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Mo, 15. Juli 2013, 12:49

Software::Grafik

Wayland 1.2 freigegeben

Die aktualisierte Version 1.2 von Wayland bringt mit einem stabilen Server-API für den Display-Server und der Unterstützung für die Farbverwaltung zwei wesentliche Neuerungen.

wayland.freedesktop.org

Der ursprünglich von Kristian Høgsberg von Intels Open Source Technology Center (OSTC) gestartete, inzwischen von einer ganzen Reihe bekannter X.org-Entwickler vorangetriebene Display-Server Wayland galt bisher als designierter Nachfolger von X.org, der bei den meisten Linux-Distribution für die Grafikausgabe verantwortlich ist. Erst seit den vergangenen Wochen und Monaten wird ihm diese Rolle von Canonicals Display-Server Mir streitig gemacht, der in Ubuntu 13.10 erstmals eingesetzt werden soll, wenngleich sich die Entwickler von KDE, Gnome und Kubuntu zuletzt eindeutig für Wayland ausgesprochen haben.

Während das Protokoll für Wayland-Clients bereits seit der im vergangenen Oktober veröffentlichten Version 1.0 als stabil gilt, bringt die jetzt freigegebene Version 1.2 von Wayland und Weston auch eine stabile Programmierschnittstelle für den Display-Server. Ein damit übersetzter Compositor wie zum Beispiel Weston arbeitet dann auch mit späteren Wayland-Versionen zusammen. Das stabile API gewinnt gerade deshalb jetzt an Bedeutung, weil nach und nach weitere Compositors für Wayland entstehen.

Die ebenfalls mit der neuen Version einher gehende Unterstützung für die Farbverwaltung in Wayland und Weston wurde von den Entwicklern des Gnome Color Managers eingebracht. Dieser kann die neue Wayland-Funktion bereits benutzen. Auch der Code zum Skalieren der kompletten Bildschirmausgabe, zum Beispiel zum Darstellen von Desktop-Elementen in vernünftiger Größe auf besonders hochauflösenden Bildschirmen (HiDPI) stammt von Gnome-Entwicklern. Ferner unterstützt Wayland jetzt auch mehrere Arbeitsplätze (Multiseat) und enthält sogar ein Backend und einen Weston-Renderer für den Rasperry Pi.

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