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Mo, 8. Juli 2013, 13:03

Software::Systemverwaltung

eDeploy: Neues System zur automatisierten Linux-Installation

Das französisch-kanadische Unternehmen eNovance hat ein neues Werkzeug vorgestellt, mit dem man Linux-Systeme mit wenig Aufwand auf vielen Rechnern installieren kann.

Die Bootsequenz von eDeploy

eNovance

Die Bootsequenz von eDeploy

Software-Systeme zur automatisierten Installation gibt es auch unter Linux in größerer Zahl. Mit eDeploy fügt das französisch-kanadische Unternehmen eNovance, das Firmensitze in Paris und Montreal hat, ein weiteres Werkzeug hinzu, das unter der freien Apache-Lizenz 2.0 steht.

Alle bereits existierenden Systeme zur automatisierten Installation von Linux-Rechnern haben gemeinsam, dass sie einiges an Einarbeitung erfordern. Dann muss definiert werden, wie das System aussehen soll, das auf den Rechnern installiert werden soll, und die Rechner müssen auf irgendeine Weise erfasst werden, damit sie bei der Installation das passende System erhalten. Viele Systeme sind darüber hinaus auch in der Lage, Updates und Konfigurationsänderungen der Rechner zu verwalten.

eDeploy dürfte diesbezüglich nicht viel anders sein. Es wird von seinen Autoren als Werkzeug der nächsten Generation bezeichnet, das zur Zeit noch eher experimentell ist. Der Schwerpunkt des neuen Programmes liegt auf automatisierten System-Updates. Eine Funktion, die nur wenige andere Systeme anbieten, ist die Möglichkeit, solche Updates bei Bedarf wieder rückgängig zu machen.

Eine Serie von Beiträgen im Blog des Herstellers soll die Eigenschaften von eDeploy genauer vorstellen. Den Anfang macht die erste Ankündigung, die sich auf das Verfahren konzentriert, mit dem eDeploy Rechner neu installiert. Diese automatisierte Installation läuft in drei Phasen ab: Hardware-Erkennung, Hardware-Konfiguration und Kopieren des Verzeichnisbaumes auf den Zielrechner.

Nach dem PXE-Booten mit einem speziellen Kernel und einer Initial Ramdisk (initrd) wird in der ersten Phase die für die Installation relevante Hardware erkannt, speziell Netzwerk-, RAID- und Festplattenadapter sowie IPMI-Controller. Die Daten werden an den Server geschickt, der daraus ein Konfigurations-Skript für das zu installierende System erzeugt. Dazu ermittelt er, zu welchem vorab erstellten Hardware-Profil der Rechner gehört, und die in diesem Profil definierten Variablen mit übergibt. Das in Python geschriebene Skript konfiguriert sodann die Hardware, legt Partitionen an und ermöglicht dann die dritte Phase, das Kopieren des zugehörigen Verzeichnisbaumes für das Dateisystem mittels rsync.

eDeploy steht zur Zeit als Quellcode auf Github zur Verfügung. Die initrd beruht auf einem minimalen Debian 7-System und kann mittels eines einfachen make generiert werden. Ob sich eDeploy auf Debian beschränkt oder allgemeiner ist, müssen die noch zu erwartenden Blog-Beiträge zeigen.

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