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Di, 5. November 2013, 17:03

Software::Desktop::Xfce

XFCE soll Standard-Desktop bei Debian 8 werden

Mit dem Ändern von zwei Zeilen im Git-Repositorium hat Debian-Entwickler Joey Hess den künftigen Standard-Desktop von Gnome auf XFCE abgeändert.

Software in the Public Interest (SPI)

Debian 8 »Jessie« wird vermutlich mit XFCE anstatt Gnome als Standard-Desktop veröffentlicht. Die Entscheidung für XFCE als standardmäßig installierte Desktop-Umgebung wurde in den vergangenen Wochen auf der Entwickler-Mailingliste kontrovers diskutiert. Angestoßen wurde die Idee vom ehemaligen Debian-Projektleiter Steve McIntyre. Anlass, den bisherigen Standard-Desktop zu überdenken, war ein vorangegangener Strang auf der gleichen Liste, der bemängelte, dass Gnome neuerdings in Abhängigkeit zu Systemd steht.

Neben der Idee, Systemd aufzusplitten, um die Abhängigkeit zu Gnome zu brechen, und dem Aufruf, jetzt entweder per Wahl unter den Entwicklern oder per Entscheidung des technischen Ausschusses über das Init-System zu entscheiden, kam auch die Idee auf, auf XFCE zu setzen. Da entschieden wurde, die Frage des zukünftigen Init-Systems Debians technischem Ausschuss zu übergeben, ist mit einer kurzfristigen Entscheidung nicht zwingend zu rechnen.

Hess stellt klar, dass seine Entscheidung für XFCE sowohl Systemd als auch Upstart unterstützen würde, sollte die Wahl auf Canonicals Ersatz für Sysvinit fallen. Gnome dagegen hat sich bereits auf Systemd festgelegt. Weiterhin schränkt Hess ein, seine Entscheidung sei noch nicht definitiv und von einigen Punkten abhängig. Sollten etwa trotz der jetzt getroffenen Entscheidung in den nächsten Monaten die Zahlen von Gnome-Installationen im Testing-Zweig zunehmen, während XFCE keinen Schub erlebt, hieße das, die Anwender würden weiterhin Gnome bevorzugen, obwohl es nicht mehr Standard ist. Er kündigte an, die Entscheidung zur DebConf im August 2014 noch einmal überdenken zu wollen, bevor danach das Einfrieren der Archive für die nächste Debian Stable-Veröffentlichung beginnt. Für XFCE bedeutet die jetzige Entscheidung auf jeden Fall sowohl einen signifikanten Anstieg der Nutzerzahlen, da bekanntermaßen eine Mehrzahl von Anwendern beim Standard-Desktop bleibt, als auch einen Entwicklungsschub, da viel mehr Entwickleraugen auf dem neuen Standard ruhen.

Hess hatte bereits einmal im Vorfeld der Veröffentlichung von Debian 7 XFCE als Standard gesetzt. Damals passte Gnome nicht mehr auf CD1. Das Problem konnte aber durch den Einsatz von xz als Kompressionssoftware gelöst werden, sodass der Standard auf Gnome zurückgesetzt wurde.

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