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Di, 22. Oktober 2013, 08:37

Gemeinschaft

Open Virtualization Alliance zieht unter das Dach der Linux Foundation

Die Open Virtualization Alliance, ein Firmenkonsortium zur Förderung der Linux-Virtualisierungstechnologie KVM, wird zu einem Gemeinschaftsprojekt der Linux Foundation.

Linux Foundation

Die Open Virtualization Alliance (OVA) wurde im Mai 2011 gegründet, um den Einsatz der Linux-Virtualisierungstechnik KVM (Kernel-based Virtual Machines) zu fördern. Die Gründer waren BMC, IBM, HP, Intel, Red Hat, SUSE und Eucalyptus Software. Aus diesen sieben Unternehmen wurden inzwischen mehr als 250, die jeweils Produkte oder Dienstleistungen im KVM-Kontext anbieten. Aufgabe der OVA ist es, die Eignung von KVM für Unternehmen herauszustellen, unter anderem durch Schulungen, Marketing und Aufzeigen des um KVM entstandenen Ökosystems. Die Entwicklung von KVM wird von der OVA nicht beeinflusst. Diese wird maßgeblich von Red Hat, das die ursprünglichen Entwickler von KVM, Qumranet, übernommen hatte, und IBM geleistet.

Die Open Virtualization Alliance schließt sich nun der Linux Foundation an und wird innerhalb der Organisation zu einem Gemeinschaftsprojekt. An den Aktivitäten der OVA soll sich nichts ändern. Der Schritt wurde in der Erwartung vorgenommen, dass damit die Reichweite der Aktivitäten der OVA vergrößert wird.

Daneben soll der Umzug zur Linux Foundation auch die Betriebskosten der OVA senken. Die OVA will von der Erfahrung der Linux Foundation und ihrer Mitglieder profitieren, und der Umzug soll auch neue Anreize zur aktiven Beteiligung der Mitglieder liefern.

Mit der OVA steigt die Zahl der gemeinschaftlichen Zusammenarbeitsprojekte der Linux Foundation auf 10. Dazu kommt noch der Linux-Kernel. Erst im August war die Plattform OpenBEL hinzugekommen. Neu kamen in diesem Jahr auch der Hypervisor Xen, OpenDaylight, das eine freie »Software-Defined Networking«-Plattform schaffen will, und OpenMAMA, eine freie Nachrichten-Middleware, zur Linux Foundation.

Zusammenarbeit wird damit immer mehr, noch vor Linux oder Software-Freiheit, zur Hauptkompetenz der Linux Foundation. Dies entstand aus der Erkenntnis, dass die Arbeit an gemeinsamen Zielen in einem offenen Projekt für alle Beteiligten von Vorteil ist, selbst wenn sie eigentlich Konkurrenten sind. Sie können auf vorhandenen Code aufbauen, statt alles immer wieder von Grund auf neu entwickeln zu müssen, was zu offensichtlichen Einsparungen führt. Das gemeinschaftliche Produkt ist funktionsreicher, stabiler und sicherer als proprietärer Code und kann durch eigene Dienste und Erweiterungen erweitert werden, um damit Geld zu verdienen. In gleicher Weise kann die Zusammenarbeit, wie die Beispiele OVA und OpenBEL zeigen, von Vorteil sein, wenn es nicht unmittelbar um die Code-Entwicklung geht.

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