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Mo, 22. Juli 2013, 16:00

Software::Distributionen::Ubuntu

KDE-Edition von Linux Mint 15 freigegeben

Die Linux-Mint-Distribution hat die KDE-Edition von Version 15 »Olivia« freigegeben. Sie kommt rund sieben Wochen nach der allgemeinen Verfügbarkeit von Linux Mint 15.

Linux Mint 15 »Olivia« KDE

Linux Mint

Linux Mint 15 »Olivia« KDE

Version 15 der populären Linux-Distribution Mint war bereits am 30. Mai erschienen, allerdings nur mit den Desktops Cinnamon und MATE. Die Distribution beruht auf den korrespondierenden Veröffentlichungen von Ubuntu, in dieser Version also auf Ubuntu 13.04. Nachdem die Xfce-Edition vor kurzem fertiggestellt wurde, haben die Entwickler jetzt auch die KDE-Edition mit KDE SC 4.10 veröffentlicht.

Linux Mint 15 KDE enthält KDE 4.10, das über den Display-Manager MDM gestartet wird. MDM verfügt jetzt über drei Anwendungen, die den Login-Bildschirm bereitstellen können: Eine auf Basis von GTK+, eine für GDM, für den hunderte von Themes verfügbar sind, und eine ganz neu geschriebene Anwendung, die HTML5-Technologien wie CSS, Javascript und WebGL nutzt und ebenfalls Themes unterstützt.

KDE 4.10 bringt bereits zahlreiche Neuerungen mit. Der Plasma-Desktop wurde weiter aufpoliert und Qt Quick wird in den Plasma-Workspaces noch intensiver als zuvor genutzt. Die bereits in den früheren Versionen eingeführten Qt-Quick-Plasma-Komponenten, die eine standardisierte API-Implementation von Widgets mit dem nativen Plasma-Aussehen bereitstellen, wurden um neue Module ergänzt. Viele weitere Plasma-Komponenten wurden neu in Qt Quick konzipiert. Unter anderem setzen die Systemleiste, der Pager, Systembenachrichtigungen, Bildschirmsperre und die Wetterstation auf die neue Technologie auf.

Fotostrecke: 7 Bilder

MDM mit interaktiven animierten Loginbildschirmen
Softwarequellen
Geschwindigkeitstest der Spiegelserver
Treiber-Manager
Willkommensbildschirm
Der Window-Manager KWin erhielt eine Integration von Get Hot New Stuff (GHNS), mit der zusätzliche Effekte und Skripte heruntergeladen und aktiviert werden können. Die Metadaten-Engine Nepomuk wurde überarbeitet und soll schneller und robuster indizieren. Ein neuer Tags-kioslave erlaubt es, in jeder KDE-Applikation nach Tags zu suchen. Neu sind ebenfalls der Print-Manager und die Anzeige von MTP-Geräten im Dateimanager Dolphin.

Für Linux Mint und seine Derivate gedacht ist das neue Werkzeug »MintSources«, auf dem Desktop »Softwarequellen« genannt. Es ermöglicht die komfortablere Verwaltung von Paketquellen. Ebenfalls neu ist »MintDrivers«, ein Treiber-Manager, der die Einbindung von nicht mitgelieferten Treibermodulen erleichtern soll. Weitere Verbesserungen gab es in der Update- und Systemverwaltung sowie beim Erscheinungsbild, wo mehr Fotos hoher Qualität als Hintergrundbilder zur Verfügung stehen. Ein ausführlicher Überblick über die Neuerungen ist in einer Auflistung verfügbar.

Daneben enthält die KDE-Edition die Verbesserungen von Linux Mint 15, das seinerseits die Verbesserungen von Ubuntu 13.04 mit sich bringt. Der Download der Edition ist von zahlreichen Spiegelservern möglich.

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