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Fr, 28. Juni 2013, 08:51

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu 13.10 setzt auf Mir

Wie das Ubuntu-Entwicklerteam jetzt offiziell bestätigte, soll das im Oktober erscheinende Ubuntu 13.10 vollständig auf den selbst entwickelten Display- und Composite-Server Mir aufsetzen.

Canonical

Unter dem Titel »Mir-Pläne in 13.10« kündigt Ubuntu-Community-Manager Jono Bacon im Namen der Ubuntu-Entwickler die offizielle Marschrichtung für Ubuntu 13.10 an. Demnach soll der von Ubuntu im Alleingang entwickelte Display- und Composite-Server Mir in der nächsten LTS-Version 14.04 im April 2014 zusammen mit Unity 8 durchgängig auf allen Ubuntu-Systemen vom Desktop über Fernseher, Tablets und Smartphones laufen. Ubuntu 13.10 soll der erste Schritt dahin sein, indem Mir bereits als Standard-Display-Server installiert wird. In Ubuntu 13.10 wird Unity 7 zum Einsatz kommen, das allerdings noch nicht an Mir angepasst ist.

Da somit noch keine Mir-Anwendungen zur Verfügung stehen, werden zwei parallele Strategien angewandt, um existierende X11-Anwendungen auszuführen. Dort, wo freie Grafiktreiber für Intel-, AMD- und Nvidia-Chips zum Einsatz kommen können, wird Mir als Display-Server dienen, da die freien Grafiktreiber bereits entsprechend angepasst sind. X11-Anwendungen werden unter Mir mittels der Kompatibilitätsschicht XMir laufen. Wo keine Mir-fähigen Grafiktreiber zur Verfügung stehen, wird weiter X11 zum Einsatz kommen, womit sich an der Situation nichts ändert.

Wie Bacon schreibt, soll X11 in Ubuntu 14.04 LTS aber entfallen. Bis dahin soll Mir auf allen Systemen laufen, da Canonical mit den Herstellern der Grafikchips und Partnern zusammenarbeite, um Treiber für Mir zu erhalten. Durch den Einsatz von Mir in Ubuntu 13.10 will man so früh wie möglich Feedback von den Benutzern erhalten, um Mir und XMir so stabil wie nur möglich zu machen. Laut Bacon arbeitet ein kompetentes dediziertes Team an dieser Aufgabe, und Mir sollte in Ubuntu 13.10 bereits stabil und mit hoher Geschwindigkeit laufen.


Alle Ubuntu-Varianten als Demo unter XMir

Obwohl diese Entscheidung laut Bacon im Ubuntu Community Council besprochen wurde und nichts die anderen Ubuntu-Varianten davon abhalten sollte, auf Mir und XMir aufzusetzen, wie das obige Video demonstriert, haben sich die ersten dieser Varianten bereits gegen Mir ausgesprochen und wollen die Ubuntu-Pläne nicht mittragen. Inwieweit diese Aussagen Bestand haben, lässt sich zwar noch nicht absehen. Doch hat sich der leitende Entwickler von Kubuntu, Jonathan Riddell, klar gegen Mir ausgesprochen. Demnach wird Mir für Kubuntu bis nach Version 14.04 LTS kein Thema sein. Und auch danach will Kubuntu nichts mir Mir zu tun haben, sondern stattdessen auf Wayland aufbauen. Zugleich kritisiert Riddell in deutlichen Worten den Alleingang von Ubuntu mit Mir, anstatt beim von der Gemeinschaft getragenen Wayland mitzuhelfen, als »Apple- oder Android-Vorgehen«.

Während Ubuntu mit Mir und Unity weiter im Verborgenen arbeitet - tagesaktuelle Installations-Images sind jedoch verfügbar -, wurden mehrere Ubuntu-Varianten jetzt als Alphaversionen veröffentlicht.

Kubuntu 13.10 Alpha 1 enthält KDE SC 4.11 Beta 1 und »Muon Discover«, eine einfache Oberfläche zum Finden und Installieren von Anwendungen. Lubuntu ersetzte den Browser Chromium durch Firefox und entfernte XScreenSaver. Das Installationsprogramm soll dank ZRam jetzt auch auf Rechnern mit wenig RAM laufen. Ubuntu Gnome enthält Gnome 3.8 mit einer optionalen Gnome Classic-Sitzung. Ubuntu Online Accounts wurde aus der Standardinstallation entfernt. Ubuntu Kylin enthält Unity mit diversen Anwendungen speziell für China, darunter eine Musiksuche und eine Wetter-Applikation. Die gemeinsame Basis aller Varianten von Ubuntu sind der Linux-Kernel 3.9.7 und diverse aktualisierte Anwendungen.

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