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Fr, 26. Juli 2013, 12:28

Software::Web

Mozilla stellt User Personalization vor

Geht es nach Mozilla, so sollen Webseiten ihre Angebote künftig individueller auf die Benutzer ausrichten können. Die dafür an die Webseiten übertragenen Stichwörter sollen aber von den Benutzern kontrolliert werden.

Mozilla

Das Mozilla Lab hat nach eigenen Angaben Experimente mit einem Verfahren begonnen, bei dem die thematischen Präferenzen eines Benutzers automatisch ermittelt und, sofern es der Benutzer zulässt, an Webseiten übertragen werden. Als Beispiel nennt der Artikel, dass aus der Browser-Historie hervorgehen könne, dass sich der Benutzer besonders für elektronische Geräte, Komödien, Hockey und Kochen interessiert. Dies könnte ausgewählten Webseiten, die der Benutzer besucht, mitgeteilt werden, damit sie diese Themen bevorzugt präsentieren und im Benutzer dadurch mehr Interesse wecken. Da ein Ziel von Mozilla darin besteht, die Kontrolle über alles dem Benutzer zu geben, würde sich pro Webseite individuell festlegen lassen, was ins Web übertragen wird.

Bei dieser Funktionalität hat Mozilla, wie die Organisation jetzt in ihrem Blog berichtet, mit einer Reihe von Webseitenbetreibern zusammengearbeitet. Erste Tests wurden unter anderem mit der Burda-Mediengruppe durchgeführt, und die Ergebnisse sollen ermutigend sein.

Die neue Funktionalität, die zur Zeit »User Personalization« (UP) heißt, entsprang der Überlegung, dass letztlich jeder Inhalt im Web gewisse Kosten hat. Gute Inhalte zu erstellen, kostet selbstverständlich Geld, wenn es nicht gerade um Projekte geht, die von Freiwilligen leben. Ebenso schlagen schlechte Inhalte mit Kosten zu Buche, da sie die Benutzer vergraulen können. Diese Kosten können durch Werbung, Abonnements oder andere Modelle aufgebracht werden. Mozilla will auf allen Ebenen dabei mithelfen, das Ökosystem des Webs zu fördern, und eine Möglichkeit dazu ist es, die Benutzung der Webseiten für die Benutzer angenehmer zu machen.

Dabei muss gemäß den Grundprinzipien von Mozilla allerdings die Transparenz und die Privatsphäre der Benutzer gewahrt bleiben. »User Personalization« ist eine Technologie, die das leisten kann, und von Webseitenbetreibern akzeptiert werden könne. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) sieht offenbar keine Bedenken und unterstützt das Konzept von Mozilla. Bis »User Personalization« den experimentellen Status ablegen kann, dürfte aber noch einige Zeit vergehen, da laut Mozilla noch viel zu tun ist.

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