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Mi, 2. Oktober 2013, 08:14

Software::Distributionen::OpenSuse

YaST: SLE und Opensuse sollen neuen Installer erhalten

Die Suse-Entwickler wollen ihren YaST-Installer für die kommende Version 12 von Suse Linux Enterprise grundlegend überarbeiten.

en.opensuse.org

Das YaST-Entwickler-Team will am Installations- und Konfigurationswerkzeug YaST für Suse Linux Enterprise 12 weitreichende Anpassungen vornehmen. Die Änderungen sollen aber bereits für die im Juli 2014 geplante Opensuse-Version 13.2 allen Nutzern zur Verfügung stehen. Laut einer Ankündigung des Suse-Angestellten Ladislav Slezak geht es dabei jedoch keinesfalls darum, YaST von Grund auf neu zu schreiben. Bestehende Funktionen sollen sogar so weit wie möglich übernommen werden. Das neue YaST soll zum Beispiel das Kopieren von Konfigurationen auf andere Rechner erlauben.

Das zugrunde liegende Framework erlaubt das vergleichsweise einfache Durchführen von Änderungen. Das Installieren von SLE und Opensuse soll mit dem neuen YaST künftig in drei grundlegenden Schritten »Daten sammlen«, »Installieren« und »Einstellungen anwenden« erfolgen. Bei jedem dieser Schritte soll es unabhängigen Entwicklern künftig auf einfache Weise möglich sein, eigene Anwendungen einzusetzen. Das gilt auch für auf Opensuse basierende Distributionen und sogar Suse-Kunden, die die Installation von Suse an ihre speziellen Bedürfnisse anpassen möchten.

Außerdem soll die in der aktuellen YaST-Version momentan zweite Phase, die erst nach einen Neustart das System konfiguriert, vollständig ersetzt werden. Slezak verlangt in seiner Ankündigung, das System müsse nach fertiggestellter Installation unmittelbar einsetzbar sein.

Ferner soll es mit dem neuen Installer auch möglich sein, eine Art Vorkonfiguration zu erstellen. Hierbei befolgt der Anwender zwar die einzelnen Installationsschritte, die Installation wird aber nicht auf dessen Rechner angewendet. Vielmehr speichert YaST in diesem Modus lediglich die Konfiguration, welche sich dann exportieren lässt. Mit so einer Konfigurationsdatei könnte das bereits existierende Administrationswerkzeug Auto-YaST SLE oder Opensuse ohne jede Nutzer-Interaktion auf beliebig vielen Rechner nach dem gleichen Muster ausrollen. Während die dazu notwendigen Einstellungen bislang aus einem laufenden System heraus erstellt werden mussten, soll das mit dem neuen YaST nicht mehr erforderlich sein. Die Möglichkeiten zur automatischen Konfiguration sollen in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. So soll beispielsweise GeoIP zum Setzen der Sprache und Zeitzone zum Einsatz kommen.

Insgesamt soll der Installationsvorgang auch einfacher werden. Wer fortgeschrittene Anmeldeszenarien etwa via NIS oder LDAP/Kerberos benötigt, kann diese künftig im installierten System einrichten. Die Suse-Entwickler wollen in naher Zukunft noch weitere Details veröffentlichen und rufen Interessierte dazu auf, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Eher schlechte Erfahrungen mit dem Überarbeiten des Installers hat das Fedora-Team im Zuge des Umbaus des Anaconda-Installer in Fedora 18 gemacht. Hierbei führten zu viele Änderungen bekanntlich zu den mehrfachen Verschiebungen des Veröffentlichungstermins und der Fedora-untypisch schlechten Qualität von Fedora 18 bei der Veröffentlichung, die wohl auch ursächlich für das verspätete Erscheinen von RHEL 7 sein wird.

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