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Fr, 4. Oktober 2013, 09:23

Gesellschaft::Politik/Recht

Berliner Geodaten kostenlos erhältlich

Wie die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mitteilt, sind ab 1. Oktober 2013 die Berliner Geodaten über das Geoportal der Behörde kostenfrei zugänglich.

Geodaten in JOSM

openstreetmap.org

Geodaten in JOSM

Damit setzt eine weitere Berliner Senatsstelle die Open-Data-Prinzipien um. Die freigegebenen Daten umfassen unter anderem die in den Bezirken geführte Automatisierte Liegenschaftskarte, topographische Landeskartenwerke, Luftbilder und daraus abgeleitete entzerrte Digitale Orthophotos sowie Informationen über Bodenrichtwerte. Sie dürfen für jeden kommerziellen und nicht-kommerziellen Verwendungszweck umfassend genutzt werden.

Das Lizenzrecht in Bezug auf die freigegebenen Daten wurde vereinfacht. Die umfassenden Nutzungsrechte werden nicht mehr durch individuelle Nutzungsverträge eingeräumt, sondern es gelten die von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt veröffentlichten Nutzungsbestimmungen, die auf der »Verordnung zur Festlegung der Nutzungsbestimmungen für die Bereitstellung von Geodaten des Bundes (GeoNutzV)« beruhen. Die Nutzungsbestimmungen beziehen sich dabei nicht nur auf Geodaten, sondern auch auf Geodatendienste sowie Metadaten. Nicht von Open Data erfasst werden weiterhin amtliche Auskünfte und Auszüge aus dem Liegenschaftskataster sowie Bescheinigungen und Beglaubigungen, für die weiterhin Gebühren erhoben werden.

Der Staatssekretär für Bauen und Wohnen Ephraim Gothe, merkte dazu an: »Gesellschaftliche Zukunftsthemen wie Klima, Energie, Mobilität oder Demographie sind auf Geoinformationen angewiesen. Mit der Freigabe der amtlichen Geodaten wird die Umsetzung der Open-Data-Initiative des Landes Berlin fortgeführt und ein wichtiger Beitrag für die nachhaltige Öffnung von Staat und Verwaltung geleistet. Die Umsetzung von Open Data im Berliner Vermessungswesen stärkt die Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit im Land Berlin und bietet nutzerfreundliche Angebote für Bürgerinnen und Bürger.«

Mathias Schindler von Wikimedia bezeichnet den Schritt im Blog des Projekts als »kleine Revolution«, wenn er weiter schreibt, »die Daten dürfen insbesondere vervielfältigt, ausgedruckt, präsentiert, bearbeitet sowie an Dritte übermittelt, mit eigenen Daten und Daten Anderer zusammengeführt, zu selbständigen Datensätzen verbunden, in interne und externe Geschäftsprozesse und Anwendungen in öffentlichen und nicht öffentlichen elektronischen Netzwerken eingebunden werden. Dies alles mit Quellenvermerkspflicht.« Damit wird Berlin zu einem der Spitzenreiter bei der Bereitstellung von Open Data aus dem Geoinformationsbereich. Das Berliner Open-Data-Portal war das erste seiner Art in Deutschland und wurde im April 2012 eröffnet.

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