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Mo, 14. Oktober 2013, 14:50

Software::Netzwerk

Samba 4.1 veröffentlicht

Knapp ein Jahr nach der Freigabe von Samba 4.0 steht mit Samba 4.1 eine verbesserte Version des Servers bereit. Die größte Neuerung gegenüber der alten Version ist die Unterstützung von SMB2/3 und Verschlüsselung in den Client-Anwendungen und -Bibliotheken. Außerdem wurde das Kopieren von Dateien verbessert.

samba.org

Die neue Samba-Version kann als Domänen-Controller und Active Directory-Server fungieren. Sie enthält dazu einen LDAP-Server, ein Kerberos Key Distribution Center (KDC) und die Möglichkeit, sich wie in Samba 3 über CIFS anzumelden. Es sind zwei Dateiserver vorhanden. Der von Samba 3 (smbd) wird standardmäßig eingesetzt. Ein weiterer namens NTVFS ist besser an die Erfordernisse eines Active Directory-Domänen-Controllers angepasst und wird auch weiter unterstützt, langfristig soll dessen NT-FSA-Architektur jedoch in smbd integriert werden. Samba 4 enthält ferner zwei DNS-Implementierungen, eine einfache, die ohne Konfiguration auskommt, und eine universelle, die als Plugin realisiert ist.

Mit der Veröffentlichung von Samba 4.1 knapp ein Jahr nach der Freigabe von Samba 4.0, haben die Entwickler die Lösung weiter verbessert. So unterstützen die Client-Werkzeuge und -Bibliotheken erstmals die SMB2- und SMB3-Protokolle. Samba selbst unterstützt SMB2 bereits seit geraumer Zeit, doch die Client-Werkzeuge setzten noch immer auf das alte Protokoll auf. Mit der neuen Version ist es nun möglich, die verbesserte Generation der Protokolle einzusetzen. Dies passiert allerdings nicht automatisch, sondern muss explizit angefordert werden. Zudem werden die Unix-Extensions bei der neuen Übertragungsart nicht unterstützt.

Nachdem der Server selbst die verschlüsselte Übertragung mittels der Unix-Extensions bereits seit etlichen Jahren anbietet, zieht diese Funktionalität nun auch in die Clients ein. Möglich macht das ebenfalls die Unterstützung von SMB3 in den Clients. Die Entwickler weisen allerdings darauf hin, dass diese Funktion lediglich mit neuen Windows-Versionen funktioniert. Ältere Versionen des Betriebssystems, wie beispielsweise Windows 7, unterstützen SMB3 nicht. Zudem muss der »Encrypted Transport« über den Smbclient-Parameter »-e« aktiviert werden.

Eine weitere Neuerung der aktuellen Version von Samba stellt die Unterstützung von »Server-Side Copy« via das SMB2-Request »FSCTL_SRV_COPYCHUNK« dar. Wie die Entwickler schreiben, soll die neue Funktionalität das Kopieren von Dateien teils extrem beschleunigen, denn durch den neuen Befehl werden teils drastisch Zahlen von Netzwerk-Roundtrips vermieden. Auf Systemen mit Btrfs als Dateisystem kann die neue Funktionalität zudem zu einer Reduktion des belegten Festplattenspeichers führen, indem eine Kopie nicht als Duplikat, sondern lediglich als ein Verweis auf den zuvor allokierten Speicherbereich angelegt wird.

Neu in der Version 4.1 ist ferner die Verbesserung an der Replikation mit anderen Domänen-Controllern. Wie bereits Anfang des Jahres angekündigt, wurde auch das grafische Konfigurationswerkzeug Swat aus der Installation entfernt. Eine Liste aller Änderungen liefert die Ankündigung der aktuellen Version.

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