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Di, 9. Juli 2013, 14:31

Software::Virtualisierung

Xen 4.3 unterstützt ARM-Architekturen

Das Xen-Team hat seinen Hypervisor in der Version 4.3 veröffentlicht. Diese Veröffentlichung ist die erste, seit Xen im April dieses Jahres ein Gemeinschaftsprojekt der Linux-Foundation wurde.

xenproject.org

Mit dieser Version unterstützt Xen die Architekturen ARMv7-A sowie ARMv8-A. Auch wenn die Unterstützung bereits auf mehreren ARM-Boards erfolgreich getestet wurde, wird sie von den Entwicklern noch als Technologie-Vorschau bezeichnet. Wichtig wird die Funktionalität erst, wenn ARM-Server mit Virtualisierungs-Erweiterungen verfügbar sind. Momentan können nur wenige ARM-SoCs wie der Cortex A15 oder Cortex A7 Hardware-virtualisierte Gastsysteme verwalten.

Auf NUMA-Hardware agiert Xen 4.3 schneller als die Vorgängerversionen. Der HyperVisor unterstützt jetzt Systeme mit bis zu 16 TB Arbeitsspeicher und deutlich mehr virtuellen Prozessoren. Die Entwickler testeten Xen auf Hosts mit 750 vituellen CPUs. Sie sorgten auch dafür, dass das Blockspeicher-Protokoll besser skaliert, was zu höheren Schreib- und Lesegeschwindigkeiten auf Hosts mit mehr als sechs Gästen führt.

Bezüglich der Sicherheit wird in Xen 4.3 ein verbessertes virtual Trusted Platform Module-Subsystem (vTPM) eingesetzt. Damit ist es möglich, dass Gastsysteme leichter miteinander interagieren und auf einmalig emulierte Software zugreifen können, wenn sich diese in einer speziellen vTPM-Verwaltungs-Domaine befindet. Das XSM/Flask-Security-Subsystem deckt nun privilegierte und unprivilegierte APIs ab, wodurch sich die Sicherheitsfunktionalitäten von Xen in kleinere, voneinander abgetrennte Einheiten aufteilen lassen.

Virtuelle Maschinen, die keine Stub-Domains nutzen, greifen jetzt standardmäßig auf die offizielle Version von Qemu zurück. XL, das Xend seit der letzten Xen-Version ersetzt, unterstützt jetzt mehrere USB-Geräte und, vorerst noch experimentell, Open vSwitch Hot-Plug-Skripte. xl reboot lässt sich mittels der Option -w etwas Zeit, bevor eine virtuelle Maschine neu gestartet wird, und mit xl shutdown --all können Admins alle VMs eines Hosts auf einmal herunterfahren. In der Domain-Konfigurationsdatei ist es erlaubt, zwischen virtuellen stdvga- und cirrus-Grafikkarten zu wechseln und die Host-Konfiguration akzeptiert mehr Standardwerte für virtuelle Netzwerkgeräte. Ferner kann xl jetzt mit Storage-Driver-Domains umgehen.

Xen 4.3 ist auf Systemen mit modernen Prozessoren energieeffizienter und unterstützt unter anderem Intels Hardware-Virtualisierung für APIC, neuere VIA-Prozessoren, ACPI v5 und WC+-Speicher auf AMD-Prozessoren. Die Entwickler verbesserten außerdem die Trace- und Debug-Möglichkeiten. Eine Übersicht über alle Neuerungen gibt die Feature List.

Xen steht unter der GPLv2. Die aktuelle Version kann von der Projektseite heruntergeladen werden.

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