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Mo, 7. Oktober 2013, 16:25

Software::Systemverwaltung

Nvidia-Grafiktreiber auf dem Weg zu Wayland- und Mir-Unterstützung?

Nvidia hat in der neuesten Betaversion seines proprietären Grafiktreibers für Linux die Schnittstelle EGL implementiert. Das nährt Spekulationen über eine kommende Unterstützung von Wayland und Mir.

Nvidia

Die aktuelle Betaversion 331.13 des Nvidia-Grafiktreibers enthält eine lange Liste von Änderungen. Neben zahlreichen Korrekturen erhielt der Treiber von den Nvidia-Entwicklern jetzt auch eine Steuerung der Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung, Meldung der Lüfterdrehzahl über das NV-CONTROL-API, Unterstützung separater Kernelmodule für jede Nvidia-Grafikeinheit (GPU) in einem System, die neue Konfigurationsoption AllowEmptyInitialConfiguration, verbessertes Caching von bestimmten X-Render-Aktionen und Änderungen im Installationsprogramm.

Doch die vielleicht bedeutendste Änderung ist die Implementation des EGL-APIs, laut Nvidia aktuell nur in der 32-Bit-Version des Treibers. EGL ist eine Programmierschnittstelle zwischen einem Fenstersystem und OpenGL. Während X11 eine Schnittstelle namens GLX zu OpenGL benutzt, verwenden andere Fenstersysteme - zu nennen sind insbesondere Android, Wayland und Mir - EGL, das von der Khronos Group spezifiziert wurde. Allerdings findet auch bei X11 ein Schwenk zu EGL statt, da GLX als nicht mehr zeitgemäß gilt. Wenn nun die Nvidia-Entwickler schreiben, das einzige unterstützte Fenstersystem sei derzeit X11, lässt dabei noch nichts auf eine eventuelle Unterstützung von Wayland oder Mir schließen. Der Grundstein ist jedoch gelegt, und es wären keine dramatischen Änderungen mehr nötig, um Wayland oder Mir zu unterstützen. Auf Android will Nvidia sowieso Einzug halten, und da sowohl Wayland als auch Mir im eingebetteten Bereich vielversprechend sind, wird von verschiedenen Medien bereits über die offizielle Unterstützung dieser Systeme spekuliert, beispielsweise bei Heise.

Wenige Tage zuvor hatte Nvidia eine neue stabile Version 319.60 des Grafiktreibers herausgebracht. Diese unterstützt erstmals die GPU GeForce GTX 760 Ti OEM und behebt laut dem offiziellen Änderungslog vier Fehler.

Beide Treiberversionen können entweder über Updates der Linux-Distributoren, sofern sie angeboten werden, oder durch Installation des Binärpakets von Nvidia genutzt werden. In vielen Fällen erfordert die Installation des Binärpakets die Compilierung (automatisch vorgenommen vom Installationsprogramm) einer kleinen Anpassungsschicht, die den Binärcode von Nvidia in ein zum Kernel passendes Modul umwandelt.

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