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Mi, 14. August 2013, 14:08

Gesellschaft::Bildung

Adapteva startet Parallella University Program

Adapteva, der Hersteller des Parallella-Boards, hat das »Parallella University Program« gestartet, in dessen Rahmen im Bereich Parallel Computing lehrende und forschende Hochschulen kostenlos mit Parallella-Boards ausgestattet werden können. Auf den Parallella-Boards arbeiten ein ARM-Prozessor und ein Parallelrechner-Chip zusammen.

Parallela

Adapteva

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Herzstück der Parallela-Boards sind ein Xilinx Zynq-7010 SoC oder Zynq-7020 SoC (ARM-A9 mit zwei Kernen, 667 MHz Taktfrequenz und FPGA-Logik) und ein Epiphany III oder IV Multicore Accelerator mit 16 oder 64 Kernen. Der ca. 8,6 x 5,5 cm messende Platinencomputer ist mit 1 GB Arbeitsspeicher (DDR3), zwei MicroUSB-2.0-Ports, Gigabit-Ethernetschnittstelle, MicroHDMI-Port sowie vier Allzweck-Erweiterungs-Anschlüssen mit jeweils 60 Pins bestückt. Eine MicroSD-Karte beherbergt Betriebssystem und Daten. Parallela-Boards werden mit einer Spannung von 5 Volt betrieben. Das Parallela-Board mit dem Epiphany IV-Chip soll laut Adapteva eine Leistung von bis zu 90 GFLOPS erreichen und dabei eine durchschnittliche Energieaufnahme von 5 Watt bei normaler Auslastung nicht überschreiten.

Mit dem »Parallella University Program« (PUP) möchte Adapteva sicherstellen, dass jede Hochschule, die im Bereich Parallele Programmierung forscht und ausbildet, über preiswerte und offene Parallelrechnerhardware verfügen kann. Die Hochschulen können sich bei Adapteva bewerben. Der Hersteller prüft anschließend, welche potenziellen Auswirkungen Forschung und Lehre haben, ob die Hochschule Erfahrung im Parallelrechnen hat, und den Grad der Offenheit bezüglich Publikationen und Quellcode. Akzeptierte Hochschulen erhalten kostenlose Parallella-Boards. Das Programm läuft jeweils ein Jahr und endet zum 31. Dezember. Anschließend können Hochschulen einen Antrag auf Wiedervorlage stellen.

Wie viele Parallella-Boards Adapteva kostenlos an Hochschulen abgibt, hängt von den Verkaufszahlen ab. Für 100 verkaufte Einplatinenrechner spendet Adaptiva ein Board. Quartalsweise werden die Zahlen ermittelt und die Boards verteilt. Dabei versucht der Hersteller, seine Zuwendungen möglichst weit zu streuen, was Forschungsgebiete und geografische Verteilung anbelangt. Der Plan ist, dass die verfügbaren Platinenrechner gleichmäßig an alle für das Programm akzeptierten Hochschulen abgegeben werden. Sind beispielsweise 1.000 Boards zu verteilen und es existieren 100 am PUP teilnehmende Institutionen, so erhält jede von ihnen 10 Boards.

Die Boards werden nicht an Professoren, Dozenten oder Hoschschulmitarbeiter abgegeben, die ad personam handeln. In dem Fall werden auch die Anträge nicht akzeptiert. Studenten einer Hochschule sind ebenso davon ausgenommen, Boards zu beantragen oder zugesendet zu bekommen. Die Parallella-Rechner dürfen in den Hochschulen nur für die Forschungs- und Ausbildungszwecke genutzt werden, für die sie gespendet wurden. Kommerzielle Nutzung und Wiederverkauf sind von Adapteva untersagt. Ferner müssen die begünstigten Hochschulen für Kosten (Steuern, Zollabgaben) aufkommen, die evtl. entstehen.

Adapteva hat die Parallella-Entwicklung über eine Kickstarter-Kampagne finanziert. Für das Parallella-16 nimmt der Hersteller aktuell Vorbestellungen an. Das Board kostet 99 USD (ca. 75 Euro) und soll ab Oktober versandt werden. Für 575 USD (ca. 435 Euro) gibt es das aus vier Boards und Zubehör bestehende Parallella Cluster Kit.

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