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Mo, 30. September 2013, 14:03

Software::Desktop

NoMachine 4.0 veröffentlicht

Der Softwarehersteller NoMachine hat eine neue Generation der gleichnamigen Terminal-Server-Software freigegeben. NoMachine 4.0 weist zahlreiche Änderungen gegenüber der Version 3.5 auf und unterstützt unter anderem einen besseren Zugriff auf Geräte des Servers.

NoMachine 4.0

nomachine.com

NoMachine 4.0

Bereits seit etlichen Jahren hat NoMachine mit »NX« eine Software im Programm, die das X11- Protokoll für grafische Oberflächen effizient komprimieren kann und so den Remote-Zugriff auch über schmalbandige Leitungen ermöglicht. Denn obwohl das X-Window-System von Haus aus netzwerkfähig ist, ist bei einem Einsatz über »langsame« Leitungen eine geringe Geschwindigkeit mit hoher Latenzzeit zu beobachten. NoMachine versucht dieses Manko zu lösen, indem sich der Server als Proxy zwischen die Partner schaltet und unter anderem die übertragenen grafischen Informationen besser komprimiert und puffert. Dementsprechend ermöglicht NoMachine ein schnelles Arbeiten selbst bei einer Modem-Verbindung. Zudem gibt die Lösung dem Anwender die Möglichkeit, sogenannte »seamless connections« zu starten. So lässt sich beispielsweise eine bestehende Verbindung trennen und später wieder von einer anderen Workstation aufnehmen.

Mit der Freigabe der Version 4.0 von NoMachine hat der Hersteller den ursprünglichen Namen »NX« aus der Produktbeschreibung getilgt. Was ebenfalls weichen musste, ist die freie Verfügbarkeit. Wurden in der Vergangenheit die Basisbibliotheken und alle wichtigen Kernbestandteile von NX von NoMachine unter die freie Lizenz GPL gestellt, so beendet NoNachine 4.0 diese Tradition. Fortan steht die Lösung allen Interessenten entweder in einer kostenlosen oder diversen kommerziellen Varianten zum Bezug bereit. Der Hersteller selbst beschrieb diesen Schritt in der Vergangenheit als wichtigen Meilenstein in der Firmengeschichte. Ob die freie Gemeinschaft das genauso sieht, darf bezweifelt werden.

NoMachine 4.0 erweitert das Spektrum der unterstützten Server-Plattformen nun auch um Windows. Nicht mehr unterstützt wird dagegen Solaris. Als Client können neben Linux, Mac OS X und Windows künftig auch Android- und iOS-Geräte fungieren. Eine Ausgabe der Grafik in einem Browser ist dagegen nicht mehr jedem möglich, sondern nur noch dem kommerziellen »NoMachine Portal Server« vorbehalten.

Die Client-Anwendung wurde massiv überarbeitet. So hat der Hersteller beispielsweise die komplette grafische Oberfläche überarbeitet. Das neue Menü kann während einer Remote-Session direkt aufgerufen werden. Dort finden sich nun die wichtigsten Funktionen zur Festlegung der eigentlichen Session, der Grafik- und Soundqualität oder den eingeschlossenen Geräten. Der eingebaute Recorder ermöglicht zudem, Aktivitäten innerhalb einer Session aufzunehmen. Diese lassen sich wiederum mit einem eigens konstruierten Player wiedergeben.

NoMachine 4.0 wird in verschiedenen Versionen angeboten. Während die reguläre, kostenlose Variante nur über die Basisfunktionalität verfügt, richtet sich der »Enterprise Desktop« an kleinere Unternehmen. Mit dem »Enterprise Server« gibt es zudem eine dedizierte Variante für größere Unternehmen. Einen Vergleich der Funktionen liefert die Feature-Tabelle.

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