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Mo, 24. Juni 2013, 19:07

Gesellschaft::Politik/Recht

München will LiMux-Projekt noch in diesem Jahr abschließen

Auf den Open-Source-Tagen Ende letzter Woche in München verkündete Münchens OB Ude unter anderem, dass bis Ende des Jahres 14.300 Arbeitsplätze umgestellt sein werden.

Stadt München

Die die im alten und neuen Münchener Rathaus abgehaltenen Open-Source-Tage boten einen zweitägigen Rahmen für Vorträge und Diskussionen rund um das Thema Open-Source-Philosophie, -Technologie und -Anwendung im Behördenumfeld, wobei bekannte Open-Source-Spezialisten Einblicke in ihre Arbeit gaben und ihre Erfahrungen weitergaben.

So verkündete Oberbürgermeister Christian Ude als Schirmherr der Veranstaltung neben der persönlichen Begrüßung der aus Deutschland Österreich, Italien und der Schweiz angereisten Experten in seinem Grußwort, dass noch bis Ende des Jahres 14.300 Arbeitsplätze umgestellt sein werden. Ude: »Mein Antrag, sich aus der Abhängigkeit von Microsoft zu befreien und auf Open Source zu setzen, war damals heiß umkämpft, konnte aber mithilfe der Szene durchgesetzt werden.«

Im weiteren Verlauf gab unter anderem Thomas Uhl von der Open Source Business Alliance einen Überblick über die neuesten Entwicklungen rund um in Deutschland entwickelte Cloud-Lösungen und -APIs. Markus Feilner vom Linux-Magazin widmete sich in seinem Vortrag angesichts der Tatsache, dass München Anfang diesen Jahres nach den Projekten LiMux und Wollmux die Einführung einer Groupware-Lösung ausgeschrieben hat, die unter der Bezeichnung MigMak implementiert werden soll, einem Überblick der aktuell verfügbaren Open-Source-Groupware-Produkte und den jeweiligen Plänen für neue Funktionen.

Die meisten der neuen Funktionen in den einschlägigen Produkten sind für die aktuell laufende LiMux-Groupware-Ausschreibung allerdings kaum von Belang. Die geht gerade erst in Phase 2 über, bei der die Produkte als Ganzes im Vordergrund stehen, gegenüber dem Fokus auf die dahinter stehenden Firmen in Phase 1. Mit einer Entscheidung ist frühestens im November zu rechnen.

Trotzdem gab Feilner einen interessanten Querschnitt über die bei den führenden freien Grouware-Lösungen geplanten neuen Funktionen. So will Open-Xchange sein OX Documents weiter im Hinblick auf die Nutzung von Smartphones und Tablets verbessern, bevor noch in diesem Jahr OX Spreadsheet und OX Presentation fertig werden und die bisherigen OX Documents bis dahin kostenlos bleiben sollen. Ferner soll Kolab 3.1 Carddav- und Caldav-Unterstützung erhalten, ebenso wie ein File-Manager-Backend und bessere Unterstützung für sehr große Adressbücher. Bei Zarafa arbeitet man derzeit an der Verbesserung der Skalierbarkeit und engagiert sich zur Zeit stark in Hosting-Projekte. Deshalb gibt es in diesem Jahr auch kein Summer-Camp, sondern lediglich eine Zarafatour betitelte Roadshow, bevor die erst im kommenden Jahr geplante Version 7.2 zahlreiche Neuerungen rund um die Exchange Web Services bringen soll.

Bis es soweit ist mit Groupware in München, plant die Stadt fristgerecht zum Ende des Supports von Windows XP im Juni 2014, allen interessierten Bürgern kostenlose Ubuntu-DVDs zur Verfügung zu stellen.

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