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Di, 3. September 2013, 17:04

Software::Entwicklung

Coverity: Python setzt neuen Qualitätsmaßstab

Coverity, ein Unternehmen, das den Quellcode von Software einer statischen Fehlersuche unterzieht, bescheinigt Python die bisher höchste Qualität eines Projektes dieser Größe. Die aktuelle Analyse ergab lediglich 0,005 Fehler pro tausend Codezeilen im Python-Interpreter.

Python Software Foundation

Von Zeit zu Zeit hebt Coverity ein freies Projekt in seinem »Spotlight« hervor. Dieses Mal war es der freie Python-Interpreter, dessen mögliche Fehler und die resultierende »Fehlerdichte« (Anzahl der Fehler pro tausend Zeilen) ermittelt wurden.

Python wurde vor über 20 Jahren von Guido van Rossum entwickelt und konnte stetig an Beliebtheit zulegen, so dass es heute sehr weit verbreitet ist. Eingesetzt wird es sowohl in der Industrie als auch in Forschung und Wissenschaft. Von einfachen Skripten bis zu grafischen Programmen reicht die Spannweite der Python-Anwendungen, die laut Coverity von der Sicherheit und Stabilität von Python profitieren. Zu den großen Nutzern von Python gehören das CERN, Google, Mozilla, YouTube und viele andere.

Python, dessen Interpreter in C geschrieben ist, war eines der ersten Projekte, das in den Coverity Scan Service aufgenommen wurde. Dieser Dienst existiert auch, um potentiellen Kunden die Leistungsfähigeit und den Nutzen der Scan-Werkzeuge von Coverity zu demonstrieren. Zahlreiche freie Projekte wurden so auf potentielle Probleme in ihrem C-Code aufmerksam gemacht, und die meisten haben sich intensiv um ihre Beseitigung bemüht. Python tat sich hierbei besonders hervor. Lediglich 0,005 Fehler pro tausend Codezeilen verbleiben in Python, so das Ergebnis des aktuellen Scans. Alle besonders risikoreichen Defekte wurden behoben, so Coverity.

Coverity gibt an, die monatlichen Spotlights aufgrund großer Nachfrage im Anschluss an den Open Source Report 2012 eingeführt zu haben. Dieser Bericht hatte im Durchschnitt eine Defektdichte von 0,69 für die beteiligten freien Projekte ermittelt. Die meisten proprietären Projekte dürften dies nicht einmal in Ansätzen erreichen, was jedoch nicht direkt nachprüfbar ist, da die Ergebnisse der Coverity-Kunden vertraulich bleiben. Als Industriestandard für gute Code-Qualität gilt eine Defektdichte von unter 1. Der Wert von Python bleibt weit darunter, trotz eines Umfangs von 400.000 Code-Zeilen. Der Scan hat laut Coverity seit 2006 genau 996 potentielle Probleme in Python gefunden, von denen 860 behoben wurden.

Coverity lobt dementsprechend das Engagement der Python-Entwickler für höhere Code-Qualität und ruft andere freie Projekte, die in C, C++ oder Java geschrieben und noch nicht im Coverity-Scan aufgenommen sind, auf, sich für den Coverity-Scan zu bewerben.

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