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Fr, 25. Oktober 2013, 10:03

Gemeinschaft::Personen

Linus Torvalds sieht in SteamOS große Chance für Linux

Linus Torvalds hat auf Linuxcon in Edinburgh eine Frage- und Antwort-Runde zusammen mit Dirk Hohndel zur Gegenwart und Zukunft von Linux abgehalten.

Linus Torvalds, Initiator des Linux-Kernels

Linux Foundation

Linus Torvalds, Initiator des Linux-Kernels

Torvalds, der die Fragerunde zusammen mit Intels oberstem Open-Source-Beauftragten Dirk Hohndel absolvierte, sagte auf die Frage, ob es aufregende zukünftige Entwicklungen im Kernel gebe, dieser tue schon seit 20 Jahren, was er von ihm erwarte. Aufregend sei lediglich die Integration ständig neuer Hardware. In diesem Zusammenhang sieht Torvalds, das Firmen, die mit Linux zusammenarbeiten, im Vorteil sind und mehr Erfolg haben werden.

Auf die Frage aus dem Publikum, wie man Kernel-Maintainer werde, antwortete Torvalds, man müsse nicht unbedingt der Top-Techniker sein, wichtiger sei Zuverlässigkeit und Ansprechbarkeit. Das Vertrauen der Kernel-Entwickler könne man sich erst über Jahre erarbeiten.

Nach der Perspektive für Linux für die nächsten zehn oder fünfzehn Jahre befragt, rückte Torvalds den Desktop in den Mittelpunkt. Hier sieht er noch Herausforderungen, die gemeistert werden können, wenn die Entwickler der Desktop-Umgebungen ihre Grabenkämpfe aufgeben würden. In Valves SteamOS und der dahinter stehenden Vision für Linux sieht Torvalds eine große Chance für Linux auf dem Desktop. Die Initiative von Valve, Linux als die bessere Spieleplattform zu etablieren, könne Hersteller wie auch Spiele-Verleger dazu bringen, Linux ernster zu nehmen.

Ein wunder Punkt der Unterstützung der Hersteller sind immer noch Grafikkartentreiber, was Torvalds letztes Jahr zu seinem Ausspruch »Fuck you, Nvidia!« animierte. Auch hier scheint Valves Initiative positiv zu wirken, denn Nvidia hat sowohl seine proprietären Treiber für SteamOS angepasst als auch angekündigt, das Reverse Engineering des freien Treibers Nouveau durch Veröffentlichung von Dokumentation erleichtern zu wollen.

Valves Vorstoß werde nicht nur in Sachen Grafikstack positiv wirken, es werden laut Torvalds auch andere Spieleplattformen nachziehen müssen, wenn sie nicht das Nachsehen haben wollen. Valve gebe damit ein gutes Beispiel für Standardisierung: Standards sollten nicht in verrauchten Hinterzimmern auf Papier entstehen, sondern indem jemand sage: »Wir tun das jetzt, und so wird es gemacht«. Der Erfolg besorge dann den Rest, so der Linux-Vater.

Linux entwickle sich an vielen Stellen sehr positiv, lediglich beim Desktop herrsche ein Sumpf mit Richtungskämpfen und Leuten, die sich daneben benehmen. Ein Punkt, der bei Linux am Desktop den Durchbruch verhindere, seien beispielsweise unnütze UX-Spielereien. Er hoffe, so Torvalds, die Entwickler werden zukünftig weniger streiten und mehr Wert auf die technische Weiterentwicklung legen, anstatt den Anmelde-Bildschirm weiter zu verschönern. In dieser Hinsicht lobte Torvalds im Frühjahr das Chromebook »Pixel«.

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Kommentare (Insgesamt: 27 || Alle anzeigen || Kommentieren )
(tomkater68, Mo, 28. Oktober 2013)
Re[5]: Software (.-,.-,.-,.-,, So, 27. Oktober 2013)
Re[2]: Ohrfeige für Gnome 3 (Lexi, So, 27. Oktober 2013)
Re[4]: Software (Herzlos, So, 27. Oktober 2013)
Re[4]: Ohrfeige für Gnome 3 (Herzlos, So, 27. Oktober 2013)
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