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Fr, 19. Juli 2013, 13:04

Software::Emulatoren::Wine

Wine 1.6 freigegeben

Über ein Jahr nach der Freigabe von Version 1.4 hat das Wine-Projekt die nächste stabile Version 1.6 der Windows-Laufzeitumgebung für UNIX-Systeme veröffentlicht. In die neue Version sind über 10.000 Änderungen eingeflossen.

Wine HQ

Die Entwicklung von Wine (Akronym für »Wine Is Not an Emulator«) begann 1993, um Windows 3.1-Programme auf Linux ausführen zu können. Der damalige Koordinator des Projektes, Bob Amstadt, übergab Wine in der ersten Phase der Entwicklung an Alexandre Julliard, der es immer noch leitet. Bereits zehn Jahre nach der Gründung bestand Wine aus mehr als einer Million Zeilen C-Code und band über 300 Programmierer an sich. Mittlerweile unterstützt die Win32-API-Nachbildung die meisten Windows- Systemaufrufe. Sie emuliert allerdings Windows nicht, sondern stellt Windows-Programmen lediglich die Windows-Systemaufrufe unter Unix zur Verfügung. So können mittels Wine Anwendungen für Windows 3.1 bis hin zu Windows Windows 7 unter allen von der Anwendung unterstützten Plattformen ausgeführt werden.

Mit der Freigabe der Version 1.6 komplettiert das Team weiter die Funktionalität von Wine. Zu den Neuerungen der aktuellen Version gehören unter anderem ein Client-seitiges Rendering in der DIB-Engine, eine Unterstützung von OpenGL und Sub-Pixel-Font-Anti-Aliasing in DIB. Ferner verfügt die neue Version über eine vollständige Unterstützung von übereinander angeordneten Fenstern (Layered Windows). Weitere Änderungen umfassen Anpassungen an Dialogen, die sich nun an den DPI-Werten des Systems orientieren. Shortcuts, die im »Virtual Desktop«-Modus im Deskop-Verzeichnis abgelegt wurden, können nun zum Start von Anwendungen genutzt werden. Zudem verfügt Wine 1.6 über eine Unterstützung der X Resize, Rotate and Reflect Erweiterung (RandR) in den Versionen 1.2 und 1.3. Die weiteren Neuerungen umfassen Mehrkanal-ALSA-Unterstützung und eine Unterstützung von dynamischen Geräten mittels UDisks2.

Neu in der Version 1.6 ist auch eine bessere Unterstützung von Mac OS X. Ein nativer Treiber sorgt nun dafür, dass sich Wine-Anwendungen besser in den Desktop integrieren lassen. Zudem wird nicht mehr X11 unter Mac OS X zwingend benötigt. In der X11- und WineD3D-Unterstützung hat das Team eine globale Sperre entfernt und verlässt sich nun auf das interne Locking des Servers. Wine 1.6 kommt zudem mit Raw-Eingaben bei Mäusen und Tastaturen klar und bringt ein Wine-Mono-Paket mit sich. Beim Start von DOS-Anwendungen versucht Wine, DOSBox zu starten. Ferner wurde die Direct3D 9Ex-Unterstützung weiter komplettiert. Unter anderem unterstützt Wine 1.6 IDirect3DDevice9Ex::PresentEx und IDirect3DDevice9Ex::ResetEx. Eine Liste aller Änderungen kann der Ankündigung der aktuellen Version entnommen werden.

Wine 1.6 steht als Quellcode sowie in Form von Binärpaketen für einige Distributionen zum Download bereit.

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