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Do, 22. August 2013, 13:32

Software::Kernel

btrfs-progs sollen stabilisiert werden

Über ein Jahr nach der letzten Freigabe einer Testversion der btrfs-progs sollen die Werkzeuge jetzt stabilisiert werden. Damit sollte eines der wohl größten Probleme des Dateisystems behoben werden.

Snapper: Yast-Modul für die Snapshotfunktionen von Btrfs

Mirko Lindner

Snapper: Yast-Modul für die Snapshotfunktionen von Btrfs

Btrfs stellt eine freie Implementierung eines modernen Dateisystems dar und bietet gegenüber traditionelleren Dateisystemen zusätzliche Möglichkeiten wie Unterstützung von Untervolumes, Schnappschüsse, Kompression und RAID. Das System selbst ist seit einiger Zeit als produktiv einsetzbar deklariert und wird als der kommende Standard unter Linux gehandelt. Bereits seit der Kernel-Version 2.6.31 finden dementsprechend keine Änderungen der Disk-Struktur mehr statt, die die Kompatibilität beeinträchtigen könnten. Im direkten Vergleich mit etablierten Lösungen unter Linux erweist sich Btrfs wenn nicht überlegen, dann wenigstens ebenbürtig.

Einen Nachteil des Systems aus heutiger Sicht stellt allerdings immer noch eine recht rudimentäre Unterstützung durch Tools dar. Zwar existiert mittlerweile, nach zahlreichen Ankündigungen und Verschiebungen, auch ein Testwerkzeug, doch ist dieses immer noch nicht fertig. Um sich ein Bild des Tools zu machen, reicht es, die Man-Page aufzurufen. So sehen die Entwickler das Tool immer noch unter massiver Entwicklung und empfehlen Anwendern, es lediglich zu Benchmarkzwecken einzusetzen.

Doch ohne brauchbare Werkzeuge wird Btrfs kaum eine Chance haben, sich durchzusetzen. Mittlerweile scheint das auch der Entwickler von Btrfs, Chris Mason, so zu sehen. Nachdem nun Entwickler von Arch und Fedora auf der Liste des Projektes nach dem Stand der Werkzeuge gefragt haben, versprach er, sich mehr um die Komplettierung der btrfs-progs zu kümmern.

Laut Aussage von Mason scheitert die Freigabe einer stabilen Version an den Ansprüchen des Entwicklers. Demnach habe er noch zahlreiche Funktionen in der Warteschlange, die bereits fertig implementiert seien, in seinem lokalen Git liegen und die er gerne in die stabile Version 1.0 einbinden würde. Er werde diese Funktionalität aber nun einschränken und einer Freigabe der Werkzeuge den Vorzug geben, so Mason weiter. Wann es allerdings so weit sein wird, gab der Entwickler nicht bekannt.

Inwieweit dem Versprechen einer stabilen und funktionierenden Version der btrfs-progs geglaubt werden kann, muss sich noch zeigen. Zu oft hat der Entwickler die Anwender mit Versprechen getröstet, die er nicht halten konnte. So schrieb er beispielsweise bereits vor über zwei Jahren von einer stabilen Version der Werkzeuge. Die Freigabe einer funktionierenden Version eines Testwerkzeugs sollte gar nur noch eine Frage von Tagen sein, so Mason im Mai 2011.

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