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Di, 23. Juli 2013, 08:09

Hardware::Kommunikation

Canonical sammelt für Ubuntu-Smartphone

32 Millionen US-Dollar will der Ubuntu-Herstaller Canonical im Zuge einer Crowdfunding-Kampagne einsammeln, um ein eigenes Smartphone für die Anfang des Jahres vorgestellte »Ubuntu Phone«-Plattform bauen zu können. 30 Tage vor dem Ablauf hat der Hersteller bereits über eine Million an Mitteln sicherstellen können.

Ubuntu Edge- Frontseite

youtube.com

Ubuntu Edge- Frontseite

Canonical will mit dem Ubuntu Phone nicht nur die Millionen privater Ubuntu-Nutzer erreichen, sondern schielt ebenfalls auf die Geschäftswelt. In Mark Shuttleworths Vision sollen Firmen, die ihre Angestellten mit Ubuntu Phones ausrüsten, im Endeffekt weniger Hardware anschaffen müssen als bei anderen Lösungen. Entsprechende Geräte sind zwar noch nicht vorhanden, doch hatte Shuttleworth angekündigt, diverse Hersteller akquiriert zu haben. Erste Geräte sollte es bereits Ende dieses Jahres geben. Konkrete Namen nannte er allerdings nicht.

Wie es den Anschein hat, will Shuttleworth sich allerdings nicht nur auf Fremdhersteller verlassen. Nun prescht Canonical vor und plant, ein eigenes Gerät in Auftrag zu geben. Dessen Finanzierung scheint allerdings noch nicht zu stehen und so sucht das Unternehmen mittels einer Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo nach interessierten Investoren, die bei der Erstellung des neuen Smartphones noch mithelfen wollen.

Ubuntu Edge - Rückseite

indiegogo.com

Ubuntu Edge - Rückseite

Insgesamt benötigt das Unternehmen 32 Millionen US-Dollar für Ubuntu Edge - so der Name des geplanten Smartphones. Ausgerüstet wird das Gerät mit einem 4,5-Zoll-Bildschrim mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixel. Den Kern des Smartphones soll eine schnelle Mehrkern-CPU, gepaart mit 4 GB RAM und 128 GB Speicher bilden. Desweiteren wird »Ubuntu Edge« mit einer 8 Megapixel-Kamera auf der Rückseite und einer 2 Megapixel-Kamera auf der Frontseite ausgeliefert. Mit von der Partie sollen zudem Dual-LTE, Dual-Band 802.11n Wi-Fi, Bluetooth und NFC sein, ferner ein GPS-Empfänger, Bewegungssensoren, Kompass und ein Barometer. An Anschlüssen soll unter anderem eine MHL-Schnittstelle (Mobile High-Definition Link) vorhanden sein.

Das Smartphone soll wahlweise entweder unter Ubuntu Phone oder unter Android betrieben werden können. Wie der Erklärung auf der Seite der Kampagne entnommen werden kann, zeigt das Smartphone auf einem regulären Monitor oder auf einem Fernseher einen Ubuntu-Desktop an, unter dem der Anwender normal arbeiten kann.

Als Liefertermin peilt Canonical Anfang des kommenden Jahres an. Wer von Beginn an dabei sein will, sollte mindestens eine Investitionssumme von 830 US-Dollar aufbringen. Für den Preis von 600 US-Dollar erhalten Investoren eine Kaufoption für das Gerät. Wer es exklusiver haben möchte, muss erheblich tiefer in die Tasche greifen – für 10.000 USD erhalten Interessenten einen der ersten 50 gefertigten (und nummerierten) Geräte, Zugang zu den Entwicklern sowie eine Einladung auf einen exklusiven Event mit Mark Shuttleworth. Unternehmen oder Organisationen können sich für 80.000 Dollar 100 Geräte sichern. Doch auch für den kleinen Geldbeutel ist was dabei: 20 Dollar bringen allen Investoren eine Erwähnung auf der Ubuntu-Edge-Founders-Seite ein.

Noch knapp 30 Tage haben Investoren oder Interessenten Zeit, sich für das Angebot zu begeistern. Mittlerweile hat Canonical über eine Million US-Dollar sammeln können, wobei der Gros der Investoren lediglich eine Kaufoption für das Gerät geordert hat.

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Kommentare (Insgesamt: 31 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Au Ja (ich, Mo, 29. Juli 2013)
Re[2]: M$ und sein eigenes Geld. (LH_, Mi, 24. Juli 2013)
Re: Canonical gehoert verboten (Oliver J., Di, 23. Juli 2013)
Re: M$ und sein eigenes Geld. (M$ = Marc Shuttleworth, Di, 23. Juli 2013)
Re[5]: M$ und sein eigenes Geld. (Numerobis, Di, 23. Juli 2013)
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