Google Calender funktioniert nicht. Das hineinziehen der Ubuntu Menuleiste links, tut sich vielmals schwer.
SMS kann ich schreiben. Das Wetter zeigt es Ortsspezifisch an. Die Uhr lässt nicht einstellen und. Surfen funktioniert. Also Apps wie Ubuntu One sollten dann schon sein. Aber was noch wichtiger ist, dass sich Calendar, Contact etc. syncronisieren lassen. Das Nexus 4 ist im Gegensatz zu meinem iPhone 4 ein breite Flunder. Aber in punkto Nutzerfreundlichkeit ist das iPhone dem Ubuntu überlegen. Trotz der ellenlangen Systemeinstellung. Aber es ist gut und wird sicher noch besser.
Ich bin von OpenSource überzeugt und werde Ubuntu Phone den Vorzug geben.
Viren, beim iPhone weniger, aber es wird dem Benutzer vorgegben, was er zu sehen kriegt. Und wenn wir wegen Menschenwürdigen Arbeitsbedingungen diskutieren wollen, dann dürften wir überhaupt gar kein Computer oder Phone kaufen, auch kein Nexus 4. Ich freue mich auf die finale Version von Ubuntu.
Aber kein Grund es sich jetzt schon zu installieren. Aber grosse Verbeugung vor
der OpenSource Gemeide.

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