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Mi, 4. September 2013, 13:24

Software::Distributionen::Fedora

Fedora 20 soll »Heisenbug« heißen

Die Entwickler der freien Distribution Fedora haben sich in einer Abstimmung für den Namen »Heisenbug« für die Fedora-Version 20 entschieden.

fedoraproject.org

Alle sechs Monate sind die Entwickler von Fedora aufgerufen, einen neuen fantasievollen Namen für die kommende Version der Distribution zu finden. Dabei gelten die Regeln, dass der neue Name zu dem vorangegangenen in einer (wie auch immer gearteten) Beziehung stehen muss und diese Beziehung in früheren Versionen noch nicht verwendet wurde. So trug beispielsweise Fedora 17 den Codenamen »Beefy Miracle« und Fedora 18 »Spherical Cow«. Das im Juli erschienene Fedora 19 erhielt den Namen »Schrödinger's Cat«. Die Gemeinsamkeit zu »Spherical Cow« war, dass beide ein theoretisches Gedankenexperiment darstellen.

Nun galt es einen Namen für die Version 20 zu finden. Ein Vorschlag konnte von jedem Mitglied der Gemeinschaft abgegeben werden, wovon auch diesmal reger Gebrauch gemacht wurde. Der Vorstand des Projektes traf nach der Prüfung der Gültigkeit und markenrechtlichen Unbedenklichkeit eine Vorauswahl, die dann zur Wahl stand. Von den wahlberechtigten Fedora-Mitgliedern beteiligten sich dieses Mal 361 an der Abstimmung. Vor einem halben Jahr waren es noch 429. Aus der Abstimmung ging »Heisenbug« mit klarem Vorsprung vor »Eigenstate« und »Félicette« als Sieger hervor, wie Projektleiterin Robyn Bergeron mitteilte. Als Heisenbug bezeichnet man einen Programmfehler, der nur äußerst schwer oder gar nicht zuverlässig reproduzierbar ist. Die Gemeinsamkeit zu »Schrödinger's Cat« ist, dass beide ein Paradox darstellen, wenn sie untersucht werden.

Fedora 20 wird dem Plan nach Ende November erscheinen. Eine erste Alphaversion der Distribution wird aller Voraussicht nach noch in diesem Monat veröffentlicht werden. Die Distribution wird unter anderem aktuelle Versionen der Desktop-Umgebungen KDE, Gnome, MATE und Sugar beinhalten. Zudem planen die Entwickler, ARM zu einer primären Architektur zu erheben. Ferner haben die Entwickler zahlreiche weitere Vorschläge für Änderungen gemeldet. Zu erwarten sind wie immer zahlreiche Software-Updates. Das Paket-Installationsprogramm gpk-application soll beispielsweise durch eine neue Anwendung ersetzt werden. Zudem soll ab der kommenden Version kein Mailserver mehr standardmäßig installiert werden, und der Syslog-Daemon soll entfallen.

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