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Fr, 30. August 2013, 09:58

Software::Distributionen::OpenSuse

Opensuse: Statistiken zur Benutzung

Das Opensuse-Projekt hat seine Download- und Update-Zahlen ausgewertet und damit Rückschlüsse auf die Benutzung gezogen.

Anzahl der aktiven Opensuse-Installationen nach Version

Opensuse

Anzahl der aktiven Opensuse-Installationen nach Version

Es ist nicht leicht, Benutzerzahlen für ein Produkt zu nennen, das keine Lizenzen und keine Registrierung erfordert. Die besten Abschätzungen, die eine Linux-Distribution wie Opensuse machen kann, beruhen auf den Zahlen der heruntergeladenen ISO-Images und den heruntergeladenen Updates. Alberto Planas wertete diese Zahlen aus und stellte sie auf der Opensuse-Konferenz vor. Sie wurden jetzt nochmals in einem Artikel aufbereitet.

Die Downloads der ISO-Images, gemessen seit 2010, bewegen sich über weite Stecken nahe der Marke von 100.000 pro Woche, wobei jede Opensuse-Veröffentlichung markante Spitzen ergibt. Jeweils mit dem Erscheinen einer neuen Version sinken die Download-Zahlen der Vorversion drastisch ab, ohne ganz auf Null zurückzugehen. Insgesamt stellt das Opensuse-Team einen leichten Anstieg der Download-Zahlen zwischen 2010 und 2013 fest, der besonders bei den Downloads pro Monats sichtbar wird. Mit Opensuse 12.3 haben die Downloads etwa eine halbe Million im Monat erreicht.

Ein Download bedeutet allerdings noch keine Installation, andererseits könnten mit einem heruntergeladenen Image auch viele Systeme installiert worden sein. Wieviele Systeme aktiv genutzt werden, lässt sich an den Online-Updates ablesen. Deren Zahl dürfte eine Untergrenze der eingesetzten Systeme darstellen, da es auch Installationen gibt, die nicht am Netz hängen, keine Updates beziehen wollen oder nur selten aktualisiert werden.

Bei Updates sendet die Paketverwaltung Zypper eine eindeutige, aber zufällig erzeugte UUID mit. Damit lässt sich erkennen, wieviele unterschiedliche Systeme sich aktualisieren, selbst wenn sie sich hinter einem Proxy befinden und dieselbe IP-Adresse haben. Die UUID ist vollständig anonym und wirft daher keine Probleme mit der Privatsphäre auf.

Die Update-Zahlen zeigen zum einen, dass neue Versionen schnell von zahlreichen Benutzern eingesetzt werden. Viele sind jedoch bei den Updates sehr zögerlich, so gab es im Mai noch 140.000 Installationen, die mit einer älteren Version als Opensuse 12.2 betrieben wurden. Eine ganze Reihe davon läuft mit Systemen, die keine Sicherheitsupdates mehr erhalten und somit ein gewisses Risiko darstellen.

Eine lineare Regression der Daten zeigt außerdem, dass die Anzahl der Benutzer zwischen 2010 und 2013 langsam gefallen ist. Von den mehr als 400.000 unterschiedlichen UUIDs, die monatlich registriert wurden, gingen etwa 300 im Monat »verloren«, also unter 0,1%. Dies ist allerdings nur in der Monatsstatistik zu beobachten, bei der wöchentlichen Betrachtung ist die Zahl leicht steigend. Auch wenn man den Open Build Service und die Präsenz in sozialen Medien zum Maßstab nimmt, nimmt die Popularität von Opensuse stetig zu.

Das Opensuse-Team nahm weitere Auswertungen der Download-Zahlen vor, zum Beispiel nach Medium und Architektur. Das DVD-Image wird bei weitem am häufigsten heruntergeladen, und über zwei Drittel der Downloads sind für x86_64.

Zuletzt vergleichen die Entwickler ihre Zahlen noch mit denen von Fedora. Von den bekannteren Linux-Distributionen stellt nur Fedora Download-Zahlen zur Verfügung. Fedora zählt jedoch die IP-Adressen. Um besser vergleichen zu können, ermittelte Opensuse daher auch die Download-Zahlen anhand der IP-Adressen anstelle der UUID. Das Ergebnis ist, dass Fedora offenbar mehr Downloads hat - bis zu doppelt so viele. Bei den Benutzerzahlen, ermittelt aus den Zugriffen auf die Updates, liegt Opensuse jedoch vorn. Diese scheinbare Diskrepanz beruht darauf, dass zum Update eines Fedora-Systems ein Update mit dem neuen Installationsmedium empfohlen wird, bei Opensuse jedoch ein Online-Update mittels Zypper breite Anwendung findet.

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