Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Fr, 9. August 2013, 14:16

Gesellschaft::Politik/Recht

/ch/open fordert freie Software für Schweizer Schulen

Der Schweizer Bildungssektor besitzt laut der Swiss Open Systems User Group eine zu hohe Abhängigkeit von Microsoft, was zu überhöhten Ausgaben für proprietäre Software führt. Dabei ginge es auch grundsätzlich anders.

Mirko Lindner

Wie durch die NZZ aufgedeckt wurde, hat sich der Microsoft-Verkaufsleiter für Schweizer Bildungsorganisationen jahrelang an Lizenzverkäufen bei den Schulen bereichert. Laut der Handelszeitung können nun die gekündigten Verträge zu wesentlich höheren Software-Preisen bei Schulen führen.

Als Microsoft-Alternative fördert der Verein Swiss Open Systems User Group /ch/open den Einsatz von freier Software an Schulen. Seit 2007 führt die /ch/open jährlich eine Tagung für ICT-Verantwortliche von Schulen durch. Dort werden aktuelle Beispiele und Lösungen präsentiert, wie freie Software im Unterricht und für die Infrastruktur von Schulen erfolgreich eingesetzt werden kann.

/ch/open nimmt den aktuellen Fall zum Anlass, den Schwenk von Microsoft zu Linux zu fordern. Dass dies möglich und somit in den Augen von /ch/open Microsoft an Schulen eigentlich überflüssig ist, zeigt der Kanton Genf. Dort migriert das Bildungsdepartement zur Zeit mehrere Tausend Schularbeitsplätze von Windows auf Ubuntu mit LibreOffice statt Microsoft Office. Daher sei der Kanton Genf in keiner Weise durch die gekündigten Microsoft-Verträge tangiert.

Als andere Alternative zu Microsoft nennt die /ch/open den Linux-basierten Lernstick der Beratungsstelle für digitale Medien in Schule und Unterricht (imedias) der Fachhochschule Nordwestschweiz. Mit dem Lernstick können Schulen auf unkomplizierte und günstige Weise freie Software einsetzen und auf Microsoft verzichten. Der Lernstick sei gut dokumentiert und wird nach offiziellen Angaben bereits an Dutzenden von Schulen in der Schweiz und im Ausland eingesetzt.

Auch das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur educa.ch propagiert den Lernstick. Die /ch/open hat nach eigenen Angaben Gespräche mit educa.ch aufgenommen, um freie Software an Schulen weiter zu fördern und die Rahmenbedingungen beim Wechsel auf freie Software verbessern.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung