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Fr, 21. Juni 2013, 09:16

Gesellschaft::Politik/Recht

Südtirols Behörden wechseln zu LibreOffice

Die Regierung der italienischen Provinz Südtirol gab gestern Pläne bekannt, innerhalb der nächsten drei Jahre alle Büroarbeitsplätze der öffentlichen Verwaltung auf LibreOffice umstellen zu wollen.

Von der Umstellung der rund 7.000 Arbeitsplätze werden laut Roberto Bizzo, dem Minister für Innovation und Informationstechnologie der Provinz, auch die Arbeitsplätze der Gemeinden und des Gesundheitswesens betroffen sein. In den letzten Monaten überprüfte die Regierung, ob es machbar ist, die bisher eingesetzten proprietären Büroanwendungen durch LibreOffice zu ersetzen. »Wir kamen zu dem Ergebnis, dass wir LibreOffice phasenweise einführen sollten, in engem Kontakt und Dialog mit den Beamten«, gab die Verwaltung in einer Pressemitteilung bekannt. »Der Paradigmenwechsel, der mit einer breit angelegten Einführung von Open-Source-Software in der Büroverwaltung einhergeht, erfordert sowohl von den Politikern als auch von den höchsten Managementebenen der betroffenen Verwaltungskörperschaften ein starkes Engagement für das Projekt«, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die Entscheidung, zu LibreOffice zu wechseln, basiert auf Hinweisen des Technischen Runden Tisches für Open Source, der von den IT-Verantwortlichen der öffentlichen Verwaltungen gegründet wurde. Die Arbeitsgruppe bestand unter anderem aus IKT-Experten der Regierung und Kommunen, des Gesundheitswesens und Vertretern des TIS Innovation Park und der Informatica Alto Adige.

Indem Südtirol auf LibreOffice umsattelt, möchte die Provinz die Herstellerabhängigkeit vermindern, die Flexibilität erhöhen und Lizenzkosten in Höhe von 600.000 Euro sparen. Ferner sollen kleinere und mittlere regionale IT-Dienstleister gefördert werden. »Die Anschaffung proprietärer Software-Lizenzen für die Büroautomation und jeden Arbeitsplatz der öffentlichen Verwaltung ist schwer zu rechtfertigen, wenn man bedenkt, dass die freie Softwarelösung LibreOffice verfügbar ist, die die Anforderungen der meisten Mitarbeiter derartiger Institutionen erfüllt«, so die Regierung. Die Regierung stellt Mittel bereit, um den Wechsel zu unterstützen und stellte einen EU-Antrag auf Ausschreibung, so dass IKT-Firmen der Regierung bei ihrem Wechsel zu LibreOffice unter die Arme greifen können.

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