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Mi, 17. Juli 2013, 10:50

Software::Web

Neuer PrivacyDongle verbessert das anonyme Surfen im Web

Der Verein Digital Courage hat eine aktuelle Version seines PrivacyDongle präsentiert. Der PrivacyDongle ist ein USB-Stick mit einem Firefox, der alle Verbindungen durch das Tor-Netzwerk leitet.

Digital Courage e.V.

Schon seit einigen Jahren bietet der Digital Courage e.V. seinen PrivacyDongle an, ein USB-Stick, auf dem sich ein für das Tor-Netzwerk konfigurierter Firefox befindet. Wie der Verein nun meldet, sind aufgrund der aktuellen Abhörskandale von NSA, BND und anderen die Anfragen nach einem aktualisierten PrivacyDongle stark gestiegen. Daher hat sich der Verein entschlossen, seinen PrivacyDongle neu aufzusetzen. Damit soll es allen Menschen einfach möglich werden, ohne Spuren im Netz zu surfen. Jede Verbindung zu einer Webseite wird verschlüsselt und über das Tor-Netzwerk hergestellt. Dadurch wird ein hoher Grad an Anonymisierung erreicht. Allerdings sind die übertragenen Daten nicht notwendigerweise durchgehend verschlüsselt.

Die Software hinterlässt nach Angaben der Entwickler auch keine Spuren auf dem heimischen Rechner, denn sie wird direkt vom USB-Stick gestartet. »Anonymes Surfen und sich unbeobachtet informieren können ist wichtig und ein Grundrecht. Gerade weil wir nichts Verwerfliches tun, wollen wir nicht ständig überwacht werden«, gibt der Verein zu Protokoll. Der neue PrivacyDongle 4 ist auf einem 2 GB großen USB-Stick für 25 Euro im Webshop erhältlich. Er soll unter Mac OS X und MS Windows funktionieren, unter Linux dagegen nur eingeschränkt. Wie die Entwickler schreiben, kann die Linux-Version »leider nur vom PC aus verwendet werden«. Eine Anleitung sowie eine Erklärung dieser Einschränkung sollen in Kürze nachgereicht werden.

Tor ist ein Anonymisierungsnetzwerk, welches nach dem Prinzip des Onion Routings (Mixkaskaden) basiert. Der Anwender verbindet sich mit dem Netzwerk und wird über eine zufällige Reihe von Tor-Servern geleitet, von denen jeder nur seinen Vorgänger und Nachfolger kennt. Die Daten werden zwischen den einzelnen Servern jeweils verschlüsselt übertragen. Fordert ein Rechner ein neues Ziel an, wird eine neue Route gewählt. Die Server speichern die Verbindungsdaten nicht, so dass es schwierig ist, den Weg der Datenpakete zu rekonstruieren. Da die Tor-Server in der Regel von Privatpersonen betrieben werden, ist es schwer bis unmöglich, das Netzwerk zu überwachen.

Der Digital Courage e.V., früher Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD), setzt sich seit 1987 für Bürgerrechte, Datenschutz und eine lebendige Demokratie ein, in der Menschen nicht nur als Marketingobjekte, Manövriermasse beim Abbau des Sozialstaates oder potentielle Terroristen betrachtet werden. Zu den Aktivitäten des Vereins gehören unter anderem Aufklärung via Öffentlichkeitsarbeit und Vorträge sowie die Vergabe des deutschen BigBrotherAwards (»Oscar für Datenkraken«).

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Kommentare (Insgesamt: 22 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[7]: HA HA HA oder HO HO HO? (macs, Fr, 19. Juli 2013)
Re[4]: HA HA HA oder HO HO HO? (sfsf, Do, 18. Juli 2013)
Re[6]: HA HA HA oder HO HO HO? (LH_, Do, 18. Juli 2013)
Re[5]: HA HA HA oder HO HO HO? (macs, Do, 18. Juli 2013)
Re: Whom can you trust? (GLassnig, Do, 18. Juli 2013)
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