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Sa, 19. Oktober 2013, 13:53

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu 14.04 LTS soll Trusty Tahr heißen

Mark Shuttleworth hat sich für Trusty Tahr als Name für die nächste Ubuntu-Version, die eine langfristig unterstützte Version wird, entschieden. Zugleich greift er die Ubuntu-Kritiker scharf an.

Himalaya-Tahr

Michail Jungierek

Himalaya-Tahr

Nur einen Tag nach der Veröffentlichung von Ubuntu 13.10 »Saucy Salamander« hat Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth den Namen der kommenden Version bekannt gegeben. Dieser Name musste sich, der Tradition folgende, aus zwei mit »T« beginnenden Wörtern zusammensetzen. Da die kommende Version eine langfristig unterstützte Version (LTS) wird, sollte der Name auch für Stabilität und Vertrauenswürdigkeit stehen. So entschied sich Shuttleworth, wie er in seinem Blog in geradezu lyrischen Sätzen verkündet, für »Trusty Tahr«.

Shuttleworth lobt das gerade erschienene Ubuntu 13.10, das das Ergebnis der engagierten Arbeit vieler Teams und Einzelpersonen sei, die von vielen unterschiedlichen Motivationen angetrieben sind. Ubuntu 13.10 ist gewissermaßen die Vorschau auf Version 14.04 LTS, in der die meisten wichtigen Änderungen für den Zweijahreszyklus der LTS-Versionen bereits enthalten sind. Zudem markiert Version 13.10 die Ankunft der Mobilversion, die Shuttleworth als »Mobile Personal Computing« anpreist. Eine wichtige Neuerung ist demnach das bisher nur in der Mobilversion enthaltene Image-basierte Update, das Shuttleworth nach seinen Aussagen gerne bald auf seinem Laptop hätte. Damit kann die Integrität eines Gerätes sichergestellt werden, und es ist immer klar, welche Version gerade im Einsatz ist.

Die zweite große Neuerung, die zwar noch nicht in der Desktop-Version angekommen ist, aber bereits in der Mobilversion, ist der neue Display-Server Mir. Shuttleworth verteidigt diese Arbeit, die nach Ansicht vieler Kritiker eine völlig unnötige Duplikation der Arbeit von Wayland darstellt, damit, dass Mir auf Geschwindigkeit und Energieeffizienz ausgelegt sei. Die Kritiker bezeichnet er als »Open Source Tea Party«, die aus rein politischen Gründen agieren. Insbesondere sei es schwer einzusehen, warum diverse Projekte eine Portierung beispielsweise auf MS Windows unterstützen, eine auf Mir dagegen nicht. Es seien zudem dieselben Leute, die sich weigerten, die Arbeit anderer Projekte zu übernehmen und stattdessen eigene Entwicklungen starten, beispielsweise das hochgradig ins System eingreifende und kaum zu rechtfertigende Systemd. Ubuntu hatte schon vor dem Entstehen von Systemd das eigene Init-System Upstart entwickelt und ist nicht geneigt, dieses durch Systemd zu ersetzen.

Doch nun wird die Entwicklung der nächsten Version begonnen, die mit dem Adjektiv »trusty« bedacht wird, um die Vertrauenswürdigkeit der langfristig unterstützten Plattform herauszustellen. Das Maskottchen dieser Version wird der Tahr, eine Gattung von Säugetieren, die Ziegen ähnelt und im Hochgebirge, unter anderem auch im Himalaya, lebt. Die Ziele der neuen Version werden auf der nächsten Ubuntu-Konferenz, die online stattfindet, definiert. Shuttleworth fordert die Entwickler auf, die Stabilität der kommenden Version in Betracht zu ziehen und eher konservativ vorzugehen. Im Server-Bereich wird Ubuntu mehrere Versionen von OpenStack unterstützen, auf dem Desktop wird Mir Einzug halten und die Qualität soll weiter gesteigert werden. Die Mobilversion wird 2014 keine LTS-Version, da in diesem Bereich eine weiterhin schnelle Entwicklung nötig sein wird.

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Kommentare (Insgesamt: 77 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Tahr statt Thar (Marcus Moeller, Mi, 13. November 2013)
Re[6]: halb OT, welchen Desktop (Herzlos, Mi, 23. Oktober 2013)
Re[3]: TV-Duell (devent, Di, 22. Oktober 2013)
Re[3]: TV-Duell (blubbermal, Di, 22. Oktober 2013)
Re[5]: halb OT, welchen Desktop (Idiotenpfleger, Di, 22. Oktober 2013)
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