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Di, 30. Juli 2013, 08:00

Software::Distributionen

IPFire will Tor-Integration

Um der steigenden Überwachung des Internets durch Geheimdienste oder Unternehmen entgegen wirken zu können, ist es laut einer Wunschliste der Anwender von IPFire an der Zeit, die Integration von Tor direkt in die Distribution einzubinden. Um das Vorhaben umsetzen zu können, sammeln die Entwickler nun Mittel für eine Implementierung.

IPFire: Connection-Tracking geöffneter Ports

ipfire.org

IPFire: Connection-Tracking geöffneter Ports

IPFire ist eine leicht installierbare, freie Linux-Distribution, die in erster Linie als Router und Firewall fungiert und es laut den Entwicklern problemlos mit anderen, auch kommerziellen Firewall-Lösungen aufnehmen kann. Die Lösung lässt sich mit wenigen Klicks konfigurieren und ist durch diverse Addons, beispielsweise Samba, Cups, FTP und NFS, Asterisk und Multimedia, zu einem Server erweiterbar. Das Baukastenprinzip ermöglicht dem Nutzer, sich ein nach eigenen Bedürfnissen maßgeschneidertes System zu erstellen. Dementsprechend bietet IPFire ein umfangreiches Paketverwaltungssystem, durch das sich das recht schlanke System mit zahlreichen Erweiterungen ergänzen lässt.

Um dem selbst gesteckten Ziel, eine einfach zu nutzende und mächtige Lösung auch für Netzwerkneulinge zu erstellen, noch näher zu kommen, sammeln die Entwickler nun Mittel für eine Implementierung des Tor-Netzwerks direkt in IPFire. Tor selbst ist ein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten, das auf TCP-Verbindungen aufsetzt. Unter anderem schützt die Lösung Anwender vor der Analyse des Datenverkehrs.

IPFire: Das System kann mittels Add-ons um weitere Funktionen ergänzt werden

ipfire.org

IPFire: Das System kann mittels Add-ons um weitere Funktionen ergänzt werden

Der eigentliche Wunsch, Tor in IPFire zu integrieren, ist nicht neu und wurde laut IPFire schon häufig geäußert. Mitte dieses Monats startete das Projekt auf der eigens eingerichteten Wunschseite des Projektes einen Aufruf, der prompt von den Nutzern auch befolgt wurde. Mittlerweile ist fast drei Viertel der benötigten Summe erbracht, obgleich noch 21 Tage bis zum Ende der Kampagne bleiben.

Wie die Entwickler schreiben, soll Tor direkt in IPFire eingebunden werden können. Um es den Benutzern schmackhaft zu machen, soll die eigentliche Konfiguration so weit wie nur möglich einfach gehalten werden. Zudem plant das Team, eine eigene Konfigurationsoberfläche zu erstellen. Wie auch die anderen Bereiche soll Tor als Add-on implementiert werden.

Tor-Projektgründer Roger Dingledine und Tor-Evangelist Jacob Appelbaum hielten erst am vergangenen Mittwoch an der Technischen Universität München einen Vortrag (Video), bei dem sie erneut die Notwendigkeit des Schutzes der Privatsphäre bekräftigten. Laut Dingledine und Appelbaum gibt der Erfolg des Netzwerks der Idee auch recht. So sei die Zahl der Exit-Nodes infolge des Überwachungsskandals während der vergangenen fünf Wochen von 3000 auf 4000 Server angewachsen.

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