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Di, 17. September 2013, 14:53

Software::Spiele

Valve: Linux gehört die Zukunft als Spieleplattform

Gabe Newell, Mitgründer und Leiter der Spiele-Entwicklerfirma Valve, war zu Gast auf der LinuxCon Nordamerika. In seiner Keynote nannte er Linux die Zukunft des Spielens und kündigte ein Hardware-Produkt an, das nächste Woche vorgestellt wird.

Steam Box-Prototyp »Bigfoot«

PC-Games

Steam Box-Prototyp »Bigfoot«

Die Linux Foundation hatte Newell als Keynote-Sprecher zur jährlichen Konferenz LinuxCon Nordamerika eingeladen, die dieses Jahr gemeinsam mit der CloudOpen in New Orleans stattfand. In seiner Präsentation erklärte Newell, dass Valve seinen gesamten Quellcode, Animationen und sonstigen Erzeugnisse unter Linux entwickle, und dies sei typisch für die gesamte Spiele-Industrie, also kein Alleingang von Valve.

Zuvor hatte Jim Zemlin, der Geschäftsführer der Linux Foundation, erklärt, dass Linux das Standardmodell für neue Bereiche der Innovation sei. Dieselben Trends werden nun auch von der Spiele-Industrie aufgegriffen, so Newell. Sie führen zu mehr Innovation, aber auch zu veränderten Geschäftsmodellen. Der Trend geht immer mehr weg von Konsolen-Hardware-Plattformen, deren Preis und Zugang von den Herstellern kontrolliert wird, zu kostenlosen Spielen im Web und Mehrspieler-Online-Spielen, oft auch für viele Spieler gleichzeitig. Das Ergebnis ist, dass die Unternehmen in Entwickler und Dienstleistungen investieren. Im Mittelpunkt der Vermarktungsstrategien stehen wieder die Benutzer.

Diese Erkenntnisse veranlassten Valve dazu, seinen Kurs zu ändern und stärker auf Linux zu setzen. Überzeugt, dass Linux die Zukunft als Spieleplattform ist, machte Valve nach langen Jahren des vergeblichen Bittens und Bettelns im Februar dieses Jahres die Steam-Plattform für Linux nutzbar. Dies umfasste auch erste Portierung von Spielen, von denen aktuell 198 auch unter Linux laufen. Laut Newell leisten die Valve-Entwickler Beiträge zu diversen freien Projekten, um die Spielmöglichkeiten unter Linux zu verbessern.

Im nächsten Schritt will Valve das »Fragmentationsproblem« angehen, das sich zwischen Mobilsystemen, Spielkonsolen und Desktop-PCs aufgetan hat. Die Lösung soll in einer »großen Vereinheitlichung« auf Basis einer Hardware liegen, die nächste Woche der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Obwohl Newell nicht von der Steam Box sprach, über die es bereits viele Gerüchte gab, bevor sie im Januar 2013 durch Steam bestätigt wurde, ist davon auszugehen, dass es sich genau im die bewusste Box handeln wird. Es soll sich um ein offenes System handeln, auf dem standardmäßig Linux läuft.

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