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Fr, 18. Oktober 2013, 09:19

Software::Cloud

OpenStack Havana mit neuen Komponenten

Die OpenStack-Entwickler haben rechtzeitig vor dem OpenStack Summit Anfang November in Hong Kong die zweite neue Version ihrer Verwaltungssoftware für private und hybride Clouds innerhalb dieses Jahres veröffentlicht. OpenStack 2013.2 erhielt den Namen »Havana« und strotzt vor neuen Funktionalitäten.

Orchestration Template in OpenStack Havana

OpenStack

Orchestration Template in OpenStack Havana

In den sechs Monaten Entwicklungszeit seit OpenStack Grizzly implementierten die 910 beteiligten Entwickler in OpenStack Havana die zwei neuen Komponenten Metering (»Ceilometer«) und Orchestration (»Heat«), spendierten den anderen Komponenten mehr als 400 neue Funktionalitäten und behoben mehr als 3.000 Fehler.

Der Ceilometer wird genutzt, um das Verhalten einzelner Komponenten auszuwerten, Statistiken zu erstellen und Nutzer zu informieren, wenn über einen längeren Zeitraum bestimmte Grenzwerte überschitten werden. Heat erlaubt es, Infrastrukturen für Cloud-Anwendungen zu verwalten. Dazu lassen sich innerhalb einer Textdatei Vorlagen für verschiedene Anwendungsszenarien erstellen, die sowohl von Menschen als auch Maschinen ausgewertet werden können. Innerhalb der Vorlagen lassen sich alle Komponenten sowie deren Beziehungen zueinander angeben. Heat kann sämtliche OpenStack-APIs aufrufen, um die vorgegebene Infrastruktur zu erstellen.

OpenStack Object Storage (»Swift«) unterstützt nun globale Cluster, deren Nodes sich in geografisch weit voneinander entfernten Rechenzentren befinden können. Mittels eines ab dieser Version unterstützten conf.d-Verzeichnisses sollen sich Server und Daemons leichter konfigurieren lassen. Für Object-Server sind Threadpools möglich, um die Latenzzeiten zu verringern. Zusätzlich ordneten die Entwickler viele Festplattenoperationen neu an, was zu stabileren und schnelleren Servern führt. Die Wahl der Handoff-Nodes erfolgt schneller und es wird ein Pool für Memcache-Verbindungen unterstützt.

OpenStack Compute (»Nova«) kommt mit der neuen, jedoch noch experimentellen Compute-REST-API in der Version 3 und vielen zusätzlichen API-Erweiterungen. Nova enthält jetzt Hypervisor-Unterstützung für mit Docker erstellte und verwaltete Container. Der Baremetal-Treiber erhielt ein Backend für Tilera Bare-Metal Provisioning. Der Hyper-V-Treiber unterstützt Windows Server / Hyper-V Server 2012 R2 und das VHDX-Format. Der Libvirt-Treiber kennt den qemu-guest-agent und kann PCI-Geräte direkt an virtuelle Maschinen durchreichen. Ferner gibt es hier die neuen virtuellen Interface-Treiber IO Visor, Indigo Virtual Switch und Mellanox. Mit dem VMWare-Treiber lassen sich mehrere Cluster verwalten und es wird der Cinder-Treiber unterstützt. Administratoren, die OpenStack mit Xenserver nutzen, erhalten ein Log der Server-Konsole und können große ephemerische Disks in kleine, 1024 oder 2000 GB große Stücke teilen. Die Standard-Quota ist nun editierbar und Netzwerkadressen werden parallel zu anderen Operationen vergeben, was einen schnelleren Bootvorgang ermöglicht.

OpenStack Identity (»Keystone«) kann Autorisierungsdaten in einem separaten Backend speichern und erlaubt feinere RBAC-Regeln, die beispielsweise auf Eigenschaften der API-Anfrage basieren dürfen. Die Token-Erzeugung wurde von der Speicherung getrennt und kann als Plugin umgesetzt werden. So können Entwickler eigene Tokens erstellen und sind nicht mehr auf die bisherigen UUID- oder PKI-Lösungen angewiesen. Die Keystone-API wurde überarbeitet und die Geschwindigkeit des Identitätsdienste verbessert.

OpenStacks Network Service wurde von Quantum in Neutron umbenannt. Der in Grizzly vorgestellte Load Balancer (LBaaS) ist jetzt stabil. Das VPN-Service-Plugin unterstützt Site-to-Site IPSec-VPNs und es gibt einen neuen Firewall-Service, der allerdings noch experimentell ist. Mit dem neuen Modular Layer 2 (ML2) Plugin soll OpenStack Neutron Layer-2-Netzwerk-Technologien nutzen können, die in Datenzentren anzutreffen sind.

Der OpenStack Image Service (»Glance«) kommt mit einer neuen API für den Registrierungsservice und unterstützt die Backend-Speicherlösungen Sheepdog, Cinder und GridFS. Das Dashboard (»Horizon«) unterstützt bereits Heat und Ceilometer, das OpenStack Database as a Service project (»Trove«) und die neuen Nova-, Neutron- und Keystone-Funktionalitäten. Dank der verbesserten Anwenderfreundlichkeit dürfen Anwender ihr Passwort ohne Zutun eines Administrators ändern und erhalten detailliertere Meldungen, wenn eine Sitzung unerwartet beendet wurde. Das Admin-Dashboard wurde aufgeräumt und es gibt Vorlagen für häufig genutzte Sicherheitsregeln. Horizon verzichtet jetzt auf Node.js und setzt stattdessen auf Pythons lesscpy, um die dynamische Stylesheet-Sprache LESS zu unterstützen. Weitere Neuerungen sind in den Veröffentlichungsnotizen aufgeführt.

OpenStack wurde größtenteils in Python implementiert und und steht unter der Apache-Lizenz 2.0. Die einzelnen Komponenten können von der Projektseite heruntergeladen werden.

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